Logo Bundesagentur für Arbeit
Logo Bundesagentur für Arbeit
  • Drucken
  • Versenden
  • PDF (Öffnet sich in neuem Fenster)

Kategorien

Studieren im Ausland

Einführungswoche

Aus Aachen bin ich eine groß aufgezogene Einführungswoche gewohnt, in der alle Neuankömmlinge und insbesondere die Erasmus-Studierenden ein perfekt geplantes Programm erwartet. Eine Veranstaltung, die einen mit allen Informationen versorgt, die man für den Unialltag braucht, und außerdem viele Programmpunkte zum Kontakteknüpfen bereithält.
Aus Erfahrungsberichten über die Ecole Centrale de Marseille (ECM) wusste ich, dass mich so etwas in Marseille nicht erwarten würde. Die ECM ist deutlich kleiner und hat noch dazu einen viel ausgeprägteren Jahresrhythmus als andere Hochschulen. Ich fing mit vier weiteren international Studierenden zur zweiten Hälfte des Jahres und noch dazu genau in der Prüfungsphase dort an. Deshalb hatte der Studierendenverein, der sich um den internationalen Austausch kümmert, nicht viel Zeit für uns. Zweimal begleitete uns ein Student bei einem Ausflug in die Stadt und ein anderes Mal erzählte uns einer etwas über das Vereinsleben an der Hochschule. Das war nicht besonders viel und vor allem fehlten uns wichtige Informationen über den Hochschulalltag, die wir erst nach und nach meist zufällig erfuhren. Wir bekamen nicht einmal eine offizielle Führung über den Campus.
Nichtsdestotrotz gab es so etwas wie eine Einführungsveranstaltung, bei der wir alle wichtigen Personen kennenlernten, die sich an der Hochschule um internationale Belange kümmern. Außerdem hatten wir in der Woche einen Französischkurs, der in drei Bereiche aufgeteilt war: wissenschaftliches, alltägliches und universitäres Französisch. Ich fand diesen Kurs ungemein hilfreich, denn so lernten wir das Vokabular für die Bereiche, mit denen wir in den ersten Wochen die meisten Berührungspunkte hatten.
Nach zwei Wochen an der Hochschule weiß ich zwar immer noch nicht genau, wie ich in der Mensa bezahlen kann, wie ich mich für die Sportkurse einschreibe oder wann ich meinen Studierendenausweis bekomme, aber ich bin mir sicher: Das wird sich regeln.
Bis dahin lasse ich einfach weiter alles auf mich zukommen und passe mich dem französischen Laissez-faire an.

Autor: Katha  |  Rubrik: studium  |  21.03.2019
Autor: Katha
Rubrik: studium
21.03.2019

Studieren im Ausland

Chinesische Sprache, schwere Sprache

Vor meinem Auslandssemester in Taiwan sprach ich kein Wort Chinesisch. Zu meiner Erleichterung war ich damit nicht die Einzige: Zwar hatten einige der Austauschstudierenden an meiner taiwanischen Universität zuvor bereits ein Auslandssemester in der Volksrepublik China gemacht. Die Mehrheit landete jedoch wie ich im sogenannten Teilzeit-Chinesischkurs für Anfänger.
Was wir da lernten war eine Art „Survival Chinese“. Als die Dozentin in der ersten Stunde die Namensliste durchging, verstand ich meinen eigenen Namen nicht, denn sie verwendete die chinesischen Namen, die man uns zugeteilt hatte. Für mich hieß das: Aus Marie wurde Ma Xin.
In den darauffolgenden Wochen lernten wir, einfache Gespräche zu führen und bekamen einen grundlegenden Überblick über die Zeitformen. Zu Beginn stand die Grammatik nicht im Vordergrund, dafür mussten wir eine Menge auswendig lernen. Schon allein die chinesische Schrift zu lernen, ist eine Mammutaufgabe.
Seit meinen ersten Wochen im Chinesischkurs finde ich aber das Vorurteil, dass Chinesisch unmöglich zu lernen sei, übertrieben: Schwierig ist die Sprache wohl schon. Mir hat mein Anfängerkurs aber bereits unheimlich viel gebracht: Beim Einkaufen und im Restaurant komme ich schon ganz gut zurecht und insgesamt fühle ich mich in Taiwan ein wenig mehr zuhause.

 

Autor: Marie  |  Rubrik: studium  |  20.03.2019
Autor: Marie
Rubrik: studium
20.03.2019

Studieren im Ausland

Bubble Tea

Könnt ihr euch noch an Bubble Tea erinnern? Vor einigen Jahren war er plötzlich ganz beliebt in Deutschland und es gab sogar Läden, in denen ausschließlich Bubble Tea verkauft wurde. Dabei kann es sich um verschiedene Teesorten halten, wobei die meisten ordentlich Zucker enthalten. Dazu kommen die typischen Bubbles, kleine Kügelchen aus Gelee. Schließlich wurde bekannt, dass die Kügelchen gesundheitsschädlich sein können. Ich muss ehrlich sagen: Mir hat der Tee nie geschmeckt.
Als ich vor meinem Auslandssemester in Taiwan meinen Freunden erzählt habe, dass in Taiwan jede Menge Bubble Tea getrunken wird, haben sie gelacht. So ganz konnten sie sich wohl nicht vorstellen, dass es den in Deutschland eher kurzweiligen Trend woanders auf der Welt noch gibt. In Taiwan war Bubble Tea aber nie nur ein Trend, denn dort kommt er her und wird sehr häufig getrunken. Ein Fan bin ich aber noch immer nicht: Mir schmeckt Gelee einfach nicht.
Eine andere taiwanische Spezialität mag ich dafür mittlerweile umso lieber: Dumplings und Buns. Bei beiden handelt es sich um Teigtaschen, die entweder gebraten, gekocht oder gedämpft werden. In Deutschland habe ich sie einmal in einem koreanischen Restaurant probiert, aber da waren sie mir zu fettig. Jeden Tag könnte ich sie hier auch nicht essen, aber vor allem mit Spinat mag ich sie richtig gerne.
In Essensfragen auch immer wieder eine Besonderheit: Die Nachtmärkte, die es in vielen Straßen Taipehs gibt. Sie öffnen, sobald es dunkel wird und bestehen aus unzähligen kleinen Ständen, die unter anderem Essen verkaufen. Ob Maiskolben, aufgespießte Champignons, Pfannkuchen mit Lauchzwiebeln oder Wassermelonensmoothies – für mich schmeckt nichts so typisch taiwanisch wie das Essen auf den Nachtmärkten.