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Was tun nach dem Abi?

Ab nach Südafrika

Habt ihr jemals bei einer euch unbekannten Fluggesellschaft gebucht? Bei mir stellt sich dann immer so ein komisches Gefühl in der Magengegend ein, obwohl unbekannt ja nicht generell gleichbedeutend ist mit schlecht. Anders eben. Nach der ganzen Freiwilligenarbeit in Europa habe ich mich entschieden, endlich nach Südafrika zu fliegen. Ägypten war mir dann doch zu gefährlich. In Südafrika werde ich von Bekannten abgeholt und bin ausnahmsweise die ganze Zeit nur privat unterwegs. Ich möchte dort Freunde besuchen, Urlaub machen und eine schöne Zeit verbringen.

Da sich die Gelegenheit kurzfristig ergab, durfte ich bei der Fluglinie nicht allzu wählerisch sein. Ich habe Verbindungen in Betracht gezogen, die ich sonst nie und nimmer buchen würde. Jetzt bin ich statt zwölf, 19 Stunden unterwegs und muss zweimal umsteigen. Aber das Gefühl, von jemandem erwartet zu werden, entschädigt für vieles. Wobei ich so meine Zweifel habe, ob wir uns am Flughafen auch gleich erkennen werden. Hoffentlich laufe ich nicht direkt an ihnen vorbei, das wäre mir ganz schön peinlich.

Ob ich keine Bedenken hatte, so ganz alleine nach Südafrika zu fliegen? Ehrlich gesagt nicht, ich bin es gewohnt, alleine zu fliegen, weil ich das als Kind bereits zweimal getan habe und mich dabei immer gut aufgehoben fühlte. Ein bisschen Angst habe ich vor einem Kulturschock. Ich war schon so lange nicht mehr in Südafrika. Hat sich dort viel verändert? Wie sehen meine Freunde jetzt aus? Werden wir uns immer noch so gut verstehen wie früher? Selbstverständlich weiß ich, dass Menschen sich ändern, ich habe mich schließlich auch verändert. Es wird schon werden.

Autor: Nele  |  Rubrik: orientieren  |  19.09.2013
Autor: Nele
Rubrik: orientieren
19.09.2013

Was tun nach dem Abi?

Albanien

Dass der kritischste Punkt meiner Reise die Strecke von Thessaloniki in Griechenland nach Tirana in Albanien werden würde, wusste ich schon. Diese Busfahrt hatte ich alleine zu meistern, da die Freundin, mit der ich zuvor unterwegs war, nach Istanbul weiter gefahren ist und ich meine anderen Freunde erst in Tirana treffen wollte. Allerdings dachte ich nicht, dass ich genau an diesem Tag krank sein würde und auch nicht, dass ich für die Strecke von 400 Kilometern zwölf Stunden brauche. Die Fahrt war ganz schön anstrengend, aber dafür habe ich mich umso mehr gefreut, als ich endlich meine Freundinnen in Tirana im Hostel getroffen habe! Wir hatten zwei wunderbare Tage in der Hauptstadt. Leider gibt es relativ wenige Sehenswürdigkeiten, aber das ist irgendwie sehr entspannend. Die meiste Zeit haben wir in Cafés verbracht.

Danach war uns ein bisschen nach Natur und etwas niedrigeren Temperaturen, und so sind wir in einen Nationalpark in den Bergen im Norden Albaniens gefahren. Das war vielleicht ein Abenteuer! Theth, unser angestrebtes Ziel, konnte man nur mit dem Jeep erreichen. Der Ausblick während der Fahrt war atemberaubend, gleichzeitig hatte ich aber auch ständig Angst vor einem Absturz. In Theth konnten wir im Garten einer Familie campen. Von dort aus haben wir schöne Wanderungen zu Wasserfällen und Schluchten unternommen. Das Bergpanorama und die kühle Luft waren wunderbar.

Autor: Maja  |  Rubrik: studium  |  17.09.2013
Autor: Maja
Rubrik: studium
17.09.2013

Was tun nach dem Abi?

Zurück in der Zivilisation

Als das Rainbow People Gatehring vorbei war, konnten wir mit 20 weiteren Leuten in einem VW-Bus nach Kastoria fahren. Es war total eng, heiß, stickig und hat gestunken. Außerdem war die Straße teilweise nicht asphaltiert. Mit anderen Worten: Ich war sehr froh, als wir nach zwei Stunden endlich angekommen sind.

Obwohl wir nur vier Tage so vollkommen ab vom Schuss waren, war es seltsam, wieder in der Zivilisation anzukommen. Überall waren Häuser und Läden. Wir müssen total abschreckend auf die ganzen Leute gewirkt haben, mit unseren verdreckten Klamotten und den ungewaschenen Haaren. Aber alle waren so freundlich und haben darüber hinweg gesehen. Der Aufenthalt fiel trotzdem sehr kurz aus. Wir haben uns nur ordentlich mit ungesundem Essen (auf dem Festival war alles vegan) eingedeckt und sind dann mit dem Bus nach Thessaloniki gefahren, wo wir bei einem netten Pärchen auf der Couch schlafen durften.

Sie haben uns geholfen, wo es nur geht, und sind mit uns am Abend noch ins Zentrum gegangen. So konnten wir uns ein bisschen orientieren und wussten, was wir am nächsten Tag anschauen würden. Wir haben ein bisschen Salsa getanzt, uns an den Malecon gesetzt und dort quatschend ein Bierchen getrunken.

Thessaloniki ist wirklich eine sehr schöne Stadt. Meine Freundin und ich haben beschlossen, hier mal ein Auslandssemester zu verbringen. Mal schauen, ob das wirklich klappt. Die zweitgrößte Stadt Griechenlands ist teilweise ein bisschen runtergekommen, aber man merkt, dass es hier viele Studenten gibt. An jeder Ecke findet man Bars und Cafés.

Besonders gelungen fand ich unseren wir einen Spaziergang durch die an einem Hügel gelegene Altstadt. Pünktlich zum kitschigsten Sonnenuntergang, den ich je in meinem Leben gesehen habe, kamen wir mit einer Flasche Wein oben an der Festung an. Die Aussicht auf die Stadt und das dahinter liegende Meer war gigantisch!

Autor: Maja  |  Rubrik: orientieren  |  04.09.2013
Autor: Maja
Rubrik: orientieren
04.09.2013