Logo Bundesagentur für Arbeit
Logo Bundesagentur für Arbeit
  • Drucken
  • Versenden
  • PDF (Öffnet sich in neuem Fenster)

Kategorien

Schülerleben live

Salut de France!

„Bienvenue en France“ hieß es für mich vergangene Woche. Insgesamt zwei Wochen werde ich bei einer französischen Familie etwa eine Stunde entfernt von der Hauptstadt Paris wohnen. Nach einer sechs Stunden langen Fahrt über Ulm und Stuttgart mit dem Zug bin ich endlich in Paris, genauer gesagt am Gare de l’Est angekommen (es gibt sieben Bahnhöfe für Fernverkehr in Paris und dafür keinen Hauptbahnhof). Schon in Ulm hatte ich Schwierigkeiten beim Umsteigen. Da mein Regionalzug Verspätung hatte, erwischte ich den ICE nach Stuttgart nicht mehr. Glücklicherweise bin ich dann in einen Regionalzug eingestiegen und habe es noch pünktlich nach Stuttgart für den TGV nach Paris geschafft.
Ganz aufgeregt stand ich dann an diesem riesigen Bahnhof, da ich bis dahin mit meiner Familie nur Kontakt per E-Mail hatte. Zuvor habe ich ihnen meine Wagonnummer mitgeteilt, sodass die Vier direkt vor der Tür auf mich warteten. Sie begrüßten mich alle herzlich mit dem obligatorischen Wangenkuss.
Da ich um sechs Uhr abends ankam, war sehr viel Verkehr auf den Pariser Straßen. Das zeigte sich, als meine Gastfamilie und ich zu meiner neuen „Heimat“, einer Stadt mit 2.000 Einwohnern, fuhren. Immer wieder mussten wir anhalten und gefühlte tausend Mal wieder anfahren. Für mich war das der erste „positive“ Schock, denn endlich war etwas los, wobei dieser Eindruck für mich (ein Schüler aus einem Dorf mit 400 Einwohnern) nicht besonders schwer zu gewinnen ist. Nach einer 45-minütigen Fahrt kamen wir zu Hause an und machten uns gleich auf den Weg in ein libanesisches Restaurant. Bis dahin war ich noch nie in einem solchen und deshalb gespannt, was es dort alles zu essen gibt. Wir bestellten mehrere kleine Teller mit verschiedenen Speisen, sodass jeder von allem probieren konnte. Es gab den Kichererbsendip „Hummus“ und eine weitere Besonderheit war ein in Weintraubenblätter eingelegtes Stück Fleisch. Das schmeckte sehr würzig, kann ich nur empfehlen! Mit vollem Magen und noch erschöpft von der Reise, ging es zu Hause gleich ins Bett. Viele Grüße aus Frankreich!

Autor: Tobias  |  Rubrik: orientieren  |  29.08.2017

Schülerleben live

Endlich Ferien!

In den letzten zwei Wochen vor den Sommerferien haben wir in der Schule kaum Wichtiges gemacht. Ab und zu hatten wir noch Hausaufgaben auf, die aber – gerade nach der Notenabgabe – von fast keinem mehr ernstgenommen wurden. Manchmal frühstückten wir gemeinsam. Zuvor wurde ausgemacht, wer was mitbringt, zum Beispiel Nutella, Marmelade oder Saft. Während der vielen Freistunden und entspannten Unterrichtsstunden konnte ich mich schon langsam auf die Ferien einstellen. Allerdings dachten manche Lehrer, dass es gerade für uns zukünftige Abiturienten wichtig sei, mit dem Lernstoff weiterzumachen. Diese Motivation vonseiten der Lehrer stieß aber bei den meisten Schülern auf Unverständnis. Besonders dann, als wir in der Stunde vor der Abschlussfeier der Jahrgangsstufe eins nur zu sechst waren, aber trotzdem Unterricht machten.
Ein besonderer Schultag war der „Bauerntag“, an dem viele Schüler in Tracht oder Lederhosen in die Schule kamen. Manche fuhren sogar mit ihren eigenen Traktoren her!
Am Mittwoch war dann endlich der letzte Schultag. Bis Freitag hatte ich kurz Zeit zum Verschnaufen, bevor es für ein Wochenende ins Zeltlager der Jugendfeuerwehr ging. Beim Packen dachte ich fast an alles – außer an einen Ball oder ein Badmintonset. Doch Not macht bekanntlich erfinderisch! Unsere verzweifelten Versuche, mit einem Tischtennisschläger und Plastiktellern Badminton zu spielen oder einen Plastikteller als Frisbee-Scheibe zu benutzen, blieben allerdings erfolglos. Das Highlight waren verschiedene Spiele. Ich fand den Flip-Flop-Weitwurf am lustigsten. Bei einem anderen Wettbewerb mussten Erbsen mit einem Strohhalm angesaugt und in ein nahes Gefäß transportiert werden. Das klappte bei mir nur mittelmäßig gut.
Kaum zuhause, ging es gleich weiter: In den nächsten zwei Wochen werde ich meine Französischkenntnisse bei einem Austausch in der Nähe von Paris aufbessern. Mehr dazu lest ihr in meinem nächsten Beitrag …

