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Schülerleben live

Jetzt sollte es ernst werden

Wirklich begriffen, dass ich in wenigen Wochen ein Studium beginnen werde, habe ich als ich in die Facebook-Gruppe der Jura-Erstis in Heidelberg eingetreten bin. Ich konnte einen Blick auf meine künftigen Kommilitonen werfen und bekam mit, dass auch sie viele Fragen haben. Beruhigenderweise haben die meisten auch noch keine Unterkunft gefunden. Die Zimmersuche gestaltet sich momentan noch etwas schwierig. Offiziell sind nämlich alle Wohnheime der Universität komplett voll. Meine Kriterien für die Wohnung sind die Nähe zur Uni, ein finanzielles Limit von 300 Euro für die Miete und bestenfalls nette Mitbewohner zu haben. Von einem befreundeten Studenten bekam ich den Tipp, unbedingt zu den Wohnheimen zu gehen und mich persönlich vorzustellen, um nicht unter den 2.000 anderen Bewerbern unterzugehen. Also habe ich einen weiteren Besuch in Heidelberg geplant und werde bei den Hausmeistern persönlich vorsprechen.

Daneben habe ich mich aber auch bei einem privaten Wohnheim angemeldet und war etwas erstaunt über deren Anforderungen. Neben einem ausformulierten Lebenslauf sollte ich ein Empfehlungsschreiben einreichen. Was mich an einem Wohnheim reizt ist, dass man direkt unter Leute kommt und viele Leute kennenlernt, wenn man sich den Eingang, das Bad und die Küche teilt. An die Sache mit dem Bad muss ich mich zwar erst noch gewöhnen, aber ein kluger Mensch hat mal gesagt: Das Leben beginnt dort, wo die Komfortzone aufhört. Den Luxus eines eigenen Bades, immer frischer Wäsche und eines stets gut gefüllten Kühlschranks kann ich mir wohl abschminken. Aber momentan überwiegt die Vorfreude. Ich kann es kaum glauben: In wenigen Wochen bin ich Studentin!

Autor: Bo  |  Rubrik: orientieren  |  26.08.2015
Autor: Bo
Rubrik: orientieren
26.08.2015

Schülerleben live

Selbstverteidigung

Lange dauert es nicht mehr bis zu meiner Abreise nach Bolivien. Langsam muss ich auch damit anfangen, mich von allerlei Menschen zu verabschieden. Die ersten waren die Leute aus dem Wing-Tsun-Training. Meine Mutter war es, die mir vorgeschlagen hat, damit anzufangen. Und da es gerade in einem Land wie Bolivien nicht schlecht ist, sich wenigstens ein bisschen verteidigen zu können, begleitete ich eine Freundin, die ebenfalls erst angefangen hatte, zum Schnuppertraining. Ich war sofort begeistert. Nachdem ich mich jetzt so lange nicht wirklich sinnvoll beschäftigt hatte, fiel es mir auch überhaupt nicht schwer, mir wieder neue Fertigkeiten anzueignen. Da es bei dieser Art Kampfsport mehr um Präzision geht, als um Kraft, muss man sich ganz schön konzentrieren und die Bewegungen immer wieder wiederholen, bis alles in Fleisch und Blut übergeht. Allerdings freute ich mich zu früh, als ich annahm, dass das ja gar kein richtiger Sport ist. Denn wir hatten wegen der Hitze bei den ersten Trainingseinheiten das Aufwärmen weggelassen. Als ich das dann mal an einem kühleren Tag kennenlernte, war ich anschließend so erschöpft, dass es mir richtig schwer fiel, mich auf das eigentliche Training zu konzentrieren.

Zwar weiß ich nicht, wie viel mir das alles letztlich bringen wird, da ich insgesamt nur vier Wochen im Training war, aber ein paar grundlegende Bewegungsabläufe und Schritte kann ich auch für mich selbst weiterhin trainieren. Was davon auf jedenfall bleibt, ist das Selbstbewusstsein, dass ich tatsächlich etwas ausrichten kann und die Tatsache, dass ich nun besser einzuschätzen kann, wozu mein Körper in der Lage ist, aber auch, wo meine Grenzen liegen. Wenn ich den Schlag eines Gegners weiterleiten möchte, will ich dazu schließlich nicht zu viel Energie aufwenden, damit er meterweit an mir vorbeigeht, wenn ich mich auch schonen und ihn kanpp an meiner Schulter vorbeilenken kann.

Ich hoffe natürlich trotzdem, dass ich in Bolivien nicht darauf zurückgreifen muss. In einer ernsten Situation könnte ich wahrscheinlich trotzdem nichts gewinnen, aber ein bisschen Sicherheit gibt es mir auf jeden Fall.

Autor: Lea  |  Rubrik: orientieren  |  14.08.2015
Autor: Lea
Rubrik: orientieren
14.08.2015

Schülerleben live

Die Hauptstadt ruft ...

... mal wieder! Jawohl, ich bin schon wieder hier im Zentrum des Lebens, meinem persönlichen „place to be“. Inzwischen bin ich hier öfter als im Stadtzentrum meiner Heimatstadt. Aber was soll ich auch in der Essener Innenstadt, wenn ich in Berlin sein kann? Wer meinem Blog folgt, weiß von meiner Liebe zu Berlin und dass ich vermutlich ein Workaholic bin. Und wie könnte es anders sein: Ich bin natürlich zum Arbeiten hier.

Eigentlich will ich aber auf etwas ganz anderes hinaus: networking. Nach einem regulären Arbeitstag geht es bei mir erst so richtig los. Das klingt vielleicht seltsam und überzogen, aber ich meine dabei nicht, dass ich die Arbeit nicht loslassen kann, sondern dass ich mich dann um neue Kontakte kümmere. Zwar bin ich noch ganz am Anfang, aber eins weiß ich ganz sicher: Kontakte schaden nur dem, der sie nicht hat. Sei es das Abendessen mit Arbeitskollegen oder dem anderen Praktikanten, den man auf dem Weg zur Post kennengelernt hat. Sei es der Jungunternehmer, mit dem man in der Warteschlange im Mittagsbistro stand. Trefft diese Menschen und redet mit ihnen. Nicht aus jedem gemeinsamen Essen muss ein Praktikumsplatz entstehen oder gar die Aussicht auf einen Job – so einfach ist es dann vermutlich doch nicht. Aber allein schon der Tausch von Visitenkarten und Kenntnisse fremder Lebensgeschichten, kann einem irgendwann mal weiterhelfen. Wie viele Firmen, Geschäftsideen und Chancen sind wohl zwischen Hauptgang und Dessert entstanden? Ich vermute, dass es sehr viele gewesen sind. Deshalb: Traut euch einfach mal, auf diese Art und Weise ein Netzwerk neben Schule und Universität aufzubauen. Die Energie, die ihr investiert, wird sich mindestens doppelt auszahlen, wenn ihr im Gegensatz zu anderen Kommilitonen und Mitschülern zum Beispiel direkt einen wirklich guten Praktikumsplatz erhaltet, während andere noch darum einen kämpfen müssen.

Autor: Bo  |  Rubrik: orientieren  |  06.08.2015
Autor: Bo
Rubrik: orientieren
06.08.2015