Logo Bundesagentur für Arbeit
Logo Bundesagentur für Arbeit
  • Drucken
  • Versenden
  • PDF (Öffnet sich in neuem Fenster)

Kategorien

Was tun nach dem Abi?

Wiedersehensfreude

Seit fünf Wochen mache ich inzwischen Pflegepraktikum und es macht mir erstaunlicherweise immer noch Spaß. Inzwischen darf und muss ich relativ viel machen. Das ist einerseits schön, weil die Zeit schnell vergeht. Aber andererseits habe ich auch keinen besonderen Elan, weil ich kein Geld dafür bekomme. Mit den Kolleginnen komme ich blendend zurecht. Ich überlege sogar, die Station doch zu wechseln. Eigentlich hatte ich das vor, um noch mal was Neues zu lernen, aber jetzt gefällt es mir doch recht gut auf der Gynäkologie. Das einzige, was nicht so top ist, ist die dauernde Müdigkeit. Ich habe immer Frühdienst und der fängt um sechs Uhr an, das heißt, ich muss um fünf Uhr aufstehen.

An den Wochenenden unternehme ich dafür umso mehr. Neulich habe ich eine Freundin getroffen, die ich schon seit zwei Jahren nicht mehr gesehen hatte, weil wir beide abwechselnd im Ausland waren. Es war wirklich schön, sie wiederzusehen und da wir in letzter Zeit ab und an stundenlang telefoniert hatten, auch gleich wieder recht vertraut. Schön, wenn Freundschaften so etwas überleben!

Ein weiterer Höhepunkt war, dass die Freundin, mit der ich in Guatemala und Mexiko zwei Monate unterwegs war, wieder zurückgekommen ist. Das war schon allein deshalb ganz toll, weil wir viele Erinnerungen teilen und ähnliche Erfahrungen gemacht haben. Sie hat mir ein paar Fotos gezeigt und uns ist aufgefallen, dass sie zufällig dieselbe Route durch Mexiko genommen hat, die ich im letzten Sommer gefahren bin. Bei ihren Erzählungen bin ich richtig melancholisch geworden.

Autor: Maja  |  Rubrik: orientieren  |  24.05.2013
Autor: Maja
Rubrik: orientieren
24.05.2013

Was tun nach dem Abi?

Leipzig ist lässig

Ich hab ziemlich Glück, mein Praktikum gerade im Mai zu machen. Scheint der Monat mit den meisten Feiertagen zu sein, zumindest in Bayern. Also nicht, dass mir das Praktikum keinen Spaß machen würde, aber wenn man nur vier Tage die Woche arbeitet und schöne verlängerte Wochenenden hat, kann man tolle Ausflüge machen. Letztes Wochenende war ich in Leipzig.

Die ganze Aktion war recht spontan und ich hatte richtig Glück, dass meine Freunde Zeit für mich hatten. Das Paar, bei dem ich die ersten beiden Tage gewohnt habe, kenne ich aus Mexiko. Wir hatten uns fünf Monate nicht mehr gesehen, deshalb war es wunderbar, sich endlich wiederzutreffen und gemeinsame Erinnerungen aufzufrischen. Wir haben nett zusammen gekocht und anschließend das Leipziger Nachtleben getestet. Während die anderen am nächsten Morgen noch geschlafen haben, bin ich in die Innenstadt aufgebrochen, um auch diese zumindest ein bisschen zu sehen. Und sie ist richtig schön! Es gibt viele alte Häuser, unter anderem Auerbachs Keller, den ich aus Goethes Faust kenne. Am Abend bin ich zu einer anderen Freundin umgezogen, die ich noch länger nicht gesehen hatte: nämlich schon ein ganzes Jahr! Wir haben noch ein bisschen gequatscht und uns auf den neusten Stand gebracht. Am nächsten Morgen haben wir sehr gemütlich mit ihrer extrem netten Mitbewohnerin gefrühstückt und sind dann zur Uni gelaufen. Dort hatte sie eine Besprechung mit ihrer politischen Theatergruppe und ich habe die Zeit genutzt, mir noch den Stadtteil „Felsenkeller“ oder so ähnlich (die Haltestelle hieß zumindest so) anzusehen. Erinnert ein bisschen an Prenzlauer Berg in Berlin in klein. Unzählige Second-Hand-Läden, kleine Cafés und so weiter.

