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Was tun nach dem Abi?

Studieren auf Hindi

Delhi erstreckt sich auf über 100 Kilometern und dutzende Millionen Menschen leben hier. Wenn es in München im ersten Semester Maschinenbau überfüllte Hörsäle mit rund 1.000 Studierenden gibt, wie wird das dann erst hier in der Metropole des Subkontinents Indien sein?

Zusammen mit meinem Kumpel, der aus Deutschland angereist ist, und seinem ehemaligen Austauschschüler, machten wir uns auf zum Hindu College, North Campus. Einfach mal ein bisschen in den Alltag reinschnuppern. Über eine Stunde sind wir mit der Metro gefahren und dann haben wir uns noch eine Fahrrad-Rikscha geschnappt. Doch vor uns lag dann kein monumentaler Bau, sondern ein Backsteingebäude aus dem 19. Jahrhundert. Von großen Hörsälen keine Spur.

Der Vorlesungssaal war nicht größer als ein Klassenzimmer, in dem sich circa 40 Studierende in die engen Holzbänke drängten. Economics stand auf dem Plan, die Nachkriegszeit, die Unabhängigkeit Indiens und die Entwicklung des Wirtschaftssystems. In „Hinglisch“ konnte man da nur schwer folgen und der Professor schien auch etwas durcheinander zu sein. Über der Tafel nisteten zwei Tauben, die die Stunde mit ihrem geschäftigen Treiben interessanter gestalteten. Die Hälfte der Studierenden hat geschlafen, die andere Hälfte schrieb fleißig mit. Der Grund: Es kommt auf die Anwesenheit an, denn die wird kontrolliert und mit Punkten belohnt. „I know all the stuff or I'm gonna study it at home. That's how it works here", meinte Kunjal, um seine eigene Ruhepause während der Stunde zu entschuldigen. In den technischen Universitäten sähe das aber auch noch mal ganz anders aus. Das Hindu College lege aber absichtlich Wert auf diese kleinen Kurse, wodurch natürlich auch weniger Studenten zugelassen werden.

Autor: Manuel  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  19.08.2011
Autor: Manuel
Rubrik: auszeit nach dem abi
19.08.2011

Was tun nach dem Abi?

Home, sweet Indian home

War das wirklich der gleiche Flughafen wie vor drei Jahren? Damals noch ein dunkles, erdrückendes Gebäude, erstrahlt der Inira Ghandi Airport in neuem Glanz. Die Commonwealth Games haben nicht nur hier das Infrastrukturtempo erhöht.

Neue Autobahnen, Flyovers (Autobahnen auf mehreren Ebenen) und die Metro haben Delhis Verkehr dramatisch verwestlicht. Klar sind da noch Staus. Aber weit weniger als noch vor drei Jahren. Außerdem gibt es jetzt mehr neue Busse. Vorher fuhren die Menschen in alten, klapprigen Gefährten oder auf Fahrradrikshas, die das Vorankommen in Delhi so abenteuerlich gestaltet hatten. Und Amitoj, mein ehemaliger Austauschpartner, meinte obendrein: „See that  alles noch an Ort und Stelle. Diese Vertrautheit ist nach zwei Monaten umherreisen ganz ungewohnt. Glücklicherweise bleiben die „Welcome to India" Erlebnisse aber nicht aus: Stromausfälle, bei denen man plötzlich kein Ticket mehr buchen kann, ein verstopftes Klo und ein Gas- und Wasserinstallateur, der mit Radachsen versucht, das Problem zu lösen. This is India! Incredible India!

Autor: Manuel  |  Rubrik: orientieren  |  12.08.2011
Autor: Manuel
Rubrik: orientieren
12.08.2011

Was tun nach dem Abi?

Spionieren bei der Konkurrenz

Über der City von Kuala Lumpur thronen die Petronas Towers, das einst höchste Gebäude der Welt. Und irgendwann wird auch der Burj al Khalifa, der gerade in Dubai hochgezogen wird, diesen Titel verlieren. Unter den Towern befindet sich das KLCC Aquarium, das mit "world-class Aquarium" betitelt wird. Und ich wollte natürlich herausfinden, ob das stimmt und wie ein Aquarium aussieht, dessen Budget so viel höher liegt, als das bei meiner Arbeit in der „Green Connection“.

Zusammen mit zwei Belgiern wagte ich den Sprung ins Wasser. Und gleich hinter der ersten Ecke war die „Touch-and-Feel“-Zone mit Bambushaien, Pfeilschwanzkrebsen und Seesternen. Die Angestellte staunte natürlich nicht schlecht, als ich ihr den Job abnahm und den Besuchern die Tiere näherbrachte. Die Atmosphäre war natürlich eine ganz andere, es war unpersönlicher und alles fein rausgeputzt. Aber natürlich gibt es dort bessere Filtersysteme und dergleichen.

Schade war dann nur, dass so viele Tiere aus Südamerika und dem Rest der Welt stammten, wohingegen das Aquarium in Kota Kinabalu sich auf Sabahs Wasserkreislauf konzentrierte. Dafür gibt es hier riesengroße Aquarien und auch einen Aquawalk, einen Tunnel durch ein Becken, in dem gigantische Mantarochen und Sandhaie über die Besucher hinwegschwimmen. Zum Greifen nahe.

Das größte Erlebnis war aber wirklich, das beim Volunteering angeeignete Wissen, interessant und verständlich weitergeben zu können, auch in einem anderen Umfeld. Zur Belohnung gab es dann belgisches Bier in einem deutschen Bierhaus in Kuala Lumpur.

Autor: Manuel  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  08.08.2011
Autor: Manuel
Rubrik: auszeit nach dem abi
08.08.2011