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Schülerleben live

Abifeier

Am Sonntag war es offiziell vorbei. Ich hatte zwar schon seit April keinen Unterricht mehr, aber irgendwie habe ich mich dennoch die ganze Zeit als „Schülerin“ bezeichnet. Es ist ziemlich irritierend, diesen Titel nach zwölf Jahren aufzugeben. Vor der Feier war ich zu 100 Prozent sicher gewesen, dass ich keinen Anflug von Emotionalität oder gar

Trennungsschmerz empfinden würde. Jahrelang hatte ich gemeinsam mit Freundinnen kopfschüttelnd betrachtet, wie die älteren Jahrgänge tränenreiche Abschiede zelebrierten. Das sollte mir nicht passieren.

Herausgeputzt für den letzten Schulauftritt fuhr ich also mit meiner Familie an diesem sonnigen Tag den Weg, den ich in den letzten Jahren so oft gegangen war. Auf dem Programm standen ein Gottesdienst, ein Empfang und dann die Zeugnisübergabe inklusive musikalischer Untermalung durch das Schulorchester. Der Gottesdienst fand in unserer Schulkirche statt und war dann doch emotional – schließlich waren wir hier vor acht Jahren begrüßt worden. Hier hatte alles angefangen. Als dann das „Irische Segenslied“ zum Abschluss gesungen wurde, flossen doch bei nahezu allen ein paar Tränen. Aber es waren eher Tränen der Dankbarkeit für alles Gute, was in den letzten Jahren passiert war und Tränen der Freude darüber, dass man hier Freunde fürs Leben gefunden hatte. Nach dem Empfang und der Verleihung der Zeugnisse ließen wir noch Luftballons steigen – ein unvergesslicher Moment, an den ich mich bestimmt immer wieder gerne erinnern werde. Schlussendlich bleibt mir nur zu sagen: Danke für acht Jahre, die im Nachhinein eher wie acht Tage wirken. Die Schulzeit hat viele Spuren bei mir hinterlassen. Und ich bin jetzt schon gespannt, in zehn oder fünfzehn Jahren zu einem Altschülerinnentreffen zu gehen und dort zu erfahren, was aus den anderen geworden ist.

Autor: Bo  |  Rubrik: orientieren  |  02.07.2015
Autor: Bo
Rubrik: orientieren
02.07.2015

Schülerleben live

Abschied nehmen

Jetzt ist es also vorbei. Ganz offiziell nach der Abifeier. Einem „filmreifen Abgang“, wie unser Abi-Motto schon ankündigte, ist die auf jeden Fall gerecht geworden. Und für fast alle gab es ein Happy End. Nur einem meiner Mitschüler haben die Nachprüfungen auch nicht mehr geholfen. Der ganze Rest bekam auf der Bühne den Fahrschein in die Zukunft in einer schicken blauen Mappe überreicht, gemeinsam mit den Glückwünschen und dem Händedruck unserer Schulleiter sowie einer Rose und einer herzlichen Umarmung unserer „Oberstufen-Mami“. Es wurde geredet, mitunter gelobt, gepriesen, manchmal auch etwas geschimpft, vor allem aber zur Verantwortung für die Welt ermahnt. Ausnahmslos jeder Redner wies uns darauf hin, dass wir diejenigen sein sollten, die die Welt in Zukunft zu einem besseren Ort machen. Unser Gymnasialschulleiter legte uns eine philosophische Abhandlung zum Thema Freiheit vor und unsere Oberstufenkoordinatorin zählte sogar konkret auf, worum wir uns zu kümmern hätten: Klimaschutz, diverse Kriege, Globalisierung... Die etwas ältere Generation hat anscheinend hohe Erwartungen an uns. Das wurde uns ein für alle Mal klar gemacht.

