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Schülerleben live

Musik, Literatur, Psychologie

Ich bin Janika, 14 Jahre alt und in der neunten Klasse eines Gymnasiums in Bamberg. Ich interessiere mich sehr für Human- und Veterinärmedizin, weshalb ich im März diesen Jahres ein Praktikum in einer Tierarztpraxis absolviert habe. In dieser Woche habe ich spannende, aber auch traurige Geschichten von kranken Tieren und den Behandlungsmöglichkeiten miterlebt. Außerdem bin ich als Schulsanitäterin im Einsatz, einerseits im Alltag in der Schule, andererseits bei schulischen Veranstaltungen und Festivals – beispielsweise beim LUKA-Festival (LUKA steht für „leave us kids alone“) und bei den Bundesjugendspielen. Meine zweite Leidenschaft ist die Literatur. Deshalb habe ich in der Schule den Wahlkurs Bibliothek belegt. Ich spiele mehr oder weniger seit der Grundschule Klavier (meine Lieblingsstücke sind zurzeit „Rosemary‘s Song“ und „River Flows in You“) und habe noch vor kurzem regelmäßig Volleyball-Training gehabt. Das war aber dann insgesamt zu viel, denn Schule habe ich ja auch noch jeden Tag.

Obwohl ich erst in der neunten Klasse bin, habe ich mir schon ein paar Gedanken über meine Zukunft gemacht. Momentan plane ich, Medizin mit dem Schwerpunkt Psychologie zu studieren, um Psychiaterin werden zu können. Medizinische Eindrücke bekomme ich einerseits vom Sanitätsdienst in der Schule, andererseits von meinem Vater, der als Physiotherapeut arbeitet. Einblick in die Psychologie bekomme ich größtenteils von meiner Mutter, die Psychologie studiert hat. Außerdem lese ich gerne Bücher, die sich damit beschäftigen. Besonders gefallen haben mir „Wer bin ich – und wenn ja wie viele?“ von Richard David Precht und „Bauplan für eine Seele“ von Dietrich Dörner.

Über die Frage, um was es in meinem Blog gehen könnte, hab ich mir noch nicht so viele Gedanken gemacht, da das hier meine erste Erfahrung mit Blogs ist. Ich möchte euch aber auf dem Laufenden halten, wie es mit meinem Berufswunsch weitergeht, was ich als Schulsanitäterin erlebe, euch von meinem Praktikum erzählen und euch bei meinen Überlegungen zur Fächerwahl in der Oberstufe teilhaben lassen. Ich werde kommendes Jahr außerdem an einem Schüleraustausch teilnehmen – auch davon werde ich euch berichten!

Autor: Janika  |  Rubrik: orientieren  |  30.06.2015
Autor: Janika
Rubrik: orientieren
30.06.2015

Schülerleben live

Ungültiges Visum

Der Jugend-Landtag NRW fand im Plenarsaal des Landtags in Düsseldorf statt. Über 200 Jugendliche vertraten die Abgeordneten für drei Tage. Ich war Stellvertreterin für Herrn Hilser von der SPD. Gleich zu Beginn wählten wir die Fraktionsvorsitzenden und die Schriftführer. Es war wirklich beeindruckend, in diesem großen Raum zu sitzen, in dem sich normalerweise die Mitglieder einer Partei versammeln und Entscheidungen treffen. Und: Ich wurde sogar zur Schriftführerin gewählt! Zuerst hatte ich die Befürchtung, die heftigen Diskussionen nicht schnell genug mitzukommen, aber diese Zweifel legten sich rasch.

In den nächsten Tagen nahm ich an allerhand Fraktionssitzungen, Ausschusssitzungen, und Workshops teil, konnte mir zu vielen Themen einen Meinung bilden und diese innerhalb meiner Partei darstellen. Wir haben viel diskutiert, Anträge formuliert, wieder verworfen und Kompromisse geschlossen, um letztendlich in der Plenarsitzung als Partei geschlossen hinter unseren Entscheidungen und Forderungen zu stehen.

Da die meisten Teilnehmer bereits Kontakt zur Politik gehabt hatten, führten wir die Diskussionen auf hohem Niveau. Schnell erkannten wir, dass Politik mehr ist als nur seine eigene Meinung durchzusetzen. Um überhaupt etwas bewegen zu können, brauchten wir eine Mehrheit und somit auch die Unterstützung anderer Parteien, weshalb manchmal auch zähneknirschend Kompromisse ausgehandelt wurden.

Es waren für mich drei unvergessliche Tage voller Spannung und neuer Erfahrungen. Ich fühle mich darin bestätigt, mich weiterhin politisch zu engagieren, da ich so die Zukunft aktiv mitgestalten kann.

Autor: Bo  |  Rubrik: orientieren  |  23.06.2015
Autor: Bo
Rubrik: orientieren
23.06.2015

Schülerleben live

Jugendlandtag NRW

Ich weiß, dass ich mich in letzter Zeit immer wieder über die stressige Abiturzeit ausgelassen habe. Eigentlich sollte ich wohl in meinem stillen Kämmerlein hocken und lernen, statt mich immer nur zu beschweren. Das ist jedoch nicht der Fall: Ich bin mal wieder unterwegs. Natürlich wäre es jetzt sinnvoll, jede freie Minute in mein Abitur zu investieren, aber wer garantiert mir, dass ich dadurch ein besseres Ergebnis erreiche? Zusätzlich stellt sich mir die Frage, ob es sich für mich lohnt, dafür wirklich wertvolle Erfahrungen zu verpassen. Eine davon ist der Jugendlandtag, der am vergangenen Wochenende in Düsseldorf tagte.

Beworben hatte ich mich bereits im Frühjahr, direkt beim Landtagsabgeordneten meines Stadtteils. Diesen sollte ich nun also drei Tage lang vertreten – gemeinsam mit vielen anderen Jugendlichen aus ganz NRW. Ich war total gespannt darauf, in die Rolle eines Politikers zu schlüpfen. Die in den Fraktionssitzungen zu behandelnden Themen waren unter anderem die Hochschulzulassung und andere Aspekte, die insbesondere die Jugend betreffen. Durch Abstimmungen im Vorfeld wurden diese Themen von allen Teilnehmern beschlossen und ich bin sehr froh über die Auswahl, da sie mich persönlich interessiert und betrifft. Da ich momentan am liebsten Medizin studieren möchte und mich mit den Zulassungsvoraussetzungen der Universitäten auseinandersetze, ist es tröstlich zu sehen, dass andere Jugendliche vor ähnlichen Herausforderungen stehen. Und wer weiß? Vielleicht können wir mit unserem Engagement tatsächlich etwas bewirken.

Entgegen der geläufigen Meinung sind die Diskussionen und Abