Logo Bundesagentur für Arbeit
Logo Bundesagentur für Arbeit
  • Drucken
  • Versenden
  • PDF (Öffnet sich in neuem Fenster)

Kategorien

Schülerleben live

Schule vs. Fahrschule

Ein Zeitproblem kommt selten allein: Kaum kündigt sich die erste Klausur des Jahres an, wird diese sogleich von anderen Zeitfressern begleitet – der Fahrschule etwa. Die Fahrschule finde ich zwar viel interessanter und auch nützlicher als die Schule, doch wenn ich gleichzeitig für eine Klausur lernen soll, sind mir selbst die Fahrstunden lästig.
Meinen Vormittag musste ich also im Unterricht verbringen, bevor ich am Nachmittag mit dem Fahrschulauto die Straßen unsicher machen durfte. Dabei war bereits am Anfang klar, dass ich nach vier Blöcken Schule kaum noch Konzentration für die drei Fahrstunden aufbringen konnte, wenn ich im Hinterkopf die Gründung der DDR durchgehe. Irgendwann ging mir jede rote Ampel auf die Nerven, bei der ich bremsen, stehen bleiben und anfahren musste.
Ich wünschte, es gäbe eine rote Ampel für die Schule, bei welcher man für eine kurze Phase einfach die Stifte zur Seite legen und die Ordner zuschlagen kann. Dann hätte ich mich erst auf die Fahrschule konzentrieren und danach in aller Ruhe für die Klausur lernen können – und auch die Hausaufgaben hätten nicht leiden müssen.
Nachdem ich abends noch die gesamte Geschichte der DDR auswendig gelernt hatte, war es umso frustrierender, dass in der Klausur nur ein Bruchteil des gelernten Stoffes abgefragt wurde. Jetzt ist sie jedoch geschrieben und gut verstaut in der Tasche meines Lehrers, sodass ich vorfreudig auf das kommende Ereignis schauen kann: die Buchmesse in Leipzig.

Autor: Laura  |  Rubrik: orientieren  |  Mar 21, 2018

Schülerleben live

Presse-AG

Vor fünf Jahren wurde an meiner Schule die Presse-Arbeitsgemeinschaft (AG) gegründet. Da für mich schon früh klar war, dass ich „etwas mit Medien machen“ will, hatte ich nicht lange gezögert und mich angemeldet. Seither treffen wir uns einmal pro Woche.
Unsere Aufgabe ist es, über Schulveranstaltungen wie Konzerte oder Preisverleihungen mit Text und Bildern zu berichten. Die Artikel werden dann auf der Schulhomepage veröffentlicht. Dank der AG war ich seit ich 14 Jahre alt bin bei fast jeder Schulveranstaltung dabei und gehöre praktisch zum Inventar der Schule. Zu Beginn waren wir zu viert und konnten uns auf die Termine aufteilen. Anfangs wurde die AG von einem freien Mitarbeiter einer Lokalzeitung geleitet, im Anschluss übernahmen zwei Schüler die Leitung. Seit drei Jahren stehe ich nun der AG vor.
Leider sind wir mittlerweile nur noch zu dritt. Das macht mir an sich nichts aus, allerdings sind die beiden erst in der 7. Klasse und können fast nie zu Abendveranstaltungen kommen, da ab 18 Uhr kein Bus mehr fährt, sodass sie auf ihre Eltern als Fahrdienst angewiesen sind. Als ich jünger war, war das bei mir auch ein Problem. Mittlerweile habe ich einen Rollerführerschein und kann nun unabhängig zu den Terminen fahren.
Abgesehen davon ist es für mich schwierig, meine Mitglieder zum Artikelschreiben zu motivieren. Der Knackpunkt ist nämlich, dass diese von dem betreuenden Lehrer regelrecht zensiert werden – man erkennt seine Artikel nach dem Redigieren oft nicht mehr wieder. Vor einigen Jahren dachte ich noch, dass sich das bessern würde, aber dem war nicht so.
Ich werde die AG nur noch ein bis zwei Monate leiten können, da ich dann mit dem Abitur beschäftigt sein werde. Dass es mit der AG bergab geht, habe ich mittlerweile akzeptiert.

Autor: Tobias  |  Rubrik: orientieren  |  Mar 15, 2018
Autor: Tobias
Rubrik: orientieren
Mar 15, 2018

Schülerleben live

Große Pläne

„Und was passiert danach?“ Diese Frage bekomme ich gerade am häufigsten zu hören, jetzt da sich meine Schulzeit ihrem lang ersehnten Ende zuneigt. Meist folgt auf diese Frage ein etwas längeres Schweigen meinerseits und schließlich die vage Antwort: „Ich würde gerne studieren oder eine Ausbildung machen.“ Dann blickt mich die Person meist stirnrunzelnd an, denn klar, diese Antwort hätte sich derjenige auch selbst geben können – was sollte ich schließlich sonst nach der Schule tun?
Nach genauerem Überlegen bin ich zu dem Schluss gekommen, dass ich nach zwölf Jahren Schulbank drücken, nicht direkt in ein Studium starten möchte, um wieder dasselbe zu tun: die Schulbank zu drücken. Die Alternative „Ausbildung“ ließ mein Herz aber auch nicht höherschlagen, da ich mich nicht auf einem Gymnasium herumgequält habe, um schlussendlich doch nicht zu studieren.
Dann wurde mir klar, was ich wirklich möchte: Raus aus diesem öden Alltag und ein Jahr meines Lebens dazu nutzen, die Welt aus einer anderen Perspektive zu sehen und das zu tun, was mich interessiert. Work and Travel schien da zunächst genau das Richtige zu sein: Ich hätte die Chance, in die Länder zu reisen, die ich nur aus dem Geografie-Unterricht kenne. Und nachdem meine beste Freundin zugesagt hatte, diese Reise mit mir zusammen anzutreten, machte sich die Idee so breit in meinem Kopf wie eine Katze auf dem Sofa. Unsere Pläne, durch den Norden Europas zu reisen, verschwammen jedoch, als wir feststellten, dass für Pferdefreunde wie uns nur eine Art des Reisens infrage kommt: die Reise mit Pferd.
Unser Abenteuer also soll ein Wanderritt über die Alpen nach Italien werden. Italien liegt zwar überhaupt nicht im Norden, jedoch ist es in vieler Hinsicht einfacher mit dem Pferd zu erreichen – und schön ist es dort sowieso. Die meisten, die bereits von unserem etwas utopisch klingenden Reiseplan hörten, fragen nun nicht mehr, was ich nach der Schule machen möchte, sondern ob ich schon angefangen habe, die Reise zu organisieren. Ich kann nicht sagen, welche Frage schwieriger zu beantworten ist. Wie soll ich ein solch großes Projekt planen, wenn die Klausuren immer schwerer werden und die Lehrer uns ständig daran erinnern, dass die Noten ab jetzt, ab der 11. Klasse, im Abitur zählen?

Autor: Laura  |  Rubrik: orientieren  |  Mar 13, 2018
Autor: Laura
Rubrik: orientieren
Mar 13, 2018