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Was tun nach dem Abi?

Zurück in der Zivilisation

Als das Rainbow People Gatehring vorbei war, konnten wir mit 20 weiteren Leuten in einem VW-Bus nach Kastoria fahren. Es war total eng, heiß, stickig und hat gestunken. Außerdem war die Straße teilweise nicht asphaltiert. Mit anderen Worten: Ich war sehr froh, als wir nach zwei Stunden endlich angekommen sind.

Obwohl wir nur vier Tage so vollkommen ab vom Schuss waren, war es seltsam, wieder in der Zivilisation anzukommen. Überall waren Häuser und Läden. Wir müssen total abschreckend auf die ganzen Leute gewirkt haben, mit unseren verdreckten Klamotten und den ungewaschenen Haaren. Aber alle waren so freundlich und haben darüber hinweg gesehen. Der Aufenthalt fiel trotzdem sehr kurz aus. Wir haben uns nur ordentlich mit ungesundem Essen (auf dem Festival war alles vegan) eingedeckt und sind dann mit dem Bus nach Thessaloniki gefahren, wo wir bei einem netten Pärchen auf der Couch schlafen durften.

Sie haben uns geholfen, wo es nur geht, und sind mit uns am Abend noch ins Zentrum gegangen. So konnten wir uns ein bisschen orientieren und wussten, was wir am nächsten Tag anschauen würden. Wir haben ein bisschen Salsa getanzt, uns an den Malecon gesetzt und dort quatschend ein Bierchen getrunken.

Thessaloniki ist wirklich eine sehr schöne Stadt. Meine Freundin und ich haben beschlossen, hier mal ein Auslandssemester zu verbringen. Mal schauen, ob das wirklich klappt. Die zweitgrößte Stadt Griechenlands ist teilweise ein bisschen runtergekommen, aber man merkt, dass es hier viele Studenten gibt. An jeder Ecke findet man Bars und Cafés.

Besonders gelungen fand ich unseren wir einen Spaziergang durch die an einem Hügel gelegene Altstadt. Pünktlich zum kitschigsten Sonnenuntergang, den ich je in meinem Leben gesehen habe, kamen wir mit einer Flasche Wein oben an der Festung an. Die Aussicht auf die Stadt und das dahinter liegende Meer war gigantisch!

Autor: Maja  |  Rubrik: orientieren  |  04.09.2013
Autor: Maja
Rubrik: orientieren
04.09.2013

Was tun nach dem Abi?

Wer nicht wagt, der nicht gewinnt

Das hört sich für einen jungen Menschen bestimmt seltsam an: Ich liebe mein Leben, aber ich habe keine Angst vor dem Tod. Deshalb werde ich nicht versuchen, vor ihm davon zu laufen. Entweder fällt mir die Decke meines eigenen Hauses auf den Kopf, weil jemand beim Bau nicht korrekt gearbeitet hat, ich werde überfahren, sterbe eines natürlichen Todes oder auf irgendeine andere Art und Weise. Nicht zu wissen, wann und wie ich sterben werde, ist für mich ein Segen.

Warum ich das alles schreibe?

Weil ich mich in ein Land begeben werde, das alles andere als sicher ist, und nicht genau weiß, ob ich die richtige Entscheidung treffe. Eigentlich geht es mir in Litauen nämlich wirklich gut. Ich liebe die wunderschöne Natur und tolle Gesellschaft habe ich auch. Trotzdem habe ich das Gefühl, weiter zu müssen. Und zwar nach Ägypten, dem Land am Nil. Ägypten faszinierte mich schon als Kind, aber bisher kenne ich es nur von Fotos. Und obwohl es dort bestimmt gefährlich ist, bin ich total neugierig.

Autor: Nele  |  Rubrik: orientieren  |  30.08.2013
Autor: Nele
Rubrik: orientieren
30.08.2013

Was tun nach dem Abi?

Lausche mit dem Herz ?

… dann wirst du verstehen. Lass den Weg dir weisen von den Wellen, die vergehen. Lausche mit dem Herz, dann wirst du verstehen. (Großmutter Weide in dem Film Pocahontas).

Der Flieger berührt viel zu früh litauischen Boden. Mental habe ich mich noch nicht darauf eingestellt, dass ich meine Familie für unbestimmte Zeit nicht sehen werde. Dass ich mal wieder in einem fremden Land bin. Dass ich von Menschen abgeholt werde, die mich nicht kennen und die ich nicht kenne. Dass ich diesen Menschen vertrauen muss. Ich warte auf meinen Koffer, denke noch einmal an alle, die mir etwas bedeuten, betrete die Flughafenhalle, steuere auf ein Schild mit meinem Namen zu. Zwei junge Männer holen mich ab. Eine Unterhaltung beginnt. Ich bin angekommen.

Ich bin, soweit ich das bis jetzt beurteilen kann, in einem wunderschönen Land gelandet. Einem leeren Land. Zumindest erscheint es mir so. Einem Land mit atemberaubenden Sonnenuntergängen. Mit einem größtenteils klaren Nachthimmel. Und unzähligen Stechmücken. Wie immer habe ich keinen blassen Schimmer, was ich eigentlich möchte. Ich habe mich entschieden, fürs Erste meiner Intuition die Führung zu überlassen. Ab und zu ist mein Verstand allerdings auch zu gebrauchen.

Autor: Nele  |  Rubrik: orientieren  |  21.08.2013
Autor: Nele
Rubrik: orientieren
21.08.2013