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Schülerleben live

Studienfahrt nach London

An die Schule habe ich mich nach den Sommerferien noch nicht gewöhnen können, da es bereits nach einer Woche auf Studienfahrt nach London ging. Nun bin ich fast wieder im Ferienmodus. Diese Fahrten sind an meiner Schule wie eine Abschlussfahrt und finden immer in der zweiten Schulwoche der zwölften Klasse statt. Diesmal stand neben London auch Prag, die Costa Brava oder eine sportliche Fahrt nach Frankreich in das Département Ardèche zur Wahl. Bereits im vorigen Schuljahr mussten wir uns für drei Studienfahrten entscheiden und unter diesen unseren Favoriten angeben. Für andere verlief die Zuteilung nicht so gut, ich hatte aber Glück. Da ich noch nie zuvor in London war, freute ich mich sehr darauf.
Der Tag vor unserer Abfahrt wurde allerdings von einem Terroranschlag in einer U-Bahn-Station in London überschattet. Jeder musste daraufhin von seinen Eltern ein Zettel unterschreiben lassen, der besagte, dass sie über die Ereignisse dort informiert seien. Zum Glück fuhren wir am nächsten Tag trotzdem fast vollzählig los.
Nach einer 17-stündigen Busfahrt über Luxemburg, Belgien und Frankreich kamen wir morgens um etwa 10 Uhr endlich im Hotel an. Geschlafen habe ich bis dorthin fast nicht, da wir fast alle zwei Stunden anhielten und ich dann wieder wach wurde. Ein Höhepunkt für mich war die Überfahrt mit der Fähre vom französischen Calais ins britische Dover, während dieser wir einen atemberaubend schönen Sonnenuntergang vom Außendeck beobachten konnten.
In London angekommen, stellten wir unsere Koffer in den Frühstücksraum des Hotels. Danach begannen wir gleich mit der ersten Tour durch die Hauptstadt. Wir schauten die St. Pauls Kathedrale an und liefen über die Millennium Bridge zur Tate Gallery of Modern Art. Dort konnte man kostenlos mit dem Aufzug in den obersten Stock des Gebäudes fahren und hatte einen schönen 360-Grad-Ausblick über die Metropole. So sparten wir uns den teuren Eintritt, den wir bei einer Fahrt mit dem London Eye, dem bekannten Riesenrad an der Themse, bezahlen hätten müssen. In den darauffolgenden Tagen besuchten wir unter anderem einen botanischen Garten, das Natural History Museum und machten einen Tagesausflug in die Küstenstadt Brighton.

Autor: Tobias  |  Rubrik: orientieren  |  18.10.2017
Autor: Tobias
Rubrik: orientieren
18.10.2017

Schülerleben live

Schulbeginn = Entscheidungszeit

Es ist so weit: Nach rund sechs Wochen Ferien fing die Schule wieder an. Normalerweise ändert sich immer viel von einem Schuljahr auf das andere – zum Beispiel der Stundenplan oder die Lehrer. Aber diese Mal war alles recht unspektakulär, da wir unseren Stundenplan schon vor den Ferien bekommen hatten. Zudem habe ich bis auf eine Ausnahme jetzt in der 12. Klasse dieselben Lehrer wie im vorigen Jahr. Selbst meine Schulsachen mitsamt den Ordnern zu den einzelnen Fächern konnte ich wiederverwenden. Zurzeit wiederholen wir den Stoff der 11. Klasse, da in den Ferien ziemlich viel vergessen wurde. Und wir bekommen auch schon die ersten Hausaufgaben, sodass ich mich schon wieder richtig an die Schule gewöhnt habe.

Für mich ist nicht nur Schulbeginn, sondern auch Entscheidungszeit. Einerseits muss ich mich bis Ende der Woche festlegen, in welchen Fächern ich meine schriftliche Abiturprüfung absolvieren werde – wahrscheinlich in Englisch und Französisch, da Sprachen gerne mag. Das hieße dann aber auch, dass ich zwei 15-minütige Kommunikationsprüfungen ablegen müsste. Und da wären wir bei andererseits: Die Art dieser Kommunikationsprüfung. Man kann entweder eine Tandemprüfung (mit einem Klassenkameraden) oder eine Prüfung allein mit dem Lehrer machen. Die Lehrer wollen sich nicht festlegen, welche Art die bessere ist. „Das muss jeder selber wissen und jeder Typ hat seine Vor- und Nachteile“, heißt es dann immer. Vermutlich werde ich mich für die Prüfung mit einem Klassenkameraden entscheiden, weil man diese besser üben kann.

In der nächsten Woche finden bei uns an der Schule die Studienfahrten statt, so etwas wie unsere Abschlussfahrten. Für mich geht es nach London – see you!

Schülerleben live

Eine Woche bei der Zeitung

In der letzten Ferienwoche nahm ich an einem Projekt einer lokalen Zeitung teil, das für Jugendliche angeboten wurde. Während dieser Woche recherchierten insgesamt neun Personen zwischen 14 und 17 Jahren zu den Themen Rassismus/Nationalismus, Flüchtlinge, Gerechtigkeit und Umwelt/Klima.
Ich beschäftigte mich intensiv mit dem Thema Flüchtlinge auf dem Arbeitsmarkt. Dazu sprach ich mit einem afghanischen Flüchtling, der während seiner erfolgreichen Ausbildung abgeschoben werden sollte, sowie mit einer Flüchtlingsbeauftragten, die viel über die Herausforderungen bei der Arbeits- oder Ausbildungssuche der Geflüchteten erzählte. Aus meinen Rechercheergebnissen schrieb ich nicht nur einen Text, sondern machte mithilfe einer erfahrenen Redakteurin der Zeitung eine 360-Grad-Aufnahme der Arbeitsstelle des Flüchtlings. Daraus entstand dann eine interaktive Onlinereportage. Besonders gefällt mir daran, dass man viele Bilder und Videos online zeigen kann. So wird die Geschichte viel anschaulicher gestaltet.
Anfang der Woche begannen wir mit der Themenfindung, bei der mit jeder Person ein Thema und auch die passenden Ansprechpartner vereinbart wurden. Am nächsten Tag rief ich bei dem Chef des jungen Afghanen an und konnte ein Interviewtermin für den darauffolgenden Tag ausmachen. Allerdings sprach ich nicht nur mit ihm, sondern auch mit einem Musiker, dessen Eltern aus Eritrea nach Ägypten geflohen sind. Er selbst lebt schon seit seiner Kindheit in Deutschland. Bevor ich mit ihm skypte, googelte ich im Internet seinen Namen und überlegte mir viele Fragen für das Interview. Ich schreibe mir immer lieber mehr Fragen heraus als nötig – für den Fall, dass der Interviewte doch kürzer als gedacht antwortet. Zum Abschluss schauten wir uns gemeinsam unsere Onlinereportage an und aßen Pizza.
Alles in allem, hat mir die Aktion sehr gefallen und mein Berufswunsch, später einmal Journalist zu werden, hat sich weiter verfestigt.

Autor: Tobias  |  Rubrik: orientieren  |  06.10.2017