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Studieren im Ausland

Tauchen mit Feuerquallen

An meiner Hochschule in Marseille gibt es zahlreiche studentische Vereine. Einer davon bietet alle möglichen Sportarten an, die mit Wasser zu tun haben. So kam ich zum Tauchen.
Am alten Hafen von Marseille wurde ich mit Neoprenanzug, Taucherbrille, Schwimmflossen und Sauerstofflasche einmal komplett ausgerüstet. Bevor ich diese Montur anlegte, erhielt ich eine kurze Tauchlektion auf einem Boot, das schon in Richtung Tauchspot ablegte. Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase an der Wasseroberfläche ging es auf sechs Meter Tiefe. Die Felsen der Insel, an der wir geankert hatten, fielen unter Wasser bis auf sechs Meter recht schroff ab und liefen dann in einem seichten Bogen ins tiefe Blau hinein. Wir hielten uns eng an der Wand und tauchten immer weiter daran entlang. Mein Tauchlehrer nahm mich solange bei der Hand bis ich die Koordination mit den Flossen und der Flasche auf dem Rücken im Griff hatte. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich kaum Gelegenheit gehabt, den Ausflug in diese völlig unbekannte Welt zu genießen. Doch als ich anfing meine Umgebung bewusster wahrzunehmen, konnte ich plötzlich die Wellen hören, die über mir an der Felswand brachen und entdeckte immer mehr Einzelheiten in der buntbewachsenen Felswand. Die Fische hatten in Gegensatz zu mir die Ruhe völlig weg und ließen sich von uns nicht irritieren. Plötzlich tippte mir mein Tauchlehrer an meine Schulter und ich spürte eine komische Berührung an meiner linken Flosse. Als ich einen Blick nach oben warf, stellte ich fest, dass ich mich schnurstracks in einen Schwarm Feuerquallen manövriert hatte. Glücklicherweise erwischte es mich außer an den Flossen aber nirgendwo, sodass ich unversehrt und glücklich wieder am Boot ankam.

Autor: Katha  |  Rubrik: studium  |  Jul 17, 2019
Autor: Katha
Rubrik: studium
Jul 17, 2019

Studieren im Ausland

Aller Anfang ist mühselig

Das Kurssystem in Riga ist in Blöcke gegliedert. Ich belege Gynäkologie und Geburtshilfe, Psychiatrie, Augenheilkunde, Dermatologie und Urologie. Die Blöcke sind jeweils eine bis drei Wochen lang. Spannend ist, dass wir Erasmus-Studierende die Kurse zusammen mit den lettischen Studierenden besuchen.
Die erste Hürde, die mir bewusst geworden ist, ist die Sprache. In Riga wird auf Englisch, zum Glück nicht auf Lettisch, studiert, was in unserem Uni-Alltag in Münster sehr selten bis gar nicht der Fall ist. Meine Zeit in Asien ist da sehr hilfreich, aber von Fachsprache bin ich doch noch recht weit entfernt. Dementsprechend schüchtern saß ich in den ersten Stunden, ohne mich groß zu beteiligen – dabei kann eigentlich nur Übung helfen, sich sprachlich und fachlich weiterzuentwickeln.
Die Gruppe hat mich von Anfang an sehr freundlich aufgenommen. Ich wurde direkt nach der ersten Einheit zum Frühstücken in ein Café eingeladen, zur WhatsApp-Gruppe hinzugefügt und habe mich dadurch wohl gefühlt und den Eindruck gewonnen, auch außerhalb des Erasmuskreises Anschluss finden zu können. Mir wurde bewusst, was für ein Geschenk es ist, so viele verschiedene Menschen aus verschiedenen Ländern kennenlernen zu dürfen.
Die Kurse finden in verschiedenen Krankenhäusern statt, die über die gesamte Stadt verteilt liegen. Der erste Kurs zum Thema Geburtshilfe wurde in der Nähe meiner WG veranstaltet. Das war sehr praktisch, denn so hatte ich morgens noch Zeit zum Laufen. Interessant fand ich, wie streng in diesem Krankenhaus auf Kleidung geachtet wird: Jacken müssen an der Garderobe abgegeben werden, Schuhe werden gewechselt oder es muss Plastik über sie gestülpt werden, es müssen Kittel angezogen werden und auf Station gehört zusätzlich noch eine weiße Hose dazu.
Ich freue mich auf das, was noch auf mich zukommt. Spannend ist das, aufregend und wunderbar herausfordernd!

Autor: Thilo  |  Rubrik: studium  |  Jul 11, 2019
Autor: Thilo
Rubrik: studium
Jul 11, 2019

Studieren im Ausland

Suche nach der Bachelorarbeit

Das Thema für eine Bachelorarbeit sollte gut überlegt sein. Immerhin muss man sich drei Monate lang jeden Tag damit beschäftigen. Dementsprechend früh fing ich also mit der Suche an.
Da ich mich nicht entscheiden konnte, ob ich meine Bachelorarbeit bei einem Unternehmen oder an der Uni schreiben will, versuchte ich es zunächst auf den zahlreichen Vermittlungsseiten im Internet, auf denen neben Jobangeboten, Praktikumsstellen und Werkstudententätigkeiten auch Themen für wissenschaftliche Arbeiten ausgeschrieben sind. Dabei fiel mir auf, dass die Unternehmen, die sich auf erneuerbare Energien spezialisiert haben, offenbar nicht nur ein Faible für dezentrale Energien, sondern auch für dezentrale Städte haben. Als mir bei der Suche klar wurde, dass es mich nicht aufs Land zieht, beschloss ich, mich auf Aachen zu konzentrieren. Nach dem aufregenden Auslandssemester in Marseille bin ich vermutlich froh, wieder in eine gewohnte Umgebung zu kommen, in der mich kein zusätzlicher Stress durch Vermieter, Nachbarn oder Internetanbieter erwarten dürfte. Deshalb wollte ich auf dem internen Portal meiner Uni etwas Passendes finden. Dort werden freie Hiwi-Stellen und wissenschaftliche Arbeiten ausgeschrieben. Da die RWTH eine ziemlich große Uni mit vielen Instituten ist, wurde ich hier schnell fündig. Leider bekam ich von den ersten Betreuern, denen ich Interesse signalisierte, eine Absage, weil die Arbeiten schon vergeben waren. Die interne Plattform der RWTH ist zwar sehr umfangreich, aber nicht immer aktuell. Als ich es ohne große Hoffnung eine Woche später wieder versuchte, sprangen mir wider Erwarten einige neue interessante Themen ins Auge. Alle wurden vom Institut für Hochspannungstechnik angeboten. Ich machte Termine für Gespräche aus und habe mich diese Woche für einen Betreuer und ein Thema entschieden.
Jetzt gilt es, das Thema gemeinsam mit meinem Betreuer zu konkretisieren und die genaue Aufgabenstellung auszuarbeiten.