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Schülerleben live

Orientierung

Meine Schulzeit neigt sich langsam aber sicher dem Ende zu. Noch denke ich mir: „Ach, ein Jahr habe ich doch noch“, aber das stimmt nicht. Das Jahr hat mittlerweile nur noch ein paar Monate, die schneller vergehen, als man denkt. Es steht auf jeden Fall fest, dass ich nach dem Abitur mit einer Freundin ein Jahr eine Auszeit nehme. Das heißt, wir werden nach Dänemark wandern. Geplant war das alles mit Pferd, doch vielleicht gehen wir auch zu Fuß. Ich freu mich schon auf die Herbstferien, wenn wir endlich Zeit haben, uns an die Planung zu machen.
Ich muss aber auch Pläne für die Zeit danach machen. Bis zum Winter möchte ich mich endlich entschieden haben, was ich später studieren oder was für eine Ausbildung ich machen möchte. In den vergangenen Jahren haben sich meine Berufspläne oft geändert. Erst wollte ich irgendwas mit Pferden machen, später mit Medien und Filmen. Zurzeit könnte ich mir vorstellen, irgendwas mit Schreiben zu machen. Ich denke, dass mir eine Tätigkeit als Schriftstellerin gefallen würde, doch die ganze Sache hat einen großen Nachteil: Man arbeitet meist freiberuflich und ich hätte gerne einen halbwegs sicheren Job. Natürlich gibt es feste Berufe in Verlagen und ähnlichem, aber nach allem was ich bei meiner Recherche gelesen habe, weiß ich nicht mehr, ob das tatsächlich etwas für mich wäre. Deshalb habe ich mir neben dem Plan A noch einen Plan B erstellt: Ich könnte erst mal Germanistik studieren und anschließend versuchen, einen Beruf rund ums Schreiben und Lesen zu finden. Wenn ich dann merke, dass es nichts für mich ist, besteht immerhin noch die Möglichkeit, Deutschlehrer zu werden. Ich hatte sowieso schon an die Berufsmöglichkeit gedacht, da man als Lehrer die Möglichkeit hat, diesen Kindern etwas Gutes mit auf den Weg zu geben.

Autor: Laura  |  Rubrik: orientieren  |  21.09.2018
Autor: Laura
Rubrik: orientieren
21.09.2018

Schülerleben live

Ein Berg ist besiegt

Gegen Ende der elften Klasse hatte ich große Probleme, alle schulischen und außer-schulischen Pflichten zu erfüllen. Das lag vor allem daran, dass ich etwa zweimal die Woche nach dem Unterricht noch Fahrschule hatte. Da ich meine Hobbys dennoch nicht vernachlässigen wollte, waren diese Wochen sehr stressig.
Doch seit zwei Wochen – pünktlich zu Beginn des neuen Schuljahres – bin ich den Zeitfresser Fahrschule los. Jetzt muss ich nicht mehr zu den Fahrstunden und kann statt mit dem Bus mit meinem Moped oder mit dem Auto zur Schule fahren. Das spart also gleich doppelt Zeit. Da ich erst 17 Jahre alt bin, darf ich zwar nur mit einer Begleitperson Auto fahren, dennoch war es eine gute Entscheidung, bereits in der elften Klasse den Führerschein zu machen. Den zusätzlichen Stress kann ich im letzten Schuljahr wirklich nicht gebrauchen.
Die Fahrschule war ohnehin nicht nur ein Stressfaktor, weil sie so viel Zeit in Anspruch genommen hat. Ich habe mich nicht immer gut angestellt und oft Fehler gemacht, die nicht hätten passieren müssen. Mir fiel es schwer, mich zu konzentrieren, wenn ich nach acht Stunden Schule noch Auto fahren sollte. Es gab Zeiten, in denen ich am liebsten alles aufgegeben hätte. Umso schöner ist, dass ich alles geschafft habe und damit nicht nur alles, was mich belastet hat, losgeworden bin, sondern auch noch etwas gewonnen habe – nämlich Selbstständigkeit. Ich habe einen großen Schritt Richtung Erwachsenwerden gemacht. Die nächsten Hürden sollen ruhig kommen, denn wie man so schön sagt: Was mich nicht umbringt, macht mich stärker.

Autor: Laura  |  Rubrik: orientieren  |  07.09.2018
Autor: Laura
Rubrik: orientieren
07.09.2018

Schülerleben live

Los geht's!

Das letzte Schuljahr hat begonnen. Das dieses anstrengend wird, zeichnete sich bereits am ersten Tag ab, da alle Klassen eine Stunde früher nach Hause gehen durften als wir. Auch die entspannte Erzählrunde, für die wir nach den Ferien immer etwas Zeit hatten, fiel weg. Nach sämtlichen Begrüßungsfeiern und Reden wurden wie immer die Stundenpläne, Schulordnungen und so weiter ausgehändigt. die Bücherausgabe konnten wir uns sparen, da fast alle Bücher aus der elften Klasse auch dieses Jahr noch verwendet werden. Der Grund, warum wir länger in der Schule bleiben mussten als in den Jahren davor, ist kein anderer als das Abitur. Leider reicht es nicht, die Prüfungen zu bestehen und viele Punkte zu sammeln. Wenn wir alles geschafft haben, soll schließlich noch gefeiert werden und all das muss so zeitig wie möglich vorbereitet werden. Wir haben uns zuerst mit der Parallelklasse zusammengeschlossen, um uns dann in vier Gruppen aufzuteilen. Es gibt zum Beispiel eine Gruppe für die Abizeitung, in der ich mitmache.
Als Erstes müssen wir Bilder sammeln und Artikel schreiben und bald ein Angebot bei einer Druckerei einholen, um festzulegen, wie viele Seiten wir zur Verfügung haben und wie teuer das alles wird. Die Preise geben wir dann an die Finanzgruppe weiter, die zusammenrechnen wird, wie viel Geld wir brauchen und sich Gedanken darum macht, wie wir dieses Geld verdienen. Trotz der einzelnen Gruppen müssen wir natürlich zusammenarbeiten. Jeder muss etwas zur Abizeitung beitragen und genauso muss auch jeder dabei helfen, Geld zu verdienen.
Neben den Klausuren und Prüfungen steht also auch die Abi-Planung auf meinem Programm und – schon jetzt zähle ich die Wochen bis zu den Herbstferien, wenn ich wieder ausschlafen kann.

Autor: Laura  |  Rubrik: orientieren  |  17.08.2018