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Zukunft Ingenieurin?

Germany, 12 points (Teil 2)

Den Vormittag nach meiner Prüfung verbrachte ich ganz entspannt in der Sonne. Um 13.30 Uhr galt es, sich dann langsam wieder aufzurappeln, um auch ja pünktlich zur Notenbekanntgabe in der Schule anzukommen. Da ich mit meiner Leistung zufrieden war, fühlte ich mich nach wie vor nicht allzu nervös. Der einzige Wermutstropfen war, dass ich eine einzige blöde Frage falsch beantwortet hatte und dies mir mit Sicherheit meine 14 Punkte und damit meine Durchschnittsverbesserung gekostet hatte.

„Aber was soll's! Hauptsache es ist vorbei!", war das Einzige, was ich dachte, als ich mich nun endlich zusammen mit meinem ganzen Jahrgang zur Notenbekanntgabe ins Lehrerzimmer drängelte. Und nun begann ein letztes Mal das lange Warten, während allen meinen Mitschülern ihre Noten bekannt gegeben und ihr Studienbuch ausgeteilt wurde. Aber endlich, endlich wurde dann auch mein Name aufgerufen und ich sollte meine Note erhalten.

Aber wieso sah mich unser Schulleiter nur an und warum erfuhr ich meine Note nicht. Erneutes Warten. Hatte ich irgendetwas falsch gemacht?! Aber das konnte einfach nicht sein ... „Janine hat heute in der Erdkundeprüfung 15 Punkte erreicht!", hörte ich meinen Schulleiter auf einmal laut zu meinen Mitschülern und dem anwesenden Lehrerkollegium sagen. „15 Punkte?! Wow, er kann nicht mich meinen! Er kann einfach nicht mich meinen!" Aber da gab's keinen Zweifel: Schwarz auf weiß stand dieses Ergebnis in meinem Studienbuch.

Strahlend wie ein gigantischer Glückpilz setzte ich mich wieder auf meinen Platz, um gleich die nächste gute Nachricht zu erfahren, die den Tag einfach perfekt machte: Seit 18 Jahren sind wir der erste Abijahrgang an unserer Schule, der komplett bestanden hat und das mit der besten Durchschnittsnote, die es jemals an unserer Schule gab. Beachtlich, wenn man bedenkt, dass unser Schule am 19. Juli 1566 gegründet wurde, wenngleich es damals wohl noch keine Abinoten gab ;-)

Autor: Janine  |  Rubrik: orientieren  |  01.07.2009
Autor: Janine
Rubrik: orientieren
01.07.2009

Zukunft Ingenieurin?

Germany, 12 points (Teil 1)

Ungefähr wie bei der Punktevergabe beim Eurovision Song Contest fühlte ich mich Dienstagvormittag nach meiner mündlichen Abiturprüfung. Aber fangen wir lieber ganz von vorne an: Dienstagvormittag, überpünktlich um 7.45 Uhr (eigentlich musste ich erst um 8.15 Uhr da sein), betrat ich den Warteraum für die Abiturprüfungen. In den Mienen meiner bereits anwesenden Mitschüler konnte ich die Anspannung förmlich ablesen. Die wenigsten wirkten ruhig und gelassen.

Und wie ging es mir? Eigentlich verdammt gut. Von der Nervosität, die ich vor meinen schriftlichen Abiturprüfungen so deutlich gespürt hatte, merkte ich nichts - vielleicht auch durch die Gewissheit, dass ich (fast) alles gelernt und ich mein Abitur sowieso schon bestanden hatte.

Und dann ging's auch schon zur Themenbekanntgabe und in den Vorbereitungsraum. 30 Minuten können ziemlich knapp sein, wenn man insgesamt vier Aufgaben bearbeiten muss und so begann ich, wirklich nur das Nötigste aufzuschreiben für den Fall, dass ich den Faden verlieren sollte. Die Prüfung selber verlief meiner Meinung nach ebenfalls sehr gut. Die ersten Sekunden, nachdem ich zu sprechen begonnen hatte, spürte ich doch kurz einen Anflug von Nervosität, aber dann begann ich, mich nur noch auf meinen Vortrag zu konzentrieren. Dass ich die Zwischenfragen meiner Prüfer fast immer mit Leichtigkeit korrekt beantworten konnte, gab mir zusätzlichen Mut.

Und so verließ ich den Prüfungsraum nach 20 Minuten mit einem guten Gefühl. Um mich in meinem Abiturzeugnis um eine Nachkommastelle zu verbessern, benötigte ich aber mindestens 14 Punkte. Ziemlich unrealistisch, wie ich zu meiner Freundin sagte... (to be continued)

Autor: Janine  |  Rubrik: orientieren  |  24.06.2009
Autor: Janine
Rubrik: orientieren
24.06.2009

Zukunft Ingenieurin?

Gesprächspartner gesucht!

„12 Mal freust du dich und einmal findest du es einfach nur sch****!" So drückte es damals mein großer Bruder aus. Worum es bei unserem Gespräch ging? Die mündliche Abiturprüfung natürlich. Wie oft habe ich mit meiner besten Freundin darüber philosophiert, wie unser Tag der mündlichen Prüfung wohl aussehen würde. Am Ende unserer endlosen Gespräche kamen wir fast immer zu dem Schluss, dass wir furchtbar aufgeregt sein und die ganze Nacht vorher kein Auge zumachen werden. Auch die tagelang vorher wachsende Aufregung vor dem großen „Ereignis" hatten wir natürlich mit gebührendem Respekt eingeplant. Und wie fühle ich mich heute, nicht einmal mehr eine Woche vor meiner mündlichen Abiturprüfung? <br>Um ehrlich zu sein, spüre ich von der ausgemalten gigantischen Aufregung nahezu gar nichts. Meine schriftlichen Abiturergebnisse sind mir schon bekannt; die Angst vorm Durchfallen wurde mir somit nahezu genommen, denn dies ist für mich nur noch bei Verschlafen der Prüfung oder bei Leistungsverweigerung möglich und ich habe nicht vor, eins von beiden zu tun. Während viele aus meinem Jahrgang beim Gedanken, mit vier Lehrern ein Prüfungsgespräch führen zu müssen, schon das schiere Grauen packt, sehe ich dieser neuen Situation bis jetzt noch recht positiv entgegen. Immerhin haben die Lehrer hier die Möglichkeit, mich darauf hinzuweisen, wenn ich mich beim Lösen der Aufgabe völlig auf dem Holzweg befinden sollte. Irgendwie ein beruhigendes Gefühl... Doch möglicherweise wird die Aufregung kurz vorher dann doch noch zu mir durchdringen, denn am Dienstag um 8.15 Uhr heißt es für mich: Prüfungsbeginn!
Autor: Janine  |  Rubrik: orientieren  |  19.06.2009
Autor: Janine
Rubrik: orientieren
19.06.2009