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Was tun nach dem Abi?

Ocean on Fire

Die Ankunft in Südwestfrankreich, genauer gesagt in der Gemeinde Lit et Mixe nahe Dax, bedeutete automatisch die Heimkehr zu meiner zweiten Familie. Ich habe ja schon in den vergangenen zwei Jahren im Surfcamp gearbeitet und die Leute dort sind mir sehr ans Herz gewachsen!

Die ersten zwei Tage war ich noch von der Arbeit befreit, Dienstbeginn war also erst der Samstag. Neben dem geregelten Kursbetrieb, in dem ich meine Aufgabe als „B-Lizenzler“ zu erfüllen habe, fallen auch Tätigkeiten an, die das Zusammenleben des Teams möglichst angenehm gestalten beziehungsweise einfach nur den normalen Alltag im Camp am Laufen halten sollen. Insgesamt klingt das allerdings nach mehr als es letztlich wirklich ist, denn sechs Stunden Arbeit am Tag für freie Kost und Logis inklusive eines großzügigen Taschengelds sind wirklich zu verkraften.

Neben der Begrüßung meiner Kollegen gehört natürlich auch die erste Besteigung der Düne zum Ankunftsritual (eigentlich ist das ein Ritual, welches mehrmals täglich durchgeführt wird). Wunderschön stürmisch war die See, wobei wunderschön nur aus ästhetischer Sicht zutrifft. Schließlich freuen wir Surfer uns eigentlich eher über ein geordnetes Meer, in dem die Wellen möglichst als Linien gen Strand rollen. Doch das war mir in dem Moment gleichgültig, denn ein ungeordnetes Meer, mit drei bis vier Meter großen Brechern, ist mir allemal lieber als die dreckigen Straßen einer Großstadt!

Ich bin dann auch direkt ins Wasser gesprungen und kam mir dabei sehr einsam vor, denn für gewöhnlich sind wesentlich mehr Surfer im Meer. Egal, ich kostete die ersten Stunden voll aus und kam sehr zufrieden wieder an Land.

Der nächste Tag sollte wellentechnisch noch größer werden, sodass wirklich niemand mehr ins Wasser wollte. Vier Meter hohe Wellen sind definitiv riesig!

Autor: Johannes  |  Rubrik: orientieren  |  30.07.2012
Autor: Johannes
Rubrik: orientieren
30.07.2012

Was tun nach dem Abi?

Vom richtigen Weg

Letzte Woche war ich mit meinen Kommilitonen zu Gast bei einem deutschen Versicherungsunternehmen. Allerdings waren wir, genauer gesagt, mehr als nur Gäste: Wir waren Referenten und stellten unsere Marketing-Konzeption vor, die wir anlässlich einer vom Unternehmen gestellten Projektarbeit erstellt hatten. Die einzigen Vorgaben waren erste grobe Ideen zum Produkt sowie zur Zielgruppe. Von der Marktanalyse bis hin zur Online-Kommunikation war alles „up to us“. Meine Gruppe und ich arbeiteten an einem Konzept für die Offline-Kommunikation, sprich: Wir überlegten uns, wie, wo, wann, warum und für wen wir jegliche Formen von Werbemaßnahmen schalten wollten, die eben nicht online sind. Wir legten uns auf verschiedene Instrumente fest: Klassische Medien (Radio, Print und TV), Messemarketing, Guerilla-Marketing und Promotion, Sponsoring sowie Verkaufsförderung (Gutscheine etc.).

Konkret gesagt: Wir wurden innerhalb unseres ökonomischen Rahmens (schließlich durfte ein gewisses Budget nicht überschritten werden) sehr kreativ. Für die Radiowerbung entwickelten wir einen Spot, und zwar hatte ich die Idee, die Story auf einem Wintergedicht basieren zu lassen. Und überhaupt – dieses Projekt war einfach perfekt dafür geschaffen, meinen Ideenreichtum und ebenso meine Kreativität unter Beweis zu stellen. So zeichnete ich auch eine Skizze für die Plakatwerbung und gab den Anstoß für unseren Kinowerbespot. Alles, was wir in unserer Gruppe wollten, war, die Botschaft des Produktes sicher und aufmerksamkeitsstark unter die Menschen zu bringen. Dafür steckten wir unser ganzes Herzblut in das Konzept und kamen auf teilweise ganz abgefahrene, ungewöhnliche Ideen.