Autor: Tobias  |  Rubrik: orientieren  |  16.08.2017
Autor: Tobias
Rubrik: orientieren
16.08.2017

Schülerleben live

Kleine Einführung

Damit ihr mich besser kennenlernt, stelle ich mich erst einmal vor: Ich bin Tobias, 17 Jahre alt und komme aus einem kleinen Dorf mit 400 Einwohnern, das am Rande der Schwäbischen Alb liegt. Nächstes Jahr werde ich mein Abitur machen. Nach insgesamt acht Jahren Schule freue ich mich einerseits auf einen neuen Lebensabschnitt, andererseits werde ich viele meiner Freunde nicht mehr so oft sehen können. Zurzeit habe ich noch bis Anfang September Ferien und bin sehr froh darüber, denn in den letzten Wochen vor der Notenabgabe war es wegen den vielen Klausuren ziemlich stressig. Aber nun habe ich sechs Wochen Zeit zum Abschalten!
In meiner Freizeit engagiere ich mich in der örtlichen Jugendfeuerwehr und werde im nächsten Schuljahr die Ausbildung zum „Truppmann“ absolvieren. Hat man diese in der Tasche, fährt man auf Einsätzen der freiwilligen Feuerwehr mit. Hierfür bekommt einen Piepser, mit dem man über Notfälle informiert wird. Das fällt dann zwar alles zusammen mit den Abiturvorbereitungen, aber irgendwie wird das schon funktionieren.
Einmal in der Woche helfe ich zudem Flüchtlingskindern im Alter von sechs bis 16 Jahren bei ihren Hausaufgaben. Das kann manchmal nervenauftreibend sein, meistens aber macht es Spaß und man kann selbst noch etwas lernen. Darüber werde ich euch in meinem Blog auf jeden Fall eine Menge erzählen können. In der Schule leite ich außerdem seit einigen Jahren die Presse-Arbeitsgemeinschaft (AG). Zusammen berichten wir für die Schulhomepage in Text und Bild über Veranstaltungen.
Beruflich gesehen möchte ich gerne in Richtung Journalismus gehen. Wegen mangelnder Chancen am Arbeitsmarkt möchten mir das viele ausreden. Ich finde aber, man sollte das tun, was einem Spaß macht und nicht das, bei dem man gerade die besten Berufsaussichten hat. Mit 17 Jahren ist es ohnehin noch zu früh, genau zu wissen, was man einmal werden will.
Ich freue mich sehr, euch in mein Leben mitzunehmen und hoffe, dass es nicht langweilig wird. Bloggen an sich finde ich spannend, da es für mich eine ganz neue Erfahrung ist, über mich selbst zu berichten – ich bin es eher gewohnt, über andere zu schreiben.
Für die nächste Zeit wünsche ich euch viel Spaß beim Lesen meines (hoffentlich) interessanten Blogs!

Autor: Tobias  |  Rubrik: orientieren  |  08.08.2017
Autor: Tobias
Rubrik: orientieren
08.08.2017