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Was tun nach dem Abi?

Das Visumsdilemma

Der frühe Vogel fängt den Wurm, wieso also auch nicht das Visum? Schließlich begleitete ich Maks schon um acht Uhr morgens zum Hauptbahnhof. Die Agentur, die die Visums-Anträge bearbeitet, macht erst um 9.30 Uhr auf, also war ich guter Dinge.

Bis ich allerdings ein Inernetcafe bzw. einen Copyshop gefunden hatte verging nochmal eine Stunde. Um mir ein Tagesticket zu sparen, dachte ich, laufe ich um die Ecke vom Odeonsplatz. Ich hatte die Kopien meiner vorherigen Visa und meines Reisepasses, den Reisepass selbst und Passfotos dabei. Als ich dann das Visumsformular in der Hand hielt, fiel mir wieder ein, was ich ganz vergesse hatte: Eine Adresse für den Notfall in Indien. Klar hatte ich meinen Austauschschüler schon, aber keine Adresse von ihm dabei. Also rief ich sofort meinen Bruder an, doch selbst nach halbstündigem Suchen, fand er die Info nicht. Also zurück ins Internetcafe, in den Mails gesucht und Adresse gefunden. Tagesticket gekauft, zum Application Center gefahren und Visum ausgefüllt. Bei meinem zweiten Besuch hier war es nun schon 11.30 Uhr. Und das war das Maleur. Der Antrag war vollständig, konnte aber am selben Tag nicht mehr herausgegeben werden, weil ich eine Stunde zu spät dran war. Noch eine Nacht in München kam zeitlich nicht in Frage.

Also musste ich einen Briefumschlag besorgen. Die nächste Postfiliale war zehn Minuten zu Fuß entfernt. Als ich zurück war, musste ich feststellen, dass mir noch die Frankierung fehlte. Also nochmal los. Der Briefmarkenautomat um die Ecke war defekt, also musst ich noch einmal zu der Filiale laufen. Beim vierten Besuch war's dann echt genug für mich und ich freute mich, den Heimweg mit der Bummelbahn antreten zu können. Trotz aller Aufregung und Sorgen kam der Reisepass samt Visum am Samstag ins Haus geflattert.

Autor: Manuel  |  Rubrik: orientieren  |  13.06.2011
Autor: Manuel
Rubrik: orientieren
13.06.2011

Was tun nach dem Abi?

Medizin, Moadla und München

Auf dem Rückweg von Kroatien, wollte ich die Gelegenheit nutzen, im Indischen Konsulat in München mein Visum zu beantragen. Glücklicherweise konnte ich für die eine Nacht bei meinem ehemaligen Austauschschüler aus Slowenien unterkommen. Über 500 Euro Miete und Zusatzkosten fallen hier um die Ecke vom Goetheplatz an. „Dafür bin ich zu Fuß gleich in der medizinischen Fakultät. Für ein Fahrrad hab ich leider keinen Stellplatz, weil die Garage gerade umgebaut wird“, meinte Maks dazu. Aber in Ljubljana wäre das natürlich günstiger gewesen. Seine allererste Wahl war allerdings Heidelberg. Doch für ein Studium dort hat es nicht ganz gereicht.

Und nun zeigte mir ein Slowene die Hauptstadt Bayerns mit all ihren Sehenswürdigkeiten. Als wir bei einem Postkartenstand hielten und eine Karte anschauten, auf der auf Bayrisch die Merkmale von „Buam“ und „Moadl“ vermerkt waren, konnte ich ihm allerdings auch etwas erklären. Wir redeten deutsch, beide fließend. Und er beherrscht dazu noch Slowenisch und Englisch. Wieso ich denn nicht auch mit Medizin anfangen will, fragte er mich da. Nun, wir hatten früher über meine Begeisterung dafür, speziell TCM (Traditionelle Chinesische Medizin) geredet, aber als ich nun sah, was vor ihm lag, war ich nicht ganz überzeugt: „Bis zum Sommer muss ich 7.000 Seiten für das Physikum lernen und die Praxisphasen habe ich auch noch,“ erklärte er mir.

Die LMU (Ludwig-Maximilians-Universität) hat allerdings einen guten Eindruck auf mich hinterlassen. Und spät abends in die ehrwürdigen Hallen des Hauptgebäudes der LMU einzutauchen, wo die Geschwister Scholl mit ihren Flugblättern den Widerstand gegen die Nazis wagten, bleibt ein eindrucksvolles Erlebnis. Genauso wie das Auditorium Maximum und die Staatsbilbiothek. Studentenfeeling kam auf. Und wurde im Hofbräuhaus, mit Maß, witzigen Gesprächen und fremden, bald bekannten Menschen fortgeführt.

Autor: Manuel  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  07.06.2011
Autor: Manuel
Rubrik: auszeit nach dem abi
07.06.2011

Was tun nach dem Abi?

Der Tauchschein

Um an dem Pangaea Borneo Project teilnehmen zu können, musste ich meinen Tauchschein noch vor der Abreise erfolgreich abgeschlossen haben. Fit bin ich dank über einem dutzend Tauchgängen in der kroatischen Adria jetzt auf jeden Fall dafür.

Das Tauchcenter in Kroatien war ein echter Volltreffer. Tauchlehrerin Barbara hatte eigentlich Informatik studiert, sprach Deutsch, Französisch, Engisch und Kroatisc. Der Zweite im Bunde – Matthias – verbringt die jeweils andere Hälfte des Jahres auf Bali als Tauchleher. Bei ihm konnte ich mich natürlich gleich bestens informieren. Beim Nachttauchen, Tieftauchen, Suchen und Bergen sowie einem Clean-up konnten wir dann unsere praktische Erfahrung ausbauen. Denn ein schlechter Taucher zerstört mehr, als das er sieht: Boden aufwirbeln, Seegurken zertreten, Korallen beschädigen oder Seesterne drücken – all das sollte man zu vermeiden wissen. Und man muss im Buddysystem sich immer Gegenseitig vertrauen können. Als ich etwa beim Unterwasserfotografieren die Zeit völlig vergaß, erinnerte mich mein Buddy rechtzeitig daran, dass mir gleich die Luft ausgehen würde. Denn in der Adria gibt es doch mehr zu sehen, als man glaubt. Und so war dieser Trip nicht nur praktisch für meine nächsten Vorhaben, sondern neben dem adriatischen Flair (Meer, Möwen, Eis und Pizza) auch einfach richtig klasse.

Autor: Manuel  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  01.06.2011
Autor: Manuel
Rubrik: auszeit nach dem abi
01.06.2011