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Was tun nach dem Abi?

Pflegepraktikum in der Gynäkologie/Inneren

Bereits im Januar, als ich in den USA war, habe ich mich bei einem Nürnberger Krankenhaus für ein Pflegepraktikum beworben. Einerseits war meine Lust auf das dreimonatige Praktikum zunächst nur mittelmäßig. Auf der anderen Seite gibt es mir einen Einblick in den Krankenhausalltag, wodurch ich mir besser vorstellen kann, wie das zukünftige Berufsumfeld aussieht. Außerdem muss im Rahmen des Medizinstudiums eh ein Pflegepraktikum absolviert werden.

Vor einer Woche bin ich also mittelmäßig motiviert zum Krankenhaus aufgebrochen. Bevor mich die Pflegeleitung auf Station – in meinem Falle die gynäkologische und innere – begleitet hat, habe ich mir noch meine Kittel geholt: ganz schicke blaue, über knielangen Kleidern.

Auf der A3, wie meine Station heißt, wurde ich extrem freundlich begrüßt und nach einer halben Stunde waren all meine Unlust und die negativen Vorurteile zum Thema Pflegepraktikum verflogen. Das Pflegeteam ist super nett und behandelt mich als Praktikantin wirklich freundlich. Man fühlt sich überhaupt nicht ausgenutzt und die Arbeit macht Spaß.

Da mir recht viel erklärt wird, ist die Arbeit spannend, und ich darf relativ viel machen. Etwa die Morgenrunde, die ich nach einer Woche schon fast alleine drehen kann. Hier werden bei allen Patienten die Vitalzeichen, also Puls, Temperatur und Blutdruck, gemessen. Ansonsten darf ich ab und an bei der Visite zusehen oder bei sonstigen Untersuchungen, wie beispielsweise der Lungenfunktionsuntersuchung. Auch die Übergabe der Schichten mitanzuhören ist sehr spannend. Dabei erfährt man etwas über die Krankheitsbilder der einzelnen Patienten und deren Behandlung.

Auf der anderen Seite gibt es natürlich auch langweiligere Aufgaben wie Essen austeilen und einsammeln. Früher hätte ich gedacht, dass ich Patienten waschen, wickeln, lagern und füttern ganz grässlich finden würde, aber es ist nur halb so schlimm wie gedacht. Gerade wenn die alten Menschen noch ansprechbar sind und sich dann sogar bedanken oder einem ein Lächeln schenken, fühlt man sich für alles entlohnt. Wieder andere Patienten sind eigentlich noch ganz fit und brauchen nur bei kleineren Angelegenheiten Hilfe. Teilweise macht es mir sehr viel Spaß, ein bisschen Smalltalk zu halten.

Im Großen und Ganzen gefällt mir das Pflegepraktikum, obwohl acht Stunden täglich im Schichtdienst kein Zuckerschlecken sind. Das Tolle ist das wunderbare Pflegeteam, der Kontakt mit den Patienten und dass man am Ende des Tages weiß, was man gemacht hat.

Autor: Maja  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  07.05.2013
Autor: Maja
Rubrik: auszeit nach dem abi
07.05.2013

Was tun nach dem Abi?

Bin ich studierfähig?!

Wie ihr wisst, habe ich mich ja für Medizin an verschiedenen Hochschulen beworben. Über die Abiturbestenquote bin ich leider nicht mehr ausgewählt worden, dafür wäre in Bayern ein Schnitt von 1,2 nötig gewesen. Dafür bin ich an allen sechs Unis ins weitere Auswahlverfahren aufgenommen worden, sodass im Prinzip noch alles möglich war. Und so wurde ich schließlich auch von der Uni Münster zu deren sogenanntem „Studierfähigkeitstest“ eingeladen. Laut Uni Münster ist dieser dafür gedacht, neben intellektuellen Fähigkeiten eben auch soziale Kompetenzen abzuklopfen, die ja für den Arztberuf ebenso wichtig sind.

„Gut“, dachte ich mir „kann ja nicht schaden da mitzumachen!“. Doch dann sah ich das Datum: Mitten unter der Woche, einen ganzen Tag lang. Also was tun? Schließlich befinde ich mich ja immer noch im Pflegepraktikum, in dem ich auf knapp 40 Wochenstunden kommen muss. Glücklicherweise hatte die Stationsleiterin aber Verständnis und räumte mir den Tag frei, dafür muss ich dann halt das darauffolgende Wochenende durcharbeiten.

