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Studieren im Ausland

Wohnen im Auslandssemester

Für mich stand von Anfang an fest, dass ich in meinem Auslandssemester keine eigene Wohnung oder ein WG-Zimmer mieten, sondern in einem Wohnheim unterkommen will.
In Taiwan gibt es tatsächlich jede Menge Wohnheime, allerdings ist es üblich, dass sich Bachelorstudierende ein Zimmer mit drei Mitbewohnern teilen. Die Hochbetten sind schmal und darunter stehen ein Schrank und ein Tisch. Ganz abgeneigt war ich nicht, denn wie kann man besser Studierende vor Ort kennenlernen?
Als ich bei meiner Bewerbung Prioritäten bezüglich meiner gewünschten Wohnart angeben sollte, habe ich mich dann allerdings doch für etwas anderes entschieden: das sogenannte International House. Hier gibt es je nach Wunsch sowohl Einzel- als auch Doppelzimmer, viel Platz und Gemeinschaftsräume. Ich hatte Glück: Einige Wochen nach meiner Bewerbung bekam ich die Zusage für das International House. Ein Vorteil, der mir vorher gar nicht bewusst war, ist, dass es sehr einfach ist, Anschluss zu finden: Austauschstudierende sind schließlich alle auf der Suche nach neuen Kontakten und wohnen hier zusammen in einem Haus. Wahrer Luxus ist auch, dass jeder ein eigenes Badezimmer hat und, dass beim Einzug Matratzen und Bettwäsche schon vorhanden sind. Der Normalfall in Taiwan ist nämlich, dass Studierende beim Einzug eine Matratze selbst mitbringen müssen, obwohl die Zimmer ansonsten möbliert sind. Die Nachfrage ist so hoch, dass Händler an den ersten Unitagen vor den Wohnheimen Matratzen aller Art verkaufen.
Übrigens: So schlimm wäre die WG-Suche im Ausland wohl doch nicht gewesen. Über Facebook-Gruppen und WG-Webseiten haben viele Austauschstudierende, die nicht in den Wohnheimen oder im International House untergekommen sind, eine Unterkunft gefunden. Mein Tipp: Zuerst ein Hostel buchen und sich dann die Wohnungen vor Ort anschauen. So erspart man sich böse Überraschungen!

Autor: Marie  |  Rubrik: studium  |  06.12.2018

Studieren im Ausland

Neue Sitten und Gewohnheiten

Korea ist in vielerlei Hinsicht das absolute Gegenteil von Deutschland. Das merke ich täglich an ganz kleinen Dingen. Hier ist es selbstverständlich, dass sich jeder der Studierenden nach der Veranstaltung beim Professor mit einer kleinen Verbeugung verabschiedet. Gleichzeitig ist es aber auch nicht ungewöhnlich, die ganze Vorlesung zu verschlafen oder mal kurz zu verschwinden, um sich einen Kaffee zu besorgen. Auch das Miteinander zwischen den Kommilitonen ist für mich neu. Hier werden die Studierenden aus den höheren Semestern sehr respektiert, inklusive Verbeugungen und der höflichen Siez-Form. Was ich aus Deutschland auch nicht kenne, ist den älteren Semestern selbstverständlich Kaffee mitzubringen und sie mit Snacks zu versorgen. Eines ist aber wohl international gleich, nämlich erst kurz vor den Klausuren mit dem Lernen anzufangen.
Bei mir geht es nächste Woche mit der ersten Klausur los und nebenbei muss ich ein Assignment fertig schreiben, mich auf ein Pop-up Quiz vorbereiten und mir langsam ernste Gedanken über meine Hausarbeit machen. Mein Hauptproblem ist, dass ich mir ein Thema über zeitgenössische koreanische Kunst aussuchen muss, aber die meisten Quellen zu diesem Thema auf Koreanisch sind. Mein Koreanisch-Kurs zeigt zwar erste Erfolge, aber mit wissenschaftlicher Literatur tue ich mir noch schwer. Ich habe also viel zu tun. Erste Erfolge waren bisher eine erfolgreiche Präsentation und zwei abgegebene Assignments. Mal sehen, wie gut ich die nächsten zwei Wochen überstehe!

Autor: Bo  |  Rubrik: studium  |  20.11.2018

Studieren im Ausland

Sightseeing, Hostelleben und Essen finden

Bevor die Uni in Taiwan begann, hatte ich zwei Tage Zeit, um mir Taipeh in Ruhe anzuschauen. Allerdings machte mir mein Jetlag einen Strich durch die Rechnung – total müde konnte ich zwar immer schnell einschlafen, bin aber auch früh wieder aufgewacht. Glück hatte ich dafür mit meinem Hostel: Das war klimatisiert und bot außerdem ein super Frühstück an.

Mein Körper hat eine Weile gebraucht, um sich an die Hitze zu gewöhnen: Mittags herrschten bereits 35 Grad, zwischen den dicht befahrenen Straßen von Taipeh wird es zudem unfassbar schwül und stickig. Am ersten Morgen bin ich losgelaufen, um mich auf die Suche nach einem Denkmal zu machen, das ich gerne sehen wollte. Während der ersten zehn Minuten bin ich zweimal in die Metrostation verschwunden, weil diese klimatisiert sind. Dann bin ich kurzerhand umgedreht und zurück ins Hostel gegangen, um mir meine Sonnencreme, meine Sonnenbrille und eine Kappe zu holen.

An Taipeh haben mich an meinen ersten beiden Tagen viele Dinge fasziniert, zum Beispiel die Lichter: Schon gegen 18 Uhr wird es dunkel, gleichzeitig gehen dann auch die Werbeschilder mit Neonlichtern an. Überall gibt es kleine Stände, die Essen verkaufen. Noch traue ich dem nicht so ganz: Das Fleisch scheint ewig lange in der Sonne zu liegen und bei den Suppen und Reisgerichten erkennt man kaum, was drin ist. Meine Wahl fiel deshalb bisher immer auf mit Gemüse gefüllte Pfannkuchen.

Außerdem ist die Stadt wunderschön grün. Obwohl viele Menschen auf den Straßen einen Mundschutz tragen, um sich vor den Abgasen zu schützen, gibt es überall Grünflächen – lange Reihen von Palmen säumen die Straßenrändern und kleine Parks locken zum Verweilen.  

Autor: Marie  |  Rubrik: studium  |  02.11.2018
Autor: Marie
Rubrik: studium
02.11.2018