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Was tun nach dem Abi?

On the way to a world class Zoo

So lautet das Motto des Zoo Negara. Und das heißt, es kann nur besser werden. Laut meinem Reiseführer seien die engen Käfige für Europäer vielleicht etwas erschreckend und im Vergleich zum Zoo in Singapur wäre vor allem ein Blick hinter die Kulissen zu empfehlen.

Nach einem Anruf sind die Bedingungen eigentlich schon geklärt. Einfach anrufen und am nächsten Tag morgens um acht Uhr erscheinen, mit ausgefülltem Formular das die Zoological Society von Malaysia von allen Klagen freispricht und los geht’s. Nagut, es muss erst noch eine Abteilung gefunden werden, in der ich mich mit Englisch auch zurechtfinden kann. Und da gerade bei den Bären Trainees von verschiedenen Universitäten sind, sei ich da wohl am besten aufgehoben.

Also, ab in die Gummistiefel und erst einmal die Gehege von Fäkalien und Unrat befreien, bevor die Bären herausgelassen werden. Das Gleiche dann auch noch mit den Käfigen. Anschließend musste ich noch alles schrubben. Pausen kommen dabei nicht zu kurz und die Arbeitseinstellung ist gemütlich. Klar, bei so vielen Praktikanten. Die Tapire wollen auch noch gefüttert werden und um die Geburt eines kleinen Bornean Sunbears vorzubereiten, kleideten wir einen Käfig mit Kaffeesäcken aus, damit die Mutter ungestört entbinden kann. Für das Java Wild musste dann noch ein Schlammbad angelegt werden, für das wir nur die rote Erde herbeischaffen mussten, denn in Kuala Lumpur regnet es sowieso fast jeden Abend. So auch als ich völlig verdreckt, aber mit neuen Bekannten und zufrieden nach fünf aus dem Zoo ging. Nur mehr Platz für die Tiere, das ließ ich am Ende doch noch verlauten, wäre wirklich mal angesagt. Jetzt aber ab nach Borneo.

Autor: Manuel  |  Rubrik: orientieren  |  05.07.2011
Autor: Manuel
Rubrik: orientieren
05.07.2011

Was tun nach dem Abi?

Geld verändert sich im Regen

Mein Tipp für längere Flüge: Am Tag vorher wenig schlafen. Man kann dann die Zeit während des Fluges zum Schlafen nutzen. Oder via Entertainmentsystem Bahasha Malay lernen.

Hier in Kuala Lumpur angekommen, hieß es deshalb für mich gleich die Stadt zu erkunden. Davor allerdings checkte ich nochmal meine Optionen bezüglich Volunteering. Und langsam werden das irgendwie immer mehr. Noch ein Schildkrötenprojekt auf Pulau Tionman und eines 60 Kilometer außerhalb von Kula Lumpur. Dann im Zoo arbeiten, beim Biolandbau helfen oder doch zu den Fischen ins Wasser steigen.

Heute ist Feiertag, deswegen haben alle Büros geschlossen und alle pilgern zu Sehenswürdigkeiten und Freizeitmöglichkeiten. Mich zog es ins FRIM (Forest Research Institut of Malaysia), wo ich mir Informationen bezüglich Natur und Naturschutz erhoffte. Leider waren alle Museen und Büros auch hier geschlossen, sodass mir nur das Trekking durch das Dschungelareal blieb. Wobei ich aber schnell auf Gleichgesinnte traf und mich später noch drei Guides anschloss. Affen, Vögel, Schmetterlinge, ein Water Lizard (eine Art Leguan) und vieles mehr. Es hat sich also gelohnt sich in das Abenteuer zu stürzen. Und für ca. 70 Cent bekommt man hier in der Stadt kein vollständigeres Mittagessen mit Getränk.

Morgen heißt es dann wieder telefonieren, auf Stühlen sitzen und organisieren. Schön, dass es hier auch erfrischende Regenfälle gibt. Und mit dem Regenfall scheint auch die Währung nach oben zu gehen. Denn ein Euro war plötzlich nur noch 4,2 MR wert, obwohl ich letzte Woche noch 4,5 bekam. Also lieber nochmal sparen und morgen dann vielleicht nochmal 0,1 mehr kriegen. Wäre bei höheren Beträgen ja ein gutes Mittagessen!

Autor: Manuel  |  Rubrik: arbeitsmarkt  |  28.06.2011
Autor: Manuel
Rubrik: arbeitsmarkt
28.06.2011

Was tun nach dem Abi?

Geprügelt und untergebracht

Am letzten Tag vor der Abreise und dem Sturz ins Abenteuer, gibt es immer noch keine genaueren Informationen. Dafür bin ich in Sachen Selbstverteidigung jetzt besser gewappnet. Ich meine nicht mein Minischweizermesser, die Malariatabletten oder das Moskitozelt, das noch auf den letzten Drücker ins Haus geflattert ist, sondern Ju-Jutsu. Am Tag vor meiner Abreise habe ich meine Orangegürtelprüfung abgelegt, zum 4. Kyu (Orangegurt). Glücklicherweise habe ich mir bis auf ein paar Kratzer und blaue Flecken auch keine schlimmere Verletzung zugezogen.

Ebenfalls auf den letzten Drücker konnte ich mein „accomodation offer“ wahrnehmen und schon mal meine Miete für das nächste Jahr begleichen. Denn ansonsten hätte ich jetzt noch ein UK-Bankkonto herzaubern müssen. Da war die Kreditkarte die einzige Möglichkeit, vor Ablauf der Frist von sieben Tagen, den Vertrag zu besiegeln. Natürlich aber nicht, ohne das Kleingedruckte zu lesen: Auf Tiere, einen eigenen Wasserkocher und gegebenenfalls Hausparties muss ich laut Vertrag verzichten. Und ein bisschen Heimat darf auch mit: Bettwäsche muss man selbst mitbringen. In den nächsten drei Monaten werde ich mich danach wohl sehnen: Ein kuscheliges, gemütlich weiches, großes Bett.

Autor: Manuel  |  Rubrik: orientieren  |  24.06.2011
Autor: Manuel
Rubrik: orientieren
24.06.2011