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Was tun nach dem Abi?

Ziel erreicht - oder doch nicht?

Es ist Freitagmorgen, heute ist der Tag der Wahrheit, schaffe ich meinen Traumschnitt von 2,5 oder wenigstens etwas in der Nähe davon?

Vormittags muss ich erst mal meine Schulbücher zurückgeben. Schon komisch zu wissen, dass man nie mehr Schulbücher bekommen und auch die Schule ab jetzt wahrscheinlich sehr selten bis gar nicht mehr betreten wird.

Um 14 Uhr ist es dann soweit und es gibt die verschiedensten Reaktionen, wenn die Leute aus den Räumen der Notenbekanntgabe kommen. Es gibt Leute mit Freudentränen über einen unerwartet guten Schnitt und Leute, die rauskommen und schreien, sie hätten es zum Glück geschafft. Leider gibt es aber auch Leute, die über ihr schlechtes Abschneiden traurig sind oder direkt zum Oberstufenkoordinator gehen, um sich verpflichtend zur Nachprüfung anzumelden.

Dann bin ich endlich an der Reihe und habe meine 2,5 geschafft, ich bin echt megaglücklich. Dann wird mir aber gesagt, dass mir nur zwei Punkte (!!!) zum besseren Schnitt fehlen. Jetzt überlege ich also, ob ich in Deutsch zur Nachprüfung gehe, da ich mit meinen acht Punkten sowieso etwas unzufrieden bin. Aber naja, danach fahren wir erstmal alle, wie es in unserer Kleinstadt Tradition ist, hupend mit unseren Autos durch die Stadt und verstopfen die Kreisel, obwohl einer davon direkt neben der Polizei ist, die aber diese Tradition akzeptiert. Einige LKW-Fahrer sind besonders nett und hupen sogar mit! Abends gehen wir dann alle noch feiern und der Tag ist perfekt!

Autor: Fanny  |  Rubrik: orientieren  |  17.06.2011
Autor: Fanny
Rubrik: orientieren
17.06.2011

Was tun nach dem Abi?

Reisefieber und ein fehlender Plan B

Da war nun langsam mein Reisefieber bis auf 42 Grad geklettert und alle Vorbereitungen im Gange, als die Nachricht ins Haus flatterte: „Das Borneo Projekt wird nicht stattfinden“. Aus technischen Gründen, beziehungsweise wegen. Problemen mit dem Schiff fällt die Mission flach. Mein Flug stand aber immer noch auf dem Plan und konnte nicht mehr umgebucht werden.

Ich bekam aber die Möglichkeit nach L.A zu fliegen, um dort auf die Pangaea zu gehen und sie bis nach Vancouver hochzuschippern. Nur, nochmal tausend Euro für einen angehängten Flug waren in meinem Budget nicht enthalten. Und außerdem ging da dann auch der Umweltcharakter verloren. Auch wenn Wissenschaftler behaupten, dass die Reflektionen der Kondensstreifen weitere Wärme aus unserer Atmosphäre fernhalten.

Ich wollte aber dennoch in die Ferne, nur jetzt alleine und ohne Volunteering? So war das nicht geplant. Also hieß es, fleißig E-Mails schreiben an Organisationen, Centers und Parks. Bis jetzt nur eine kleine Rückmeldung aus Kuala Lumpur. Aber immerhin ein Anfang. Ich werde einfach zum WWF gehen und fragen, für was sie einen zukünftigen „Ecological Science“-Studenten denn brauchen könnten. Weil ohne besonderen Einsatz kann man wohl nicht überzeugen, um für so kurze Zeit eingesetzt zu werden.

Autor: Manuel  |  Rubrik: orientieren  |  15.06.2011
Autor: Manuel
Rubrik: orientieren
15.06.2011

Was tun nach dem Abi?

Das Visumsdilemma

Der frühe Vogel fängt den Wurm, wieso also auch nicht das Visum? Schließlich begleitete ich Maks schon um acht Uhr morgens zum Hauptbahnhof. Die Agentur, die die Visums-Anträge bearbeitet, macht erst um 9.30 Uhr auf, also war ich guter Dinge.

Bis ich allerdings ein Inernetcafe bzw. einen Copyshop gefunden hatte verging nochmal eine Stunde. Um mir ein Tagesticket zu sparen, dachte ich, laufe ich um die Ecke vom Odeonsplatz. Ich hatte die Kopien meiner vorherigen Visa und meines Reisepasses, den Reisepass selbst und Passfotos dabei. Als ich dann das Visumsformular in der Hand hielt, fiel mir wieder ein, was ich ganz vergesse hatte: Eine Adresse für den Notfall in Indien. Klar hatte ich meinen Austauschschüler schon, aber keine Adresse von ihm dabei. Also rief ich sofort meinen Bruder an, doch selbst nach halbstündigem Suchen, fand er die Info nicht. Also zurück ins Internetcafe, in den Mails gesucht und Adresse gefunden. Tagesticket gekauft, zum Application Center gefahren und Visum ausgefüllt. Bei meinem zweiten Besuch hier war es nun schon 11.30 Uhr. Und das war das Maleur. Der Antrag war vollständig, konnte aber am selben Tag nicht mehr herausgegeben werden, weil ich eine Stunde zu spät dran war. Noch eine Nacht in München kam zeitlich nicht in Frage.

Also musste ich einen Briefumschlag besorgen. Die nächste Postfiliale war zehn Minuten zu Fuß entfernt. Als ich zurück war, musste ich feststellen, dass mir noch die Frankierung fehlte. Also nochmal los. Der Briefmarkenautomat um die Ecke war defekt, also musst ich noch einmal zu der Filiale laufen. Beim vierten Besuch war's dann echt genug für mich und ich freute mich, den Heimweg mit der Bummelbahn antreten zu können. Trotz aller Aufregung und Sorgen kam der Reisepass samt Visum am Samstag ins Haus geflattert.

Autor: Manuel  |  Rubrik: orientieren  |  13.06.2011
Autor: Manuel
Rubrik: orientieren
13.06.2011