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Schülerleben live

Pflichtlektüre

Eigentlich mag ich das Fach Deutsch in der Schule, doch beim Lesen der letzten von drei Pflichtlektüren, „Dantons Tod“, ist mir der Spaß vergangen. Dieses Drama von Georg Büchner ist als Theaterstück geschrieben worden und zeichnet sich durch viele rhetorische Figuren wie Metaphern oder Hyperbeln (Übertreibungen) aus. Das gefällt besonders unserem Deutschlehrer, da diese die Thematik des Dramas, die Französische Revolution, gut beschreiben können. Mir und wahrscheinlich auch vielen anderen Schülern macht es aber keinen Spaß, ein Buch zu lesen, in dem man die Hälfte oder weniger nicht versteht.
Verzweifelt versuche ich mich mit der Lektürehilfe durchzukämpfen, was bei den vorigen Pflichtlektüren bisher gut funktioniert hatte. Doch nun ist selbst die Zusammenfassung der Handlung in der Lektürehilfe fast länger als der Originaltext. Und diese ist immer noch voll mit Fachwörtern, die ich noch nie in meinem Leben gehört habe. Gefühlt zum hundertsten Mal lese ich mir den gleichen Satz durch und verstehe ihn immer noch nicht. Ich langweile mich immer mehr beim Lesen des „spannenden“ Buches, wie unser Lehrer behauptete, und versuche, beim Lesen nicht einzuschlafen.
Nach einer Weile komme ich auf die Idee, nach dem Buch zu googeln und bin froh, dass es augenscheinlich auch andere Leute mit diesem Buch überfordert sind. Auf YouTube schaue ich mir einen zehnminütigen Film mit Playmobilfiguren an, der die Handlung des Buches erklärt. Durch diese stark komprimierte Form wird mein Interesse zumindest ein bisschen geweckt. Danach lese ich noch weitere Zusammenfassungen im Internet, die zwar um einiges kürzer, aber verständlicher als die Lektürehilfe sind.
Mittlerweile habe ich es doch noch geschafft, meine letzte Pflichtlektüre in Deutsch zu lesen. Doch vor dem Abitur im Frühling sollte ich alle drei Bücher nochmal lesen, weil ich sie bis dahin schon wieder vergessen habe. Ich freue mich schon riesig …

Autor: Tobias  |  Rubrik: orientieren  |  11.01.2018
Autor: Tobias
Rubrik: orientieren
11.01.2018

Schülerleben live

Ich bin ein Engel!

In meiner Schule gibt es eine Tradition an Weihnachten: Die Schüler der Oberstufe üben bekannte Weihnachtslieder ein und treten auf mehreren Märkten in unserer Region auf – in Engelskostümen gesungen. Dieses Jahr bin auch ich beim Engelschor dabei.
Insgesamt sind wir rund 30 Schülerinnen und Schüler, die sich einmal pro Woche in der Mittagspause treffen, um die Weihnachtslieder einzuüben. Zwei Schüler aus dem Musikneigungskurs leiten den Chor und begleiten uns zum besseren Einüben der Lieder am Klavier. Wir versuchen nun immer mehr Lieder ohne Klavier zu singen, da wir auf den Märkten auch a cappella auftreten. Wir haben eine große Vielfalt an Weihnachtsliedern auf Englisch wie „Rudolph, the Red-Nosed Reindeer“ oder deutsche Klassiker wie „Leise rieselt der Schnee“. Bereits Anfang Oktober fingen wir mit den Proben an, was zu lustigen Situationen führte, denn nach der Probe hatten viele Sänger noch die Lieder im Kopf und trillerten diese noch im Unterreicht – sehr zum Leidwesen der anderen.
Den Engelschor gibt es nicht nur wegen der Freude am Singen, sondern auch zum Geldverdienen für unseren Abiball nächstes Jahr im Sommer. Neben sechs Auftritten auf Weihnachtsmarkten, werden wir auch auf der Weihnachtsfeier einer großen Firma bei uns in der Nähe singen.
Übrigens habe ich in der Zwischenzeit Neuigkeiten, was mein geplantes Praktikum nach meinem Abitur: Ich habe eine Zusage und werde von August bis Dezember bei einer deutschen Lokalzeitung in der Nähe von Alicante im Südosten Spaniens arbeiten. Ich freue mich sehr darauf!

Autor: Tobias  |  Rubrik: orientieren  |  19.12.2017
Autor: Tobias
Rubrik: orientieren
19.12.2017

Schülerleben live

Erstmals auf den Jugendmedientagen

Zufällig habe ich über Facebook von den Jugendmedientagen (JMT) erfahren. Sie sind die größte Veranstaltung für junge Medienmacher in ganz Deutschland und finden jährlich für vier Tage statt, dieses Jahr in München. Da es für mich nur zweieinhalb Stunden mit der Bahn sind, buchte ich mir kurzerhand online ein Ticket. Die vier Tage kosteten etwa 50 Euro – ziemlich günstig, da Essen, Trinken und die Übernachtung in Klassenzimmern damit abgedeckt wurden. Der Termin war für mich geschickt, da die JMT in meinen Herbstferien lagen und ich daher keinen Stoff für die Schule nachholen musste.
Als ich am Donnerstag am Münchner Hauptbahnhof ankam, fuhr ich mit der U-Bahn zu einer Berufsschule in der Nähe der Allianz-Arena. Dort trafen sich die insgesamt über 250 Teilnehmer. Ich muss zugeben, dass ich sehr aufgeregt war, da ich das erste Mal auf die Jugendmedientage ging und niemanden kannte. Aber diese Aufregung war schnell verflogen: Gleich nach der Ankunft hat man uns verschiedenen Klassenzimmern zugewiesen, in denen wir unseren Schlafplatz einrichten konnten. Danach ging es gleich los mit den ersten Workshops. Im Voraus konnte man sich im Internet für die verschiedenen Themen und Medientouren (zum Beispiel bei ProSiebenSat.1 oder beim ZDF-Landesstudio Bayern) anmelden. Ich erfuhr zum Beispiel, wie man das soziale Netzwerk Snapchat auch als Journalist benutzen kann, und dass es einen Unterschied macht, ob man bei den Storys die Frontkamera oder die Rückseitenkamera benutzt. Mit Letzterer kann man mehr Distanz zum Geschehen herstellen. An einem anderen Tag haben wir das ZDF-Landesstudio Bayern angesehen, in dem unter anderem das Boulevardmagazin „Leute heute“ produziert wird.
Natürlich habe ich nicht nur interessante Veranstaltungen besucht, sondern auch viele junge Medienmacher kennengelernt und mich mit ihnen ausgetauscht. Ich kann die JMT jedem Medieninteressierten wärmstens empfehlen. Übrigens: Nächstes Jahr werden sie im Norden Deutschlands stattfinden.

Autor: Tobias  |  Rubrik: orientieren  |  15.12.2017
Autor: Tobias
Rubrik: orientieren
15.12.2017