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Was tun nach dem Abi?

Neustart

Endlich hab ich mein Praktikum in Nizza hinter mir. Vor einer Woche war mein letzter Arbeitstag, am nächsten Tag bin ich zurück nach Deutschland geflogen. Der Abschied von den Kollegen und von der Arbeit fiel mir aufgrund der schlechten Bedingungen nicht sonderlich schwer. In meiner letzten Woche musste ich auch mehrere Stunden ganz alleine arbeiten, sodass ich gar keine Pause machen konnte. Zurzeit erhole ich mich zu Hause ein wenig vor den Strapazen – ich muss aber auch an das Studium denken, das in knapp zwei Wochen anfängt. Bereits in Nizza habe ich mich für den Studiengang Übersetzung in Innsbruck online angemeldet. Nun stand noch die persönliche Einschreibung vor Ort an, wo ich Originaldokumente wie meinen Ausweis und mein Abiturzeugnis vorlegen musste. So fuhr ich rund fünf Stunden in die Alpenstadt und schaute mir neben Innsbruck auch die Lage des Studentenwohnheims an. Bei der Einschreibung musste ich rund eine Stunde warten, bis ich dran kam, aber es funktionierte alles gut. Vor Ort erhielt ich gleich meinen Studierendenausweis und bezahlte den Semesterbeitrag. Da ich am gleichen Tag nicht mehr nach Hause fahren konnte, übernachtete ich dort. In der nächsten Woche findet eine Informationsveranstaltung zum Studium mit Campusführungen und Anleitungen, wie man seinen Stundenplan zusammenstellen kann, statt. Da werde ich natürlich hingehen – schließlich bin ich leicht überfordert mit den Anmeldungen zu den verschiedenen Kursen. In der Zwischenzeit kann ich noch die Zeit bei meiner Familie zu Hause genießen. Diese habe ich schon lange nicht mehr gesehen, da ich bei meinem Praktikum in Nizza keinen freien Tag bekam und so nicht nach Deutschland fliegen konnte. Trotz allem bin ich froh, dass ich ein Jahr zwischen Abitur und Studium mit den drei Praktika in Spanien und Frankreich pausiert habe, da ich nun viel selbstbewusster geworden bin und auch meine Sprachkenntnisse verbessern konnte.

Autor: Tobias  |  Rubrik: orientieren  |  Sep 18, 2019
Autor: Tobias
Rubrik: orientieren
Sep 18, 2019

Was tun nach dem Abi?

Warum Solarenergie sinnvoll ist

Drei Arbeitstage auf dem Dach lagen hinter uns, heute stand der letzte an. Ganz ungefährlich war die Arbeit nicht, immerhin befanden wir uns sieben Meter über dem Erdboden. Aber alles ging gut.
Nachdem die letzten Module am Gerüst befestigt waren, mussten wir sie abschließend noch miteinander vernetzen und mit dem Wechselrichter verbinden. Dieser wandelte den von den Modulen produzierten Gleichstrom in Wechselstrom um, damit er ins Stromnetz eingespeist werden konnte. Insgesamt musste der Hausbesitzer um die 10.000 Euro blechen. Gleichzeitig schloss er einen Vertrag mit dem Staat über 20 Jahre, in dem sich dieser dazu verpflichtete, den überschüssigen Strom zu kaufen, den die Anlage ins Netz einspeiste. Für den eigenen Haushalt wurde der Großteil der produzierten Elektrizität nämlich gar nicht benötigt. Der Preis, den der Staat für den Strom zahlte, lag 50 Prozent über dem Marktpreis. Damit wurden Privatleute motiviert, in die Solarenergie zu investieren. Nach fünf Jahren hatte sich die Anlage somit amortisiert, danach winkte ein angenehmer Geldregen von umgerechnet 2.000 Euro pro Jahr.
Je mehr ich mich mit der Sonnenenergie auseinandersetzte, desto sinnvoller fand ich die Investition. Solarenergie war umweltfreundlich, selbstständig, leise, ungefährlich und wetterunabhängiger, als man dachte (auch durch Wolken hindurch empfing die Anlage schwache Sonnenstrahlen). Außerdem nahmen die Module wenig Platz weg, besaßen eine lange Lebensdauer und mussten selten gewartet werden. Weltweit war China bereits der größte Solarproduzent, dennoch wurden 70 Prozent des Landes mit Kohlestrom versorgt, der das Klima stark belastet. Die Entwicklung ging immerhin in die richtige Richtung.
Am Abend machten wir uns auf die Rückreise. Dabei stellte ich mal wieder fest, wie gewöhnungsbedürftig die Fahrweise der Chinesen ist. Die Autofahrer sind unaufmerksam und achten auf keinerlei Verkehrsregeln. Übrigens sind überall Überwachungskameras angebracht. Man merkt, dass man ständig überwacht wird.

Autor: Max  |  Rubrik: orientieren  |  Sep 11, 2019
Autor: Max
Rubrik: orientieren
Sep 11, 2019

Was tun nach dem Abi?

Auf dem Bau

Abwechslung bekam ich, als ich Nick und drei weitere Techniker bei einer Installation von Solarmodulen begleitete. Am frühen Morgen brachen wir mit dem Auto auf und fuhren aus der Stadt raus aufs Land. Überall waren kleine Häuser, Behälter voll mit Maiskolben, Hühnerställe und Weizenfelder zu sehen. Hier gab es nichts als Landwirtschaft.
Die nötigen Materialien für die Installation waren bereits von einem LKW angeliefert worden. Daher konnten wir direkt mit dem Aufbau starten. Das „Fundament“ auf dem Dach bildete ein Metallgerüst, auf dem die Solarmodule später im optimalen Winkel Richtung Süden aufliegen würden. Wir transportierten große Zementwürfel und meterweise mit Löchern versehene Stahlstangen auf das Dach. Zum Glück war an der Hauswand ein kleiner Aufzug angebracht, der uns das Leben sehr erleichterte. Die Zementwürfel reihten wir in regelmäßigen Abständen auf dem Dach auf. Die ganze Ausrichtung dauerte relativ lange, sodass wir erst am Mittag fertig waren.
Nach der Mittagspause montierten wir die Stahlstangen so, dass eine diagonale, nach der Südseite ausgerichtete Ebene entstand, die als Auflage für die Module diente. Ein Hindernis bei dem Aufbau war das Dach, denn so wirklich flach war es nicht. Durch die leichte Wölbung mussten wir das bestehende Gerüst immer wieder zurechtbiegen, damit die Schrauben passten. Kurz nach Sonnenuntergang war unser Arbeitstag beendet.
Im nächsten größeren Dorf bezogen wir das einzige Hotel und gingen in ein Gasthaus. Ich brachte den Kollegen „prost“ bei und lernte im Gegenzug „ganbei“, das chinesische Äquivalent. Dann servierte eine Kellnerin jede Menge Essen, vor allem Fleisch. In China gab es jeden Abend vegetarisches Dal Bhat. Hier war die Abwechslung deutlich größer, dafür aber sehr fleischlastig. Für Vegetarier ist China kein gutes Pflaster.
Während des Essens wurde ganz ungehemmt geschmatzt, gerülpst und gefurzt. Viele Männer krempelten ihr T-Shirt hoch oder zogen es direkt aus. Tischmanieren gab es nicht. Ich fand das irritierend und gewöhnungsbedürftig, hatte aber kein großes Problem damit, weil es zumindest nicht unhygienisch war. Am Ende des Abends hatte ich so viel gegessen, dass ich mich schon sehr auf mein Bett freute.

Autor: Max  |  Rubrik: orientieren  |  Sep 2, 2019