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Was tun nach dem Abi?

Alles zu seiner Zeit

Der Studienplatz steht. Nach gründlicher Auswertung aller Zu- und Absagen habe ich mich letztendlich für Düsseldorf entschieden. Und für Germanistik und Soziologie.

Immatrikuliert habe ich mich – und das ist typisch für mich – auf den letzten Drücker und etwas chaotisch („Mama, Papa, ich studiere jetzt übrigens in Düsseldorf und muss bis in einer Woche alle notwendigen Unterlagen abgeschickt haben, könnt ihr mir helfen?“), aber letztendlich habe ich den dicken Briefumschlag mit beglaubigten Zeugniskopien, Versicherungsbescheinigungen und so weiter doch rechtzeitig abschicken können. Natürlich nicht als Einschreiben, wie es mir meine Eltern noch geraten haben – manchmal sollte man vielleicht doch auf seine Erzeuger hören, aber da ich der deutschen Post vertraue, hoffe ich mal das Beste.

In der Zwischenzeit habe ich noch von ungefähr jeder anderen Universität, an der ich mich beworben habe, Zusagen bekommen, aber egal. Ich studiere jetzt in Düsseldorf. Und das ist vollkommen okay. Ich habe keine Lust und vor allem keine Zeit, mich jetzt nochmal um zu entscheiden.

Warum eigentlich keine Zeit?

Ich habe mal nachgerechnet: Bis am 4. Oktober meine Einführungsveranstaltungen beginnen, hatte ich ziemlich genau sechs Monate lang nichts zu tun. Okay, nichts außer ein paar nebensächlichen Abiturprüfungen und sowas. Und trotzdem hatte ich in der ganzen freien Zeit nie das Gefühl, nichts zu tun zu haben. Mindestens ein- bis zweimal pro Woche lädt abends irgendjemand aus meinem Freundeskreis zu sich ein, dazu kommen Treffen außerhalb der Reihe, um ins Kino, zum Friseur oder auf den Flohmarkt zu gehen, und bevor das Semester anfängt muss ich auch noch dringend in den Movie Park.

Und dann brauche ich eigentlich noch viel mehr Zeit für die Sachen, die wirklich wichtig sind. Ich sollte nach Düsseldorf fahren und herausfinden, welche Möglichkeiten es gibt, eine WG zu finden. Ich muss dringend ein T-Shirt zum bestandenen Abi für eine Freundin fertig gestalten. Ich verspreche meiner Mutter jeden Tag aufs Neue, mein Zimmer aufzuräumen – und ob das mal intensiver verwirklicht wird als nur Bett machen und ein, zwei Kleidungsstücke in die Wäsche zu werfen, ist fraglich.

Ich hatte mal vor, in der Zeit zwischen Abitur und Studium ganz viele Praktika zu machen, mir vielleicht einen Nebenjob zu suchen, um ein bisschen Geld zu sparen, oder eben auch das zu machen, was dringend notwendig ist. Nicht nur, um Erfahrungen zu sammeln, sondern auch, um mal ein bisschen was zu schaffen.

Letztendlich habe ich mich mehr oder weniger bewusst dagegen entschieden. Ich habe doch schon so viel geschafft. Ich habe mein Abitur recht ordentlich bestanden, ich habe einen Studienplatz, mit dem ich zufrieden bin, ich habe es geschafft, meine Freunde zu behalten und meinen Freundeskreis sogar zu erweitern, auch wenn die Schule uns nicht mehr Tag für Tag zusammen bringt.

Wenn in einem Monat die Uni anfängt, werde ich von ganz alleine wieder einen geregelten Tagesablauf bekommen. Und bis dahin ist mein Leben, wie es jetzt ist, wahrscheinlich genau das, was ich brauche.

Autor: Janna  |  Rubrik: orientieren  |  14.09.2012
Autor: Janna
Rubrik: orientieren
14.09.2012

Was tun nach dem Abi?

Home Sweet Home

Die letzte Woche in Galicien war, zum Glück, von tollen Wellen geprägt. Eigentlich war ich jeden Tag mindestens fünf bis sechs Stunden im Wasser, was natürlich recht anstrengend ist, wenn man bedenkt, dass dazwischen immer noch zum nächsten Spot gefahren wurde. Trotzdem super, denn so kommt man wenigstens auf seine Kosten und ist immer ausgelastet! Insgesamt wurde sowieso echt viel gefahren. Seit meinem Urlaub, also seitdem ich Pause vom Surfcamp habe (drei Wochen sind ess nun), bin ich gute 2.500 Kilometer gefahren. Glücklicherweise nie größere Stücke, wenn man pro Tag maximal 400 bis 500 Kilometer fährt, ist das noch einigermaßen auszuhalten. Es tut aber definitiv gut, mal von den langen Sandstränden Südwestfrankreichs wegzukommen und andere Strände zu sehen. Auch die Tatsache, sich nur auf das eigene Surfen konzentrieren zu können - und keinen Kurs betreuen zu müssen - ist echt toll: Es bringt einen in Bezug auf das Können wirklich voran! Und Fortschritte motivieren!

