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Was tun nach dem Abi?

Liebeserklärung an Südafrika

Südafrika ist das Land der Gegensätze: Land der Reichen. Land der Armen. Land der Natur. Land der Städte. Land der Sicherheit. Land der Gefahr. Und es ist das Land, in dem ich einen Teil meiner Kindheit verbracht habe.

Sechs Jahre sind inzwischen vergangen. Sechs Jahre ist es her, seit ich das letzte Mal einen Fuß auf südafrikanischen Boden gesetzt habe. Vier Jahre lebte ich in Südafrika, am Kap der guten Hoffnung. Damals war ich zwischen sechs und zehn Jahre alt. Ich sah die Armut und den Reichtum. Wusste, dass ich nicht alleine auf die Straße gehen sollte und schränkte mich ein. Trotzdem fühlte ich mich nie bedroht. Ich verlebte dort eine wunderbare Kindheit.

Ich würde in Südafrika auch heute nicht alleine auf die Straße gehen oder die öffentlichen Verkehrsmittel benutzen. Es sind Verhaltensweisen, die sich tief eingeprägt haben. Aber trotz allem möchte ich zurück in das Land an der Südspitze Afrikas. Möchte wissen, was aus ihm geworden ist. Möchte es mit anderen Augen sehen. Den Blickwinkel eines Kindes kenne ich bereits.

Vielleicht wird es mich immer wieder dorthin ziehen. Ich weiß es nicht. Ich weiß nur, dass ich nach sechs Jahren gerne wieder südafrikanischen Boden betreten möchte. Wann genau? Ich habe keine Ahnung, aber auf jeden Fall bevor mein Überbrückungsjahr vorbei ist. Es gibt auch einige Personen, die ich gerne mitnehmen würde.

Ich habe begonnen, meinem Herzen Fragen zu stellen. Und ich werde mich dabei an dieses afrikanische Sprichwort halten: „Wer Fragen stellt, muss auch akzeptieren, dass er Antworten bekommt.“ Es stammt aus Kamerun.

Autor: Nele  |  Rubrik: orientieren  |  13.08.2013
Autor: Nele
Rubrik: orientieren
13.08.2013

Was tun nach dem Abi?

Endlich in Griechenland

Vergangenen Montag haben wir uns endlich auf den Weg gemacht. Endlich, weil wir schon seit über einer Woche los wollten. Obwohl wir erst am Nachmittag abgefahren sind, haben wir es trotzdem noch geschafft, am selben Tag in Triest anzukommen.

Den nächsten Morgen haben wir für die Organisation gebraucht: Wir mussten schließlich Fährtickets erstehen, Verpflegung für die Überfahrt kaufen und im Park Schlaf nachholen. Am Abend sind wir mit dem Bus zum Hafen gefahren und haben dort die verbleibenden Stunden bis zur Abfahrt im Aufenthaltsraum der Fährgesellschaft verbracht. Um drei Uhr nachts sind wir an Bord gegangen und haben unter freiem Sternenhimmel weiter geschlafen. Von Hitze und Sonne wurden wir am nächsten Tag geweckt. Der folgende Tag war sehr entspannt und von Essen und Schlafen geprägt.

Am nächsten Morgen kamen wir in Igoumenitsa an und haben uns mit einem ausgiebigen Frühstück am Strand gestärkt. Leider sind wir dann viel zu spät nach Kastoria aufgebrochen, so haben wir den Anschlussbus in Ioannina verpasst.

Warum wir überhaupt nach Kastoria wollen? Von dort aus kann man in ein Dorf fahren, in dem ein „Rainbow Gathering“ stattfindet. Ich kann selbst noch nicht genau sagen, was das ist, irgendetwas zwischen Festival und Kommune. Ich melde mich aber, wenn ich mehr weiß!

Autor: Maja  |  Rubrik: orientieren  |  06.08.2013
Autor: Maja
Rubrik: orientieren
06.08.2013

Was tun nach dem Abi?

Angst ist mein zweiter Vorname

Wer jetzt denkt, dass ich übertreibe, den muss ich leider enttäuschen. Ich habe ständig Angst. Eigentlich ist es ein Wunder, dass ich überhaupt das Haus verlasse. Meine Fantasie geht gerne jedes nur erdenkliche Horrorszenario mit mir durch. Womit bewiesen wäre, dass ich eindeutig zu viel Fantasie habe. Ist ja für sich genommen nichts Schlechtes, blöderweise kann ich meine Fantasie nur schlecht an- und abstellen.

Vor jeder Reise mache ich mir sprichwörtlich in die Hose. Denn wie jeder Mensch fühle ich mich gegenüber Unbekanntem erst mal unwohl. Bin vorsichtig. Und habe zumindest zeitweise Angst. Vor Krankheiten. Vor Umweltkatastrophen. Vor Unfällen. Vor tausend Dingen. Oft mache ich aus einer Mücke einen Elefanten. Habe ich mich jedoch erst einmal entschieden, bin ich erstaunlich konsequent. Die Angst, nach Hause zu kommen und nichts mehr so vorzufinden wie es mal war… Die Welt verändert sich mit mir oder ohne mich.

Das meinem Angstgefühl außerdem in die Hände spielt, ist meine Neigung, für mich eher ungewöhnliche Reiseziele zu wählen. Litauen: Man spricht eine unbekannte Sprache und von dem Land habe ich überhaupt keine Vorstellung. Mich reizt das Unbekannte und ich habe Angst davor. Paradox, nicht wahr? So denke ich anscheinend. Oftmals frage ich mich, ob ich noch alle Tassen im Schrank habe, weil es mir so völlig irrational erscheint. Und andererseits gefällt es mir.

Zum ersten Mal in meinem Leben ist es an mir, zu entscheiden. Auf die Nase zu fallen. Wieder aufzustehen. Das nennt man dann wohl Verantwortung für das eigene Leben übernehmen. Das wollte ich die ganze Zeit. Nun habe ich es und muss erst lernen, damit umzugehen. Denn viele Entscheidungsmöglichkeiten überfordern einen oft. Was, wenn ich etwas falsch mache? Besser, man begeht Fehler, anstatt sich Zeit seines Lebens zu fragen, was gewesen wäre, wenn...

Autor: Nele  |  Rubrik: orientieren  |  01.08.2013
Autor: Nele
Rubrik: orientieren
01.08.2013