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Schülerleben live

Eine Woche in Paris

Wie ich bereits angekündigt habe, hat man mich als Begleitperson für den jährlich stattfindenden Schüleraustausch zwischen einer Privatschule in Paris und meiner Schule ausgewählt. Gemeinsam mit einer Klassenkameradin verbringe ich nun acht Tage in Paris. Insgesamt nehmen rund 60 Achtklässler am Austausch teil, die von vier Lehrern begleitet werden. Die Hälfte der Zeit ist schon vorbei und bis jetzt hat es mir sehr gut gefallen.
Nach einer knapp zwölfstündigen Busfahrt von Süddeutschland in die französische Hauptstadt kam ich um 19.30 Uhr in dem Pariser Vorort an, in dem sich die Schule befindet. Zum Glück hatte ich schon vorher mit meiner Gastfamilie über E-Mail und WhatsApp Kontakt aufgenommen und ihnen ein Bild von mir geschickt. So konnten sie mich trotz des großen Trubels schnell finden.
Am darauffolgenden Tag gingen wir am Vormittag in die Schule und haben den Unterricht einer siebten Klasse mitverfolgt. Obwohl es sich bei der Austauschschule um eine private Schule handelt, ist die Klasse mit mehr als 30 Schülern sehr groß. Und von außen sieht die Schule um einiges schöner aus als von innen. Die Toiletten zum Beispiel lassen sich nicht richtig abschließen und es gibt weder Seife noch Tücher zum Händeabtrocknen. Nach zwei Stunden Französischunterricht hatten wir noch eine Doppelstunde Sport. Als ich das erste Mal die Sporthalle sah, bin ich wieder erschrocken, da auch diese in einem maroden Zustand ist. So blättert in der Turnhalle die Farbe von den Wänden und auf der Toilette ist die Tür zum Abschließen ausgehängt. Umso mehr freute ich mich darüber, dass wir draußen auf dem Pausenhof Sport machten.
Als dann die große Pause mit einem lauten Glockenschlag eingeläutet wurde, unterbrachen wir die Sportstunde, damit die Schüler auf dem Sportplatz ihre Pause verbringen konnten. Mittags gab es für uns ein kostenloses Essen in der Kantine. Man kann sich fast nicht vorstellen, wie laut es dort war - aber das ist auch kein Wunder bei knapp 2.000 Schülern, die hier in zwei Schichten essen.

Autor: Tobias  |  Rubrik: orientieren  |  17.11.2017
Autor: Tobias
Rubrik: orientieren
17.11.2017

Schülerleben live

Auf der Suche nach einem Abimotto

Schon seit Anfang des Schuljahres ist unsere Jahrgangsstufe auf der Suche nach einem geeigneten Abimotto. So gibt es zurzeit fast kein anderes Gesprächsthema, als sich neue Mottos auszudenken oder die bisher vorgeschlagenen zu kritisieren. Dabei ist es wichtig, eines zu finden, das viel hergibt. Nicht nur der Abschlusspullover wird mit diesem Spruch gestaltet, sondern auch die Abizeitung, für die ich mit rund zehn anderen Mitschülern zuständig bin. Wenn jemand ein Abimotto vorschlägt, überlege ich mir zuerst, wie man das Thema in der Zeitung, zum Beispiel in den Steckbriefen, umsetzen kann. Ebenfalls lohnt es sich, wenn man für die Porträtbilder von jedem genügend Requisiten aufbringen kann, sodass sie abwechslungsreicher aussehen.
In meiner Schule ist ein vierköpfiges Team für das Aussuchen des Abimottos verantwortlich. Zwischen etwa 30 Vorschlägen wählten sie zehn aus, die sie dann unserem Schulleiter vorstellten. Er ist sehr streng und stellt klare Anforderungen: Das Motto darf weder sexistisch, noch gewaltvoll, politisch oder kindisch sein. An Letzterem scheiterte zum Beispiel das von vielen bevorzugte Motto „Teletabbies – Wir sagen winke winke“ – es war ihm nicht intellektuell genug. Kaum ein Spruch hatte beim Schulleiter Bestand. Viele haben nicht verstanden, warum einige Ideen abgelehnt wurden und manche erstaunlicherweise durchgingen. Andere schlugen vor, einfach eines zu nehmen, ohne es mit ihm abzusprechen. „Es ist schließlich unser Abschluss“, heißt es immer wieder.
Als Nächstes können neue Vorschläge eingereicht werden, über die wir dann im Internet abstimmen. Die Beliebtesten werden erneut dem Schulleiter vorgestellt. Wir hoffen, dass er dieses Mal kulanter sein wird. Kurz vor den Herbstferien werden wir dann im Internet endgültig abstimmen. Und dann sehen wir, welches das Rennen macht – ich bin schon gespannt!

Autor: Tobias  |  Rubrik: orientieren  |  03.11.2017
Autor: Tobias
Rubrik: orientieren
03.11.2017

Schülerleben live

Langsam kommt der Schulalltag wieder ...

Genau vor einer Woche war ich mit meinen Klassenkameraden auf Studienfahrt in London. Danach hatten wir zur Erholung ein Wochenende Zeit, bevor die Schule am Montag wieder anfing. Eigentlich ist es schon die dritte Schulwoche seit Ende der Sommerferien, aber wegen der Studienfahrtals kommt es mir vor, als wäre immer noch die erste.
In weniger als zwei Wochen muss ich die sogenannte „Hörverstehensklausur“ in Englisch und Französisch schreiben. Das ist eine der insgesamt vier Klausuren eines Schuljahrs. In ganz Baden-Württemberg ist diese Klausur identisch und findet demnach auch am selben Tag, zur gleichen Uhrzeit statt. Zurzeit bearbeiten wir dazu in beiden Fächern die Prüfungen der vergangenen Jahre. Und die haben es in sich: Oft versteht man kaum die Leute, die miteinander reden, aufgrund der störenden Hintergrundgeräusche. Oder sie sprechen viel zu schnell und verschlucken einige Wörter, sodass man nicht mehr hinterherkommt mit dem Ausfüllen der Klausur.
Allerdings werde ich bei beiden Klausuren nicht anwesend sein, da ich als Begleitperson auf den Frankreichaustausch der 8. Klasse mitgehen werde. Auch meine Klassenkameradin ist dabei und so müssen wir zusammen die Klausur am zentralen Nachschreibtermin im November schreiben. In Paris werde ich insgesamt eineinhalb Wochen sein, was aber zugleich heißt, dass ich den ganzen Stoff und die Hausaufgaben, die meine Klassenkameraden in dieser Zeit machen, nachholen muss. Trotz dieser Mehrbelastung freue ich mich auf die Fahrt, ich habe die Stadt von meiner Fahrt in der 8. Klasse noch gut in Erinnerung. Und ich hoffe, meine Französischkenntnisse pünktlich zu den bevorstehenden Abiturprüfungen aufbessern zu können.

Autor: Tobias  |  Rubrik: orientieren  |  26.10.2017
Autor: Tobias
Rubrik: orientieren
26.10.2017