Aber man gewinnt, dank der Distanz zum Camp, auch Einsicht in gewisse Dinge: Beispielsweise hat der von der Teamköchin gefüllte Kühlschrank schon ein paar Vorteile. Abends um acht vom Surfen heimzukommen und sich an den gedeckten Tisch zu setzen, ist auch richtig toll – verglichen mit der gefühlten 30. Portion Nudeln mit Tomatensoße!Insofern war ich nicht allzu traurig, als sich die dritte Urlaubswoche dem Ende näherte und ich die knapp 1.000 Kilometer zurück nach Frankreich antreten musste. Jetzt arbeite ich wieder, habe einen Fortgeschrittenen-Kurs und zwei Freunde von mir sind ebenfalls im Camp, um sich das Surfen beibringen zu lassen!

Was will man mehr?

Autor: Johannes  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  04.09.2012
Autor: Johannes
Rubrik: auszeit nach dem abi
04.09.2012

Was tun nach dem Abi?

Auf dem Jakobsweg

Die zweite Urlaubswoche ist nun also angebrochen und soll, wenn es nach mir geht, niemals enden! Über San Sebastian bin ich durch das Baskenland gereist, gemeinsam mit zwei Kollegen aus dem Surfcamp und dem Bruder des einen bis nach Galicien! Wirklich geplant hatten wir dabei nichts, einzig das Ziel, innerhalb einer Woche in Galicien anzukommen stand auf dem Plan! Oh, und dabei so oft zu surfen wie nur irgend möglich, versteht sich! So machten wir also täglich mehrere Male in einer der unzähligen Buchten der nordspanischen Küste Halt, um Wellen und etwaige Schlafplätze zu finden.

Es ist genial, zu sehen, wie sich die Landschaft von Region zu Region verändert. Während Kantabrien und das Baskenland hauptsächlich aus unzugänglicher Steilküste bestehen, kommt man in Asturien bereits ohne größere Schwierigkeiten in die Buchten. Von bewaldeter zu mit Gras bewachsener Steilküste verändert sich die Landschaft, und auch die Bebauung unterliegt einem Wandel. Man sieht definitiv, dass es der Region, besser gesagt den Regionen hier oben, an Geld mangelt, denn ein Großteil der Bevölkerung und Bebauung wirkt sehr verarmt und heruntergekommen.

Wirklich verwundern tut das allerdings nicht, denn der einzige Wirtschaftsfaktor ist eine in die Jahre gekommene Industrie. Mit Tourismus ist hier auch nicht mehr viel, je weiter man sich nach Westen bewegt, desto leerer wird es. Einzig ein paar Pilger sieht man ab und zu, die den Jakobsweg gehen. Wie erwartet ist die Übernachtungssituation sehr entspannt, in insgesamt sieben Nächten hatten wir kein einziges Mal Schwierigkeiten. Und das bei derart genialen Stellplätzen! Auf Klippen mit direktem Meer-/Panoramablick, in Pinienwäldern auf der Düne, ebenfalls mit Meerblick, und auf normalen Strandparkplätzen, eine Minute Gehzeit vom Wasser entfernt! Was will man mehr? Das einzige Problem ist momentan nur die Kohle... Brettreperaturen sowie unerwartete, erzwungene Investitionen und dergleichen mehr lassen das Geld doch recht knapp werden!

Ich hoffe nur, dass ich die letzten Kilometer runter bis Vigo (momentan sind wir in La Coruña) noch über die Runden komme und die nächste Woche noch Geld für Essen habe. Ansonsten wäre ich gezwungen, frühzeitig zurück nach Frankreich zu fahren. Zwar muss ich dort für Stellplätze Geld bezahlen, doch ist dort die Verpflegungssituation um einiges leichter. Und komfortabler – bekocht werden ist doch eine feine Sache.

Autor: Johannes  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  03.09.2012
Autor: Johannes
Rubrik: auszeit nach dem abi
03.09.2012