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Was tun nach dem Abi?

Wer nicht wagt, der nicht gewinnt

Das hört sich für einen jungen Menschen bestimmt seltsam an: Ich liebe mein Leben, aber ich habe keine Angst vor dem Tod. Deshalb werde ich nicht versuchen, vor ihm davon zu laufen. Entweder fällt mir die Decke meines eigenen Hauses auf den Kopf, weil jemand beim Bau nicht korrekt gearbeitet hat, ich werde überfahren, sterbe eines natürlichen Todes oder auf irgendeine andere Art und Weise. Nicht zu wissen, wann und wie ich sterben werde, ist für mich ein Segen.

Warum ich das alles schreibe?

Weil ich mich in ein Land begeben werde, das alles andere als sicher ist, und nicht genau weiß, ob ich die richtige Entscheidung treffe. Eigentlich geht es mir in Litauen nämlich wirklich gut. Ich liebe die wunderschöne Natur und tolle Gesellschaft habe ich auch. Trotzdem habe ich das Gefühl, weiter zu müssen. Und zwar nach Ägypten, dem Land am Nil. Ägypten faszinierte mich schon als Kind, aber bisher kenne ich es nur von Fotos. Und obwohl es dort bestimmt gefährlich ist, bin ich total neugierig.

Autor: Nele  |  Rubrik: orientieren  |  30.08.2013
Autor: Nele
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30.08.2013

Was tun nach dem Abi?

Lausche mit dem Herz ?

… dann wirst du verstehen. Lass den Weg dir weisen von den Wellen, die vergehen. Lausche mit dem Herz, dann wirst du verstehen. (Großmutter Weide in dem Film Pocahontas).

Der Flieger berührt viel zu früh litauischen Boden. Mental habe ich mich noch nicht darauf eingestellt, dass ich meine Familie für unbestimmte Zeit nicht sehen werde. Dass ich mal wieder in einem fremden Land bin. Dass ich von Menschen abgeholt werde, die mich nicht kennen und die ich nicht kenne. Dass ich diesen Menschen vertrauen muss. Ich warte auf meinen Koffer, denke noch einmal an alle, die mir etwas bedeuten, betrete die Flughafenhalle, steuere auf ein Schild mit meinem Namen zu. Zwei junge Männer holen mich ab. Eine Unterhaltung beginnt. Ich bin angekommen.

Ich bin, soweit ich das bis jetzt beurteilen kann, in einem wunderschönen Land gelandet. Einem leeren Land. Zumindest erscheint es mir so. Einem Land mit atemberaubenden Sonnenuntergängen. Mit einem größtenteils klaren Nachthimmel. Und unzähligen Stechmücken. Wie immer habe ich keinen blassen Schimmer, was ich eigentlich möchte. Ich habe mich entschieden, fürs Erste meiner Intuition die Führung zu überlassen. Ab und zu ist mein Verstand allerdings auch zu gebrauchen.

Autor: Nele  |  Rubrik: orientieren  |  21.08.2013
Autor: Nele
Rubrik: orientieren
21.08.2013

Was tun nach dem Abi?

Rainbow People Gathering

Bis vor ein paar Tagen wusste ich selbst auch noch nicht so genau, was ein Rainbow People Gathering eigentlich ist. Aber seit ich vor ein paar Tagen selbst an einem teilgenommen habe, weiß ich ei bisschen mehr. Das Festival hat in der Nähe von Kastoria im Norden von Griechenland stattgefunden. Als wir ankamen, waren von den ursprüngliche 2.000 Leuten immerhin noch etwa 300 da.

Was ist jetzt also dieses Rainbow Gathering? Es ist so etwas wie ein Projekt des friedlichen, nicht-hierarchischen Zusammenlebens. Für einen Monat trifft sich die Rainbow Family (die aus Esotherikfreaks, Familien, Studenten, Hippies und vielen mehr besteht). Jeder schlägt sein Zelt oder einen andere Behausung auf. Es gibt einige Regeln wie kein Alkohol, keine Drogen, keine Seife, kein Müll, ein respektvoller Umgang miteinander und so weiter. Überwacht wird das nicht, trotzdem hält sich jeder dran.

Ansonsten isst man zwei Mal am Tag zusammen und jeder hilft beim Kochen, Aufräumen, Putzen. Erstaunlicherweise klappt das wirklich. Wir kamen nach drei Wochen Rainbow an und man hätte nicht gemeint, dass bereits so viele Menschen dort gewesen waren. Es lag kein Müll rum, der Fluss war sauber und der See unberührt (Um das Ökosystem nicht zu stören war es nämlich verboten, im See zu baden). Was auch erstaunlich gut funktioniert, ist die Finanzierung. Jeder gibt so viel Geld wie er mag, die meisten so zwischen drei und vier Euro am Tag, um das Essen zu finanzieren. Es drückt sich keiner, obwohl das ja ebenfalls nicht kontrolliert wird. Dadurch ist die Atmosphäre irgendwie sehr positiv und offen.

Es war eine sehr interessante Erfahrung und eine schöne Zeit, die wir auf dem Rainbow verbracht haben, und danach war es sehr seltsam, wieder in der Zivilisation anzukommen.

Autor: Maja  |  Rubrik: orientieren  |  16.08.2013
Autor: Maja
Rubrik: orientieren
16.08.2013