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Studieren im Ausland

Roadtrip durch Frankreich - Teil 2

Nachdem ich mit einigen Freunden zwei tolle Tage in Lyon verbracht hatte, brachen wir mit unserem VW-Bus mittags auf, um weiter nach Marseille zu fahren.
Dort kauften wir schnell ein und schon ging es an den Strand – schließlich hatten wir jetzt die Küste erreicht. Bei einem üppigen Picknick sahen wir der Sonne zu, wie sie hinter den Frioul-Inseln im Wasser versank. Als es uns zu kalt wurde, machten wir uns auf den Rückweg. Die einmalige Hafenkulisse, um die sich die Bars und Restaurants herum angesiedelt haben, wirkte dabei so einladend, dass wir beim Zurückschlendern noch in eine Bar hineinschauten.
Am nächsten Tag spielten wir das typische Marseille-Touri-Programm durch. Erst ließen wir uns von dem fantastischen Ausblick der Schutzpatron von der Kirche „Notre-Dame de la Garde“ verzaubern, schauten uns das Hafenviertel bei Tag an und liefen bis zu der Kirche, die die Einheimischen „La Major“ nennen. Just in dem Moment, in dem wir eintraten, begann die Orgel zu spielen und lieferte eine beeindruckende Akustikprobe. Danach spazierten wir selbstverständlich durch das wunderschöne Viertel „Panier“.
Tags drauf fuhren wir aus Marseille raus nach Cannes, wo einen Tag zuvor die Filmfestspiele geendet hatten. Bei leichtem Regen drehten wir eine Runde durch den mit Yachten gepflasterten Hafen, liefen über die berühmte Strandpromenade und erfreuten uns eine Weile an den Baggern, die gerade den Strand umbauten – Weiter ging es danach nach Nizza, von dem alle restlos begeistert waren. Die einzige Kritik erntete unser Timing, weil wir zu wenig Zeit hatten, um die ganze Schönheit der Stadt in Ruhe zu genießen. Mein persönliches Highlight sparten wir uns bis zum letzten Tag auf. Am Freitag machten wir einen Ausflug in die Calanques, dem Nationalpark im Süden Marseilles. Die imposanten Felsformationen und die kleinen Strände in den steilen Felsbuchten machen den Park zu einem magischen Ort. Am Strand angekommen, lockte uns das strahlend türkisblaue Wasser trotz seiner wenig einladenden Temperatur sogar ein paar Schwimmzüge in die Bucht hinaus.
So klang ein wunderbarer Roadtrip aus und wir machten uns erfrischt auf den Rückweg.

Studieren im Ausland

Pädagogik und VWL

Wer ein Auslandssemester macht, versucht normalerweise an der Gastuni Kurse zu finden, die er auch zuhause belegen würde. Mir fehlten noch zwei Seminare aus dem Bereich Internationale Beziehungen und zwei soziologische Seminare. Sorgen habe ich mich vor allem um letztere gemacht: Soziologie ist einfach nicht so verbreitet wie Politikwissenschaft, sodass es schwieriger sein kann, entsprechende Seminare zu finden. Dazu kommt, dass ich an meiner Gastuni nicht alle Kurse belegen konnte, da viele auf Chinesisch gehalten wurden.
Letztendlich hätte ich mir keine Sorgen machen müssen: Ich fand nämlich genau zwei englischsprachige Kurse, die mir thematisch gut gefallen haben, einen aus dem Bereich Bildungs-, den anderen aus dem Bereich Innovationssoziologie. Überrascht war ich, dass am Seminar Innovationssoziologie auch viele teilnahmen, die BWL studierten und am bildungssoziologischen Seminar auch einige, die Pädagogik studierten.
Wesentlich einfacher hatte ich es mir im Fall der anderen beiden Seminare vorgestellt: Vorab hatte ich nämlich gesehen, dass es recht viele politikwissenschaftliche Seminare auf Englisch gab. Dadurch, dass ich mir zwei Vormittage für die Soziologiekurse freihalten musste, blieb dann jedoch keine allzu große Auswahl. Letztendlich habe ich mich für ein Seminar über Demokratie und Demokratisierung in Ost- und Südostasien sowie eines über die wirtschaftliche Entwicklung Ostasiens entschieden. Auch hier wurde ich überrascht: Außer mir waren viele dort, die VWL studierten. Letztendlich war das aber wirklich interessant: Gerade weil Politik- und Wirtschaftswissenschaften viele Schnittstellen miteinander teilen, konnten wir viele verschiedene Perspektiven einbringen.

Autor: Marie  |  Rubrik: studium  |  Jun 12, 2019
Autor: Marie
Rubrik: studium
Jun 12, 2019

Studieren im Ausland

Roadtrip durch Frankreich - Teil 1

Frankreich ist in verschiedene Ferienzonen aufgeteilt. Vergangene Woche waren Ferien in der Zone, in der auch Marseille liegt. Viele meiner französischen Kommilitonen nutzen die freien Tage zum Entspannen und besuchten ihre Eltern, Geschwister und Freunde aus Schulzeiten. Ich flog am Freitag nach Deutschland und setzte mich am Sonntag mit fünf Freunden in einen VW-Bus. Zusammen machten wie uns auf den Weg Richtung Südfrankreich. Unser Ziel für diesen Tag: Lyon. Dort hatten wir für zwei Nächte eine kleine Wohnung gemietet und deshalb den ganzen Montag Zeit, um uns die Stadt anzusehen.
Lyon ist eine schöne, gut erhaltene und gepflegte Stadt, die stark von den dort zusammenfließenden Flüssen Rhône und Saône geprägt ist. Auf dem Hügel im Westen der Stadt thront eine eindrucksvolle Kirche, die mit ihren Zinnen auf den Türmen und ihrer einschüchternden, symmetrischen Fassade von außen eher an eine Festung als an ein Gotteshaus erinnert. Von der Terrasse neben der Kirche bietet sich ein fantastischer Blick auf den Stadtkern, der von der Rhone und der Saône umschlossen wird. Zahlreiche Brücken verbinden die Altstadt am Fuße des Hügels mit dem Stadtkern.
Auf dem Hügel gibt es auch zwei faszinierend gut erhaltene Amphitheater aus der Römerzeit. Dort legten wir auf deren Rängen eine Pause ein. Durch die schmalen Gassen der Altstadt liefen wir den Hügel anschließend wieder hinunter und ließen den Abend in einer Bar im Stadtkern ausklingen. Am nächsten Morgen ging es weiter Richtung Marseille.

Autor: Katha  |  Rubrik: studium  |  Jun 5, 2019