Die Vorbereitung auf den Test bestand für mich lediglich darin, ein Motivationsschreiben zu verfassen, in dem ich haarklein erklären sollte, weshalb ich der einzig geeignete Student bin. Schließlich war es so weit. 160 ziemlich nervös aussehende Mitstreiter standen da rum, von denen letzen Endes nur 80 genommen werden würden.

Nachdem alle erfasst waren, ging es an den zweiten von drei Test-Bestandteilen: den medizinisch-naturwissenschaftlichen Verständnistest. In 90 Minuten waren 60 Fragen aus den Themenbereichen Medizin und Biologie, zu kleinen Teilen aber auch Chemie und Physik, zu beantworten. Dabei war der Test so konzipiert, dass man kaum mehr als die Hälfte der Fragen korrekt würde beantworten können. Vermutlich liege ich selbst auch bei circa 50 Prozent. Ich muss allerdings sagen, dass ich mir Schlimmeres vorstellen kann, als unter lauter 1,0- bis 1,4-Abiturienten „nur“ im Durchschnitt zu liegen.

Der dritte, letzte und spannendste Teil des Studierfähigkeitstests waren kleinere „Rollenspiele“, in denen die Interaktion mit Patienten bewertet wurde. Von „Arzt-Patienten“-Gesprächen über handwerkliche Fähigkeiten wie dem Ausführen chirurgischer Knotentechniken (natürlich nur unter Anleitung) sowie Persönlichkeitstests war alles dabei. Jedoch wusste man nie, was tatsächlich bewertet wurde, damit ein „Verstellen“ der Bewerber ausgeschlossen werden konnte. Auf die Ergebnisse des Tests werde ich wohl noch etwas warten müssen, die Chancen stehen jedoch nicht ganz so gut, da die Abiturnote immer noch zu knapp 70 Prozent ausschlaggebend ist und ich mit 1,3 leider zu den schlechteren gehöre. Aber mal schauen, ich bin gespannt!

Autor: Johannes  |  Rubrik: orientieren  |  07.03.2013
Autor: Johannes
Rubrik: orientieren
07.03.2013

Was tun nach dem Abi?

Pflegepraktikum

Nachdem am Montag mein Pflegepraktikum beginnt, musste ich diese Woche noch kurz zu einer Art Vorstellungsgespräch, um die letzten Unklarheiten zu besprechen.

So habe ich erfahren, dass ich ein Gesundheitszeugnis benötige, da ich im Pflegepraktikum beispielsweise Patienten das Essen bringen muss. Also bin ich zum Gesundheitsamt gelaufen, um mir das Zeugnis ausstellen zu lassen. Das geht recht einfach, da es, im Vergleich zu vielen anderen Ämtern, doch ziemlich unbürokratisch funktioniert.

Das einzige was man braucht ist ein Personalausweis und 20 Euro. Ja, 20 Euro, das hat mich auch etwas schockiert. Man zahlt 20 Euro dafür, 15 Minuten in einem Wartezimmer zu sitzen. Dann wird man aufgerufen, bekommt ein (!!!) Din-A4-Blatt ausgehändigt und soll dieses durchlesen. Anschließend bestätigt man per Unterschrift, dass man das Blatt durchgelesen hat und mit keiner der aufgelisteten Krankheiten wissentlich infiziert ist. Dafür erhält man dann das Zeugnis und die Rechnung über 20 Euro.

Aber gut, daran führt halt leider kein Weg vorbei; es ist nur schade, dass das Krankenhaus, in dem ich das Pflegepraktikum mache, mir die Kosten nicht erstattet. Andererseits ist es auch ziemlich konsequent, schließlich erhält man während des Praktikums keinen Cent. Trotz 40-Stunden-Woche mit Früh- bzw. Spätschichten. Allein die Wochenenddienste bleiben einem erspart. Da ich jedoch vier Tage Urlaub – ich will Ende März zum Snowboarden – „reinarbeiten“ muss, muss ich da wohl auch durch.

Aber ehrlich gesagt freue ich mich auch schon richtig darauf. Endlich mal wieder etwas Sinnvolles zu tun, tut sicherlich gut! Und da ich in der Inneren, mit Spezialisierung auf Kardiologie und Gastroenterologie, eingesetzt werde, habe ich auch fast nur mit älteren Leuten zu tun, die vermutlich wirklich auf Hilfe angewiesen sein werden. Im Gegenzug haben diese dafür sehr oft wirklich interessante Geschichten zu erzählen. Ich bin also gespannt!

Autor: Johannes  |  Rubrik: orientieren  |  13.02.2013
Autor: Johannes
Rubrik: orientieren
13.02.2013