Zur Abwechslung und passend zum Motto durften wir dank eines aus Fotos und Videos zusammengeschnittenen Films in Erinnerungen schwelgen und feststellen, dass wir seit der fünften Klasse in Sachen Albernheiten kein Stück erwachsener geworden sind. Die inoffizielle Feier danach bot uns noch einmal Raum, unserem kindlichen Geist Luft zu machen und noch ein letztes Mal als komplette Stufe zusammen Zeit zu verbringen. Wenn man an fünf von sieben Tagen 107 verschiedene Menschen um sich hat, mit ihnen lacht, lernt und manchmal auch leidet, einander als Gemeinschaft anerkennt, ist es ganz schön schwer, sich mit dem Gedanken anzufreunden, dass das alles vorbei sein soll. Klar, meine engeren Freunde sehe ich wieder, aber was ist mit den Leuten, mit denen man auf dem Gang mal einen netten Plausch hatte oder den Klassenclowns, die immer den Alltag auflockerten? Als die Abifeier endgültig vorbei war und wir fertig aufgeräumt hatten, war das, was blieb, nicht mehr die Freude über die bestandenen Prüfungen, sondern ein Bedauern der verlorengegangenen alltäglichen Situation und die Angst vor dem, was als nächstes kommen sollte. Mein Religionslehrer sagte uns einmal, wir würden ständig kleine Tode sterben, wenn etwas zu Ende geht. Das ist natürlich eine sehr hyperbolische Metapher, aber ein Fünkchen Wahrheit steckt doch darin.

Autor: Lea  |  Rubrik: orientieren  |  01.07.2015
Autor: Lea
Rubrik: orientieren
01.07.2015

Schülerleben live

Musik, Literatur, Psychologie

Ich bin Janika, 14 Jahre alt und in der neunten Klasse eines Gymnasiums in Bamberg. Ich interessiere mich sehr für Human- und Veterinärmedizin, weshalb ich im März diesen Jahres ein Praktikum in einer Tierarztpraxis absolviert habe. In dieser Woche habe ich spannende, aber auch traurige Geschichten von kranken Tieren und den Behandlungsmöglichkeiten miterlebt. Außerdem bin ich als Schulsanitäterin im Einsatz, einerseits im Alltag in der Schule, andererseits bei schulischen Veranstaltungen und Festivals – beispielsweise beim LUKA-Festival (LUKA steht für „leave us kids alone“) und bei den Bundesjugendspielen. Meine zweite Leidenschaft ist die Literatur. Deshalb habe ich in der Schule den Wahlkurs Bibliothek belegt. Ich spiele mehr oder weniger seit der Grundschule Klavier (meine Lieblingsstücke sind zurzeit „Rosemary‘s Song“ und „River Flows in You“) und habe noch vor kurzem regelmäßig Volleyball-Training gehabt. Das war aber dann insgesamt zu viel, denn Schule habe ich ja auch noch jeden Tag.

Obwohl ich erst in der neunten Klasse bin, habe ich mir schon ein paar Gedanken über meine Zukunft gemacht. Momentan plane ich, Medizin mit dem Schwerpunkt Psychologie zu studieren, um Psychiaterin werden zu können. Medizinische Eindrücke bekomme ich einerseits vom Sanitätsdienst in der Schule, andererseits von meinem Vater, der als Physiotherapeut arbeitet. Einblick in die Psychologie bekomme ich größtenteils von meiner Mutter, die Psychologie studiert hat. Außerdem lese ich gerne Bücher, die sich damit beschäftigen. Besonders gefallen haben mir „Wer bin ich – und wenn ja wie viele?“ von Richard David Precht und „Bauplan für eine Seele“ von Dietrich Dörner.

Über die Frage, um was es in meinem Blog gehen könnte, hab ich mir noch nicht so viele Gedanken gemacht, da das hier meine erste Erfahrung mit Blogs ist. Ich möchte euch aber auf dem Laufenden halten, wie es mit meinem Berufswunsch weitergeht, was ich als Schulsanitäterin erlebe, euch von meinem Praktikum erzählen und euch bei meinen Überlegungen zur Fächerwahl in der Oberstufe teilhaben lassen. Ich werde kommendes Jahr außerdem an einem Schüleraustausch teilnehmen – auch davon werde ich euch berichten!

Autor: Janika  |  Rubrik: orientieren  |  30.06.2015
Autor: Janika
Rubrik: orientieren
30.06.2015