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Schülerleben live

Filmkarriere?

Per Mail bekam ich das Angebot, in einem Film mitzuspielen. Ich? In einem Film? Bei genauerem Lesen stellte sich heraus, dass sich nicht Hollywood gemeldet hatte, sondern der Meramo-Verlag in Nürnberg, der sich unter anderem für dieses Portal hier verantwortlich zeichnet. Der Film, bei dem ich mitspielen sollte, sollte Schülern, Abiturienten und Studierenden den Nutzen einer Berufsberatung näherbringen. Ich war sofort überzeugt und sagte zu.

Der Tagestrip nach Erlangen war besonders aufregend für mich, da ich ursprünglich von dort stamme und die Stadt lange nicht mehr besucht hatte. Das Drehbuch hatte ich schon vorher erhalten und meine Texte gelernt. In der Arbeitsagentur sollte meine erste Szene gedreht werden. Dort lernte ich auch die Crew und die anderen Darsteller kennen. Bevor wir aber mit den Aufnahmen starten konnten, wurden erst mal alle Kameras, der Ton und die Beleuchtung eingestellt und ein Probeablauf gemacht. Erst dann ging es richtig los. Ich musste die Szene insgesamt zwei Mal spielen, um sie auch von einem anderen Winkel aus in den Kasten zu bringen. So verbrachten wir gut und gerne eine Stunde für eine Szene von zehn Sekunden. Die nächsten Einstellungen sollten in Nürnberg in einem Park gedreht werden. Vor neugierigen Zuschauern sprachen wir dort unsere Einzelszenen ein. Für meine drei Sätze brauchten wir erneut mehr als eine Stunde, weil mal das Licht oder der Ton nicht stimmte, ich mich im Text verhaspelte oder das Mikro im Bild war. Abschließend ging es in die Greenbox im Studio der Medienwerkstatt Nürnberg, in der es ziemlich heiß war.

Insgesamt war es eine tolle Erfahrung, mal selbst bei einem professionellen Filmdreh live dabei zu sein! Ich bin schon sehr gespannt auf das Ergebnis, das ihr dann auch bald hier im Portal unter www.abi.de/videos bewundern könnt.

Autor: Bo  |  Rubrik: orientieren  |  16.07.2015
Autor: Bo
Rubrik: orientieren
16.07.2015

Schülerleben live

Grüße aus der Sauna

Seit Tagen zeigt das Thermometer über 30 Grad an, aber uns Schülern „hitzefrei“ geben? Niemals. Warum auch? So sind wir wenigstens richtig heiß auf neue Französisch-Grammatik und das Aufwärmen in Sport ist auch überflüssig. Um 16 Uhr, bei dieser Hitze, in einem stickigen 25-Quadratmeter-Zimmer mit 30 schwitzenden Klassenkameraden auf einem Haufen: Das sind doch großartige Aussichten, oder?

Unterricht macht bei diesen Temperaturen meiner Meinung nach jedenfalls keinen Sinn. Aber die Schulleitung gibt einfach nicht nach. Die beliebteste Ausrede: Lehrproben. Tja, jedoch hat dieser Vorwand einen klitzekleinen Schwachpunkt. Lehrproben finden nicht am Nachmittag statt. Aber was soll man machen? Sollen wir einen Sitzstreik organisieren? Haben wir probiert, hat nicht geholfen. Vernünftig mit den Lehrern reden? Unmöglich. Und genau genommen können die ja auch nichts dafür …

Aber wir haben „Fortschritte“ gemacht! Als das Thermometer auf 40 Grad kletterte, wurde beschlossen, dass die zehnte Stunde ausfällt und die Mittagspause auf eine halbe Stunde verkürzt wird, sodass wir alle um 15 Uhr heim durften. Mein Beileid an alle, die nur neun Stunden hatten. Die hatten nämlich einfach nur eine kürzere Pause.

Einen Vorteil hat unsere Schule jedoch, denn kurze Kleidung ist bei uns erlaubt: Hotpants, kurze Tops, sogar bauchfrei. Trotzdem kleben wir alle an den Stühlen fest. Ich finde ja, wenn man schon eine öffentliche Sauna errichtet, sollten die Leute wenigstens in Badesachen kommen dürfen – und der Pool fehlt!

Autor: Janika  |  Rubrik: orientieren  |  09.07.2015
Autor: Janika
Rubrik: orientieren
09.07.2015

Schülerleben live

Krankenhaus

Zugegeben, meine Motivation, einen geregelten Tagesablauf zu führen, geht gegen null. Ich meine, ich hab das Abi geschafft und mir damit doch irgendwie das Recht erworben, jeden Tag auszuschlafen und zu faulenzen. Schön wär’s! Mein Alltag sieht nämlich deutlich anders aus: Ich stehe morgens um 5 Uhr auf. So früh musste ich zu Schulzeiten nicht einmal aufstehen, wenn ein Schneesturm das Straßennetz lahmlegte. Was also ist der Grund für meine morgendlichen Aggressionen, die ich wahlweise an der unschuldigen Bettdecke, dem Bettrahmen oder besonders gern am Wecker auslasse?

Natürlich ist das Studium schuld. Und das, obwohl ich noch nicht einmal sicher bin, ob mir der Schlafmangel und der Verzicht auf ein soziales Leben wirklich etwas bringen werden. Ich mache ein einmonatiges Pflegepraktikum in einem Krankenhaus, welches einen Teil des 90-tägigen Pflichtpraktikums für das Medizinstudium abdecken soll. Das bedeutet also früh morgens auf Station sein, bei der Übergabe des Nachtdiensts mitschreiben und dann die Frühschicht unterstützen. Zur Morgenrunde der Pfleger gehört die Kontrolle der Vitalwerte eines jeden Patienten. Nachdem Puls, Blutdruck und Temperatur gemessen und akribisch in die Akte des Patienten (genannt Kurve) eingetragen wurden, werden diejenigen Patienten gewaschen und versorgt, die dazu selbst nicht in der Lage sind. Im Verlauf des Tages bringe ich dann Blutproben ins Labor oder Patienten zu ihren Untersuchungen in anderen Teilen des Krankenhauses. Ein Patient muss auf die Toilette, schafft es aber nicht und klingelt deshalb? Schon bin ich auf dem Weg und helfe ihm.

Schon in den ersten Tagen ist mir aufgefallen, dass Blutdruck messen lernen keine Kunst ist. Die wahren Herausforderungen liegen ganz woanders. Man muss sich wirklich gut mit den Kollegen verstehen, sonst gestaltet sich die Zusammenarbeit als sehr schwierig. Denn: Schon ein kleines Missverständnis kann hier lebensgefährliche Folgen haben.

Autor: Bo  |  Rubrik: orientieren  |  09.07.2015
Autor: Bo
Rubrik: orientieren
09.07.2015