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Schülerleben live

Schulbeginn = Entscheidungszeit

Es ist so weit: Nach rund sechs Wochen Ferien fing die Schule wieder an. Normalerweise ändert sich immer viel von einem Schuljahr auf das andere – zum Beispiel der Stundenplan oder die Lehrer. Aber diese Mal war alles recht unspektakulär, da wir unseren Stundenplan schon vor den Ferien bekommen hatten. Zudem habe ich bis auf eine Ausnahme jetzt in der 12. Klasse dieselben Lehrer wie im vorigen Jahr. Selbst meine Schulsachen mitsamt den Ordnern zu den einzelnen Fächern konnte ich wiederverwenden. Zurzeit wiederholen wir den Stoff der 11. Klasse, da in den Ferien ziemlich viel vergessen wurde. Und wir bekommen auch schon die ersten Hausaufgaben, sodass ich mich schon wieder richtig an die Schule gewöhnt habe.

Für mich ist nicht nur Schulbeginn, sondern auch Entscheidungszeit. Einerseits muss ich mich bis Ende der Woche festlegen, in welchen Fächern ich meine schriftliche Abiturprüfung absolvieren werde – wahrscheinlich in Englisch und Französisch, da Sprachen gerne mag. Das hieße dann aber auch, dass ich zwei 15-minütige Kommunikationsprüfungen ablegen müsste. Und da wären wir bei andererseits: Die Art dieser Kommunikationsprüfung. Man kann entweder eine Tandemprüfung (mit einem Klassenkameraden) oder eine Prüfung allein mit dem Lehrer machen. Die Lehrer wollen sich nicht festlegen, welche Art die bessere ist. „Das muss jeder selber wissen und jeder Typ hat seine Vor- und Nachteile“, heißt es dann immer. Vermutlich werde ich mich für die Prüfung mit einem Klassenkameraden entscheiden, weil man diese besser üben kann.

In der nächsten Woche finden bei uns an der Schule die Studienfahrten statt, so etwas wie unsere Abschlussfahrten. Für mich geht es nach London – see you!

Schülerleben live

Eine Woche bei der Zeitung

In der letzten Ferienwoche nahm ich an einem Projekt einer lokalen Zeitung teil, das für Jugendliche angeboten wurde. Während dieser Woche recherchierten insgesamt neun Personen zwischen 14 und 17 Jahren zu den Themen Rassismus/Nationalismus, Flüchtlinge, Gerechtigkeit und Umwelt/Klima.
Ich beschäftigte mich intensiv mit dem Thema Flüchtlinge auf dem Arbeitsmarkt. Dazu sprach ich mit einem afghanischen Flüchtling, der während seiner erfolgreichen Ausbildung abgeschoben werden sollte, sowie mit einer Flüchtlingsbeauftragten, die viel über die Herausforderungen bei der Arbeits- oder Ausbildungssuche der Geflüchteten erzählte. Aus meinen Rechercheergebnissen schrieb ich nicht nur einen Text, sondern machte mithilfe einer erfahrenen Redakteurin der Zeitung eine 360-Grad-Aufnahme der Arbeitsstelle des Flüchtlings. Daraus entstand dann eine interaktive Onlinereportage. Besonders gefällt mir daran, dass man viele Bilder und Videos online zeigen kann. So wird die Geschichte viel anschaulicher gestaltet.
Anfang der Woche begannen wir mit der Themenfindung, bei der mit jeder Person ein Thema und auch die passenden Ansprechpartner vereinbart wurden. Am nächsten Tag rief ich bei dem Chef des jungen Afghanen an und konnte ein Interviewtermin für den darauffolgenden Tag ausmachen. Allerdings sprach ich nicht nur mit ihm, sondern auch mit einem Musiker, dessen Eltern aus Eritrea nach Ägypten geflohen sind. Er selbst lebt schon seit seiner Kindheit in Deutschland. Bevor ich mit ihm skypte, googelte ich im Internet seinen Namen und überlegte mir viele Fragen für das Interview. Ich schreibe mir immer lieber mehr Fragen heraus als nötig – für den Fall, dass der Interviewte doch kürzer als gedacht antwortet. Zum Abschluss schauten wir uns gemeinsam unsere Onlinereportage an und aßen Pizza.
Alles in allem, hat mir die Aktion sehr gefallen und mein Berufswunsch, später einmal Journalist zu werden, hat sich weiter verfestigt.

Autor: Tobias  |  Rubrik: orientieren  |  06.10.2017

Schülerleben live

Von Polenta, Kübelgondeln und Lektüre

Langsam neigt sich der Urlaub am Lago Maggiore dem Ende zu. Doch wir haben bis jetzt eine Menge erlebt. Zum Beispiel waren wir in der Nähe unserer Ferienwohnung bei einem großen Fest, das das ganze Wochenende über dauerte. Da gab es natürlich typisch italienisches Essen, zum Beispiel Polenta, die aus Mais hergestellt wird, oder Risotto – sehr lecker! Einige Italiener versuchten, mit uns zu reden, aber leider können weder meine Eltern noch ich italienisch. Ich finde es schade, dass man diese Sprache bei mir an der Schule nicht lernen kann. Allerdings kommt man mit Spanisch auch weiter, denn viele Wörter sind ähnlich.
An einem anderen Tag sind wir mit einer Seilbahn in Laveno auf den Sasso del Ferro hochgefahren. In der Sesselbahn konnte man nicht wie gewohnt sitzen, sondern man stand in kleinen Kübeln. Das war eine ganz neue Erfahrung – aber so richtig sicher fühlte es sich nicht an, da die Kübel bereits bei der kleinsten Bewegung wackelten. Oben angekommen genossen wir erst den atemberaubenden Ausblick über den gesamten Lago Maggiore und sind dann noch weiter auf den Gipfel gelaufen. Aufgrund der schlechten Beschilderung verliefen wir uns dann wieder ein paarmal. Danach fuhren wir mit der Bahn wieder herunter, liefen noch am Hafen umher und aßen ein Eis, bevor es zurück in unsere Ferienwohnung ging.
Mit der Zeit musste ich leider wieder an die Schule denken. Wir müssen in den Ferien die Romane „Half Broke Horses“ der US-amerikanischen Autorin Jeannette Walls und „Un secret“ des französischen Schriftstellers Philippe Grimbert lesen. Darauf hatte ich wenig Lust, aber irgendwie musste ich mich dann noch motivieren. Mittlerweile kaufe ich mir immer zu den Büchern die Lektürehilfen dazu, sodass man die Bücher besser verstehen kann. Zudem schreibe ich Notizen ins Buch und mache Post-Its hinein. So kann ich im Unterricht die Textstellen schneller finden. Am meisten Probleme bereiten mir meistens die verschiedenen Namen der Protagonisten in den zwei Büchern. Diese kann man schnell verwechseln …

Autor: Tobias  |  Rubrik: orientieren  |  28.09.2017
Autor: Tobias
Rubrik: orientieren
28.09.2017