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Was tun nach dem Abi?

Tage, die man streichen muss

Es gibt einfach Tage, da denkt man sich: „Wäre ich doch im Bett geblieben!“ Der letzte Mittwoch war so ein Tag. An sich sah alles sehr ansprechend aus, die Wellen waren super, genau wie das Wetter sowie die Stimmung im Team. Doch das war es dann auch an positiven Dingen; der Unglückstag nahm seinen Lauf: Zuerst riss eine Naht meines Neoprenanzuges, was an und für sich kein Drama ist, nur eben ärgerlich, weil schwer zu reparieren und teuer! Nichtsdestotrotz bin ich ins Wasser gesprungen, denn die Wellen sahen einfach zu verlockend aus. Lange konnte ich allerdings nicht bleiben, da mein Körper aus mir unerklärlichen Gründen beschloss, in sechs verschiedenen Muskelgruppen gleichzeitig zu krampfen. Das war wirklich eine extrem unbequeme Erfahrung, zumal ich mich ja gleichzeitig noch irgendwie über Wasser halten musste! Ich bin dann raus aus dem Wasser, habe etwas gegessen und Magnesiumtabletten geschluckt. Ungefähr zwei Stunden später habe ich mich dann wieder ins Wasser getraut, trotz ziemlich verhärteter Muskeln. Hätte ich wohl lieber nicht machen sollen, denn nach nur zwei Wellen hat es mich auf der dritten ziemlich zerbröselt, ein paar mal ums Brett gewickelt und gut durchgespült. Die Schulter tat danach ziemlich weh, was mich dummerweise nicht daran gehindert hat, im Wasser zu bleiben. Dann habe ich zufällig einen Riss in meinem Surfboard gemerkt, der definitiv Wasser aufgesogen hat. Ich bin also so schnell wie möglich an Land, um den Schaden zu begutachten, wodurch meine Laune noch weiter absank. Die Reparatur wird wohl nicht allzu schwierig, jedoch zeitaufwendig und vermutlich etwas teurer und war im Budget nicht eingeplant. Glücklicherweise gibt es in einem Surfcamp genug nette Kollegen, die einem ihre Zweit-Bretter leihen.

Mit den bisherigen Ereignissen war es aber leider noch nicht erledigt; abends bin ich dann nämlich noch an einem Schlagloch im Asphalt der Campingplatz-Straße hängen geblieben und habe mir ein richtig großes Stück Fleisch aus dem großen Zeh gerissen. Wie gesagt, Tage wie diese muss man einfach so schnell wie möglich vergessen!

Autor: Johannes  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  14.08.2012
Autor: Johannes
Rubrik: auszeit nach dem abi
14.08.2012

Was tun nach dem Abi?

Back to school

Die zweite Kurswoche stand an und schnell war klar, dass ich in das Team kommen würde, welches einer Schulklasse – als Sportkurs auf Studienfahrt – das Surfen beibringen sollte.

Schon lustig, da habe ich mich ewig darauf gefreut, die Schule Schule sein zu lassen und hier in Frankreich mein eigenes Ding zu machen, und schon habe ich wieder mit seltsamen Gruppendynamiken zu tun. Jedenfalls habe ich zu Beginn so gedacht, aber im Lauf der Woche habe ich bemerkt, wie entspannt es eigentlich war. Vollkommen überrascht davon, wie nett Schulkameraden zueinander sein können, hat mir der Kurs enorm viel Spaß gemacht! Die Stimmung, Motivation und Fitness innerhalb der Gruppe war so hoch, dass das an sich ziemlich ausgefeilte Lehrgangsmodell nach dem ersten Tag über den Haufen geworfen wurde und ein gänzlich anderes Ding lief. Das lustigste allerdings war der Lehrer, der von meinem kompletten Team erstmal als Schüler eingestuft worden war – dass er Lehrer war, stellte sich am Ende nur durch Zufall heraus. Es war also nicht nur eine Lehrerin als Begleitperson dabei! Die beiden Lehrer haben uns Teammitgliedern das Leben um einiges leichter gemacht, denn durch deren Autorität reichten meist zwei Ansagen, um die Leute zu etwas zu bringen. Im Vergleich zu Einzelbucherkursen ist das echt wenig.

Die Wellen waren für den Anfängerkurs perfekt, nicht zu groß, aber halt auch nicht zu klein. Das könnte nächste Woche anders werden, denn laut aktueller Wettervorhersage bläst es den Isländern gerade die Schafe und Hausdächer um die Ohren, was für uns hier unten in Frankreich große Wellen bedeutet.

Zum Glück kommt nächste Woche eine 26-köpfige Gruppe der Bundeswehr, was wieder eine recht entspannte Atmosphäre erahnen lässt. Denn die Bundeswehr steht hier im Camp in dem Ruf, nicht totzukriegen zu sein. Gemeint ist dabei die körperliche Fitness, welche sehr beachtlich ist und unsere Arbeit um einiges erleichtert.

Autor: Johannes  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  06.08.2012
Autor: Johannes
Rubrik: auszeit nach dem abi
06.08.2012

Was tun nach dem Abi?

Ocean on Fire

Die Ankunft in Südwestfrankreich, genauer gesagt in der Gemeinde Lit et Mixe nahe Dax, bedeutete automatisch die Heimkehr zu meiner zweiten Familie. Ich habe ja schon in den vergangenen zwei Jahren im Surfcamp gearbeitet und die Leute dort sind mir sehr ans Herz gewachsen!

Die ersten zwei Tage war ich noch von der Arbeit befreit, Dienstbeginn war also erst der Samstag. Neben dem geregelten Kursbetrieb, in dem ich meine Aufgabe als „B-Lizenzler“ zu erfüllen habe, fallen auch Tätigkeiten an, die das Zusammenleben des Teams möglichst angenehm gestalten beziehungsweise einfach nur den normalen Alltag im Camp am Laufen halten sollen. Insgesamt klingt das allerdings nach mehr als es letztlich wirklich ist, denn sechs Stunden Arbeit am Tag für freie Kost und Logis inklusive eines großzügigen Taschengelds sind wirklich zu verkraften.

Neben der Begrüßung meiner Kollegen gehört natürlich auch die erste Besteigung der Düne zum Ankunftsritual (eigentlich ist das ein Ritual, welches mehrmals täglich durchgeführt wird). Wunderschön stürmisch war die See, wobei wunderschön nur aus ästhetischer Sicht zutrifft. Schließlich freuen wir Surfer uns eigentlich eher über ein geordnetes Meer, in dem die Wellen möglichst als Linien gen Strand rollen. Doch das war mir in dem Moment gleichgültig, denn ein ungeordnetes Meer, mit drei bis vier Meter großen Brechern, ist mir allemal lieber als die dreckigen Straßen einer Großstadt!

Ich bin dann auch direkt ins Wasser gesprungen und kam mir dabei sehr einsam vor, denn für gewöhnlich sind wesentlich mehr Surfer im Meer. Egal, ich kostete die ersten Stunden voll aus und kam sehr zufrieden wieder an Land.

Der nächste Tag sollte wellentechnisch noch größer werden, sodass wirklich niemand mehr ins Wasser wollte. Vier Meter hohe Wellen sind definitiv riesig!

Autor: Johannes  |  Rubrik: orientieren  |  30.07.2012
Autor: Johannes
Rubrik: orientieren
30.07.2012