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Schülerleben live

Zielgerade

Über die Ferien war es schwierig, die guten Vorsätze, was die Schule betrifft, beizubehalten. Wenn man morgens bei Sonnenschein aufwacht, ist es doch verlockender, die Zeit draußen mit den Freunden zu verbringen als vor dem Schreibtisch. Ich war oft beim Pferd, im Kino oder einfach so unterwegs. Am Sonntag vor Schulbeginn fiel mir dann wieder ein, was ich alles an Hausarbeiten zu erledigen habe, an Vorträgen ausarbeiten muss und welche Klausuren noch anstehen. Natürlich habe ich an dem Tag das Wichtigste geschafft, so dass ich am Montag einen guten Vortrag halten konnte und auch nicht ganz unvorbereitet in einer Klausur saß. Manchmal braucht man eben den Druck, dass man es nicht mehr hinauszögern kann, bevor man sich hinsetzt und etwas tut. Das funktioniert dann meistens auch. Aber das Ergebnis hätte eigentlich besser sein können, hätte man früher mit der Arbeit angefangen. Ich bin jetzt fast zwölf Jahre zur Schule gegangen und so kurz vor dem Ziel alles hängen zu lassen und nur das Nötigste in letzter Minute zu erledigen, würde mich nicht zu dem führen, was ich nach diesen zwölf Jahren erreichen könnte und auch erreichen möchte. Ich bin nicht die Einzige, die immer wieder sagt: „Ach, das kann ich auch später noch machen.“ Auf diese Weise wird jedoch niemand von uns das bestmögliche Ergebnis erreichen. Und das ist wirklich schade. Aber ist es nicht motivierend, sich vor Augen zu halten, dass es nur noch drei kurze Wochen sind, bis wir nie mehr dazu verpflichtet sind, unser Schulgebäude zu betreten und zu tun, was die Lehrer von uns verlangen? Jede Klausur, die wir jetzt schreiben, wird unsere letzte sein in diesem Fach. Alles was wir ausarbeiten wird das Letzte sein, was wir diesem Lehrer zur Bewertung in die Hände drücken. Und wenn wir unser Abitur bekommen, möchte ich sagen können, dass ich alles dafür getan habe, was ich tun konnte. Also Schluss mit den Ausreden und dem Aufschieben. Die drei Wochen werden auch vergehen und wenn ich jeden Nachmittag wieder am Schreibtisch sitzen muss, dann kann ich mich darauf freuen, dass es bald vorbei ist.

Autor: Laura  |  Rubrik: orientieren  |  Mar 28, 2019
Autor: Laura
Rubrik: orientieren
Mar 28, 2019

Schülerleben live

Die erste Chance

Jetzt sind endlich Ferien, aber es war schon ein ungewohntes Gefühl, die Schule am Freitag ohne ein Zeugnis zu verlassen.
Samstag klingelte mein Wecker zur gewohnten Zeit. Ich wollte am Morgen direkt zum Pferd, weil ich für den Nachmittag bereits andere Pläne hatte. Da hier seit Tagen die Sonne scheint, konnte ich endlich wieder mit dem Moped fahren. Ansonsten wäre es mir nicht möglich gewesen, schon um acht Uhr gemeinsam mit meiner besten Freundin und unseren beiden Ponys auf dem Weg zum See zu sein. Es war ein schöner Ausritt und nicht nur wir, sondern auch viele Radfahrer und Hundebesitzer haben das Wetter genossen. Der eigentliche Grund für den Ausflug war jedoch, dass ich dringend ein passables Bewerbungsfoto von mir brauchte. Zum Glück ist meine Freundin eine gute Fotografin, sodass ich gegen zehn Uhr mit einem guten Foto auf dem USB-Stick auf dem Weg nach Hause war.
Schon vor einer Woche hatte ich die erste Bewerbung geschrieben, ich musste zu Hause nur noch das neue Bild einfügen und schon konnte ich die Bewerbung absenden. Ich bewarb mich um eine Stelle für ein Freies Ökologisches Jahr auf einem Hof, da ich herausfinden will, ob ich in dieser Branche später arbeiten möchte. Die Bewerbung hat ihre Feuertaufe bestanden – schon am selben Nachmittag bekam ich einen Anruf und eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch. Natürlich ist hiermit noch nichts entschieden, aber ich freue mich über diese Chance.
Die Ferien werde ich dafür nutzen, noch mehr Bewerbungen zu schreiben, man sollte schließlich alle Möglichkeiten in Betracht ziehen.

Autor: Laura  |  Rubrik: orientieren  |  Mar 12, 2019
Autor: Laura
Rubrik: orientieren
Mar 12, 2019

Schülerleben live

Wahre Freunde

Zwei von drei Ergebnissen des Vorabiturs habe ich mittlerweile schon erhalten. Ich muss sagen, dass ich von beiden Ergebnissen sehr positiv überrascht wurde. Das viele Lernen und Üben hat sich gelohnt! Ich bereue im Moment keine Stunde, die ich die letzte Zeit mit Büffeln statt mit schöneren Beschäftigungen verbracht hatte. Außerdem sind bald Ferien, dann kann ich alles nachholen, was ich verpasst habe. Bis dahin stehen jedoch noch zwei Klausuren auf dem Plan, eine davon in meinem vierten Prüfungsfach Biologie. Leider ist noch eine Leistungskontrolle in Chemie geplant – ein Fach, das mir zurzeit Probleme bereitet. Mein Kopf hat scheinbar wirklich etwas dagegen, sich all diese Reaktionen, Stoffe, Formeln und ähnliches einzuprägen. Zudem muss ich noch zwei Hausarbeiten ausarbeiten, die ebenfalls benotet werden.
Zum Glück unterstützen mich meine Freunde, wenn es um die Arbeit für die Schule geht. Mir ist aufgefallen, dass ich mich immer häufiger mit meinen Freunden zum Lernen verabrede statt zum Reden, Rausgehen oder Film gucken. Auf der einen Seite ist es natürlich schade, dass die Sachen, die Spaß machen, immer weniger Zeit finden. Doch anderseits besteht das Leben eben nicht nur aus Spaß und Vergnügen, sondern eben auch aus Arbeit. Das ist es doch auch, was eine wahre Freundschaft ausmacht, oder? Ich bin wirklich froh, dass ich behaupten kann, solche Freunde zu haben. Während sie mich in Chemie unterstützen, helfe ich ihnen mit Mathe. Zum Ausgleich sind für die Ferien schon die ein oder anderen lustigeren Treffen geplant, auf die wir uns freuen können.