Leipzig erscheint mir allgemein recht alternativ angehaucht, aber ohne so angestrengt cool wie Berlin zu wirken. Vorsicht, ist alles nur meine persönliche Meinung! Aber ich fühle mich dort irgendwie wohl, niemand ist so wahnsinnig schick und die Leute wirken recht lässig. Wahrscheinlich könnte man hier auch im Schlafanzug auf die Straße, ohne aufzufallen – das entspricht mir als Modemuffel sehr. Was ich außerdem angenehm finde, ist, dass es scheinbar eine recht aktive politische Szene gibt.

Die Uni ist zwar keine Campusuni, aber trotzdem recht zentral gelegen und die Gebäude sind sehr schön und modern. Bei Medizin schneidet Leipzig in den Rankings nicht schlecht ab und die Medizinstudenten, die ich gefragt habe, waren auch recht zufrieden.

Also, alles in allem könnte ich mir sehr gut vorstellen, in Leipzig zu studieren, gerade auch weil die Stadt so grün ist. Allerdings lag der NC letztes Jahr bei 1,1. Das könnte knapp für mich werden.

Autor: Maja  |  Rubrik: orientieren  |  21.05.2013
Autor: Maja
Rubrik: orientieren
21.05.2013

Was tun nach dem Abi?

Pflegepraktikum in der Gynäkologie/Inneren

Bereits im Januar, als ich in den USA war, habe ich mich bei einem Nürnberger Krankenhaus für ein Pflegepraktikum beworben. Einerseits war meine Lust auf das dreimonatige Praktikum zunächst nur mittelmäßig. Auf der anderen Seite gibt es mir einen Einblick in den Krankenhausalltag, wodurch ich mir besser vorstellen kann, wie das zukünftige Berufsumfeld aussieht. Außerdem muss im Rahmen des Medizinstudiums eh ein Pflegepraktikum absolviert werden.

Vor einer Woche bin ich also mittelmäßig motiviert zum Krankenhaus aufgebrochen. Bevor mich die Pflegeleitung auf Station – in meinem Falle die gynäkologische und innere – begleitet hat, habe ich mir noch meine Kittel geholt: ganz schicke blaue, über knielangen Kleidern.

Auf der A3, wie meine Station heißt, wurde ich extrem freundlich begrüßt und nach einer halben Stunde waren all meine Unlust und die negativen Vorurteile zum Thema Pflegepraktikum verflogen. Das Pflegeteam ist super nett und behandelt mich als Praktikantin wirklich freundlich. Man fühlt sich überhaupt nicht ausgenutzt und die Arbeit macht Spaß.

Da mir recht viel erklärt wird, ist die Arbeit spannend, und ich darf relativ viel machen. Etwa die Morgenrunde, die ich nach einer Woche schon fast alleine drehen kann. Hier werden bei allen Patienten die Vitalzeichen, also Puls, Temperatur und Blutdruck, gemessen. Ansonsten darf ich ab und an bei der Visite zusehen oder bei sonstigen Untersuchungen, wie beispielsweise der Lungenfunktionsuntersuchung. Auch die Übergabe der Schichten mitanzuhören ist sehr spannend. Dabei erfährt man etwas über die Krankheitsbilder der einzelnen Patienten und deren Behandlung.

Auf der anderen Seite gibt es natürlich auch langweiligere Aufgaben wie Essen austeilen und einsammeln. Früher hätte ich gedacht, dass ich Patienten waschen, wickeln, lagern und füttern ganz grässlich finden würde, aber es ist nur halb so schlimm wie gedacht. Gerade wenn die alten Menschen noch ansprechbar sind und sich dann sogar bedanken oder einem ein Lächeln schenken, fühlt man sich für alles entlohnt. Wieder andere Patienten sind eigentlich noch ganz fit und brauchen nur bei kleineren Angelegenheiten Hilfe. Teilweise macht es mir sehr viel Spaß, ein bisschen Smalltalk zu halten.

Im Großen und Ganzen gefällt mir das Pflegepraktikum, obwohl acht Stunden täglich im Schichtdienst kein Zuckerschlecken sind. Das Tolle ist das wunderbare Pflegeteam, der Kontakt mit den Patienten und dass man am Ende des Tages weiß, was man gemacht hat.

Autor: Maja  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  07.05.2013
Autor: Maja
Rubrik: auszeit nach dem abi
07.05.2013