Schließlich kam der Tag der Tage: Präsentationstag. Hatten wir den Punkt unseres Auftraggebers getroffen? War es wirklich das, was er erwartete? Würden ihn unsere Ideen ansprechen oder gar abschrecken? Das erfahrt ihr nächstes Mal…

Autor: Jacqueline  |  Rubrik: studium  |  01.02.2012
Autor: Jacqueline
Rubrik: studium
01.02.2012

Was tun nach dem Abi?

Kuba- Land der Widersprüche

Nach Ewigkeiten lasse ich mal wieder was von mir hoehren. Warum ich so lange nicht geschrieben habe? Ich war drei Wochen in Kuba und dort gibt es kaum Internetcafes. Wenn man dann doch eines findet, kostet die Stunde ein Vermögen, so um die zehn Dollar.

Ich habe bei Freunden gewohnt. Dies hatte den kleinen Nachteil, dass ich im Stadtteil Cerro/Santa Catalina zu Hause war, der im Reiseführer als der „einzige touristisch nicht interessante” Teil Havannas beschrieben wird und ein bisschen weiter vom Zentrum entfernt ist. Es gibt dort nur Plattenbauten, die anfangen zu verfallen. Der riesige Vorteil war aber, ein bisschen tiefer in das kubanische Leben mit all seinen Widersprüchen einzutauchen. Ich möchte ein bisschen von den Lebensumständen der Familie schreiben, bei der ich netterweise wohnen durfte:

Die Frau ist Ingeneurin, leitet eine Abteilung für medizinische Artikel für ganz Kuba und verdient im Monat umgerechnet 20 Dollar. Ihr Mann ist Sicherheitsmann und verdient ungefähr 30 Dollar. Ein Taxifahrer, der privat arbeitet, kann bis zu 500 Dollar im Monat verdienen. Zu erklären ist das ganze nur mit den zwei Währungen, die in Kuba existieren, und mit der Tatsache, dass der Staat recht schlecht zahlt, weil er kein Geld hat und man mit einem eigenen Geschäft oder im Tourismussektor deutlich mehr verdienen kann.

Außerdem ist es erstaunlich, dass die Familie einen neuen, schicken BMW hat, den die Frau als Prämie bekommen hat. Leider funktioniere der Bordcomputer nicht und in Kuba gibt es das entsprechende Ersatzteil nicht. Schon komisch, dass jemand einen BMW hat und gleichzeitig richtig gut durchplanen muss, was er wann isst, damit am Ende des Monats niemand Hunger hat. Die Auswahl an Lebensmitteln in den Supermärkten ist wirklich überschaubar. Dafür ist das Schulsystem das Beste in ganz Amerika. Alle Leute, die ich kennengelernt habe, hatten studiert! Etwas, das in Mexiko unvorstellbar wäre. Außerdem ist die medizinische Versorgung unglaublich gut! In Kuba gibt es doppelt so viele Ärzte pro Person wie in Deutschland! Ich habe in den ersten Tagen am eigenen Leib erfahren, wie gut das Gesundheitssystem ist, weil ich mal wieder krank geworden bin. In Mexiko bin ich erst gar nicht zum Arzt gegangen und das nicht ganz zu unrecht. In Kuba war ich einen halben Tag im Krankenhaus, wo sie mich komplett durchgechekt haben. Es stellte sich heraus, dass meine Magenprobleme daher kamen, dass ich in Mexiko ein ungeeignetes Antibiotikum verschrieben bekommen hatte, als ich eine Ohrenentzündung hatte. Mit ein bisschen Perenterol ging es mir am Tag darauf schon wieder blendend. Für sämtliche Untersuchungen habe ich übrigens ungefähr zehn Euro gezahlt – fast nichts! So viel zahlte man ja in Deutschland auch Praxisgebühr. Die Kubaner zahlen dafür natürlich gar nichts. Es ist schon irre, dass die Leute hier kaum genug zu essen haben, aber so ein gut ausgebautes Gesundheits- und Bildungssystem.

Autor: Maja  |  Rubrik: orientieren  |  03.01.2012
Autor: Maja
Rubrik: orientieren
03.01.2012