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Was tun nach dem Abi?

Geprügelt und untergebracht

Am letzten Tag vor der Abreise und dem Sturz ins Abenteuer, gibt es immer noch keine genaueren Informationen. Dafür bin ich in Sachen Selbstverteidigung jetzt besser gewappnet. Ich meine nicht mein Minischweizermesser, die Malariatabletten oder das Moskitozelt, das noch auf den letzten Drücker ins Haus geflattert ist, sondern Ju-Jutsu. Am Tag vor meiner Abreise habe ich meine Orangegürtelprüfung abgelegt, zum 4. Kyu (Orangegurt). Glücklicherweise habe ich mir bis auf ein paar Kratzer und blaue Flecken auch keine schlimmere Verletzung zugezogen.

Ebenfalls auf den letzten Drücker konnte ich mein „accomodation offer“ wahrnehmen und schon mal meine Miete für das nächste Jahr begleichen. Denn ansonsten hätte ich jetzt noch ein UK-Bankkonto herzaubern müssen. Da war die Kreditkarte die einzige Möglichkeit, vor Ablauf der Frist von sieben Tagen, den Vertrag zu besiegeln. Natürlich aber nicht, ohne das Kleingedruckte zu lesen: Auf Tiere, einen eigenen Wasserkocher und gegebenenfalls Hausparties muss ich laut Vertrag verzichten. Und ein bisschen Heimat darf auch mit: Bettwäsche muss man selbst mitbringen. In den nächsten drei Monaten werde ich mich danach wohl sehnen: Ein kuscheliges, gemütlich weiches, großes Bett.

Autor: Manuel  |  Rubrik: orientieren  |  24.06.2011
Autor: Manuel
Rubrik: orientieren
24.06.2011

Was tun nach dem Abi?

Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung

Auf dem Segelschiff wäre es heiß gewesen. Shorts und T-Shirt mehr hätte man da nicht gebraucht. Mit Moskitos hat man auf freier See auch kaum zu kämpfen. Da ich jetzt aber wahrscheinlich nur kleinere Projekte in Aussicht habe und dafür vielleicht das Reisen größer ausfällt, sollte ich auch vorbereitet sein.

Also schnell noch ein Moskitozelt gekauft, denn im Dschungel und am Meer wird man sonst selbst zum Abendessen. Natürlich muss ich da hoffen, dass der trockene Monsun auch wirklich trocken bleibt. Aber dank Klimawandel, das sagen die meisten Bücher, kann man sich auch hier nicht mehr aufs Wetter verlassen.

Auf alles vorbereitet sein lautet deswegen die Devise. Regenjacke und Regencape, genauso wie langärmlige Klamotten, auch wenn man schwitzt wie blöde. Und natürlich die Landessprache noch besser beherrschen: Bahasa Malay. Denn dann muss ich nicht immer im Hostel wohnen, sondern man könnte bei einem „Homestay“ Land und Leute intensiver kennenlernen. Denn WOOFen gibt es in Malaysia leider nicht. Aber auf den Philippinen. Und da gibt es auch kein schlechtes Wetter – nur komplizierte Fährverbindungen.

Autor: Manuel  |  Rubrik: orientieren  |  20.06.2011
Autor: Manuel
Rubrik: orientieren
20.06.2011

Was tun nach dem Abi?

Ziel erreicht - oder doch nicht?

Es ist Freitagmorgen, heute ist der Tag der Wahrheit, schaffe ich meinen Traumschnitt von 2,5 oder wenigstens etwas in der Nähe davon?

Vormittags muss ich erst mal meine Schulbücher zurückgeben. Schon komisch zu wissen, dass man nie mehr Schulbücher bekommen und auch die Schule ab jetzt wahrscheinlich sehr selten bis gar nicht mehr betreten wird.

Um 14 Uhr ist es dann soweit und es gibt die verschiedensten Reaktionen, wenn die Leute aus den Räumen der Notenbekanntgabe kommen. Es gibt Leute mit Freudentränen über einen unerwartet guten Schnitt und Leute, die rauskommen und schreien, sie hätten es zum Glück geschafft. Leider gibt es aber auch Leute, die über ihr schlechtes Abschneiden traurig sind oder direkt zum Oberstufenkoordinator gehen, um sich verpflichtend zur Nachprüfung anzumelden.

Dann bin ich endlich an der Reihe und habe meine 2,5 geschafft, ich bin echt megaglücklich. Dann wird mir aber gesagt, dass mir nur zwei Punkte (!!!) zum besseren Schnitt fehlen. Jetzt überlege ich also, ob ich in Deutsch zur Nachprüfung gehe, da ich mit meinen acht Punkten sowieso etwas unzufrieden bin. Aber naja, danach fahren wir erstmal alle, wie es in unserer Kleinstadt Tradition ist, hupend mit unseren Autos durch die Stadt und verstopfen die Kreisel, obwohl einer davon direkt neben der Polizei ist, die aber diese Tradition akzeptiert. Einige LKW-Fahrer sind besonders nett und hupen sogar mit! Abends gehen wir dann alle noch feiern und der Tag ist perfekt!

Autor: Fanny  |  Rubrik: orientieren  |  17.06.2011
Autor: Fanny
Rubrik: orientieren
17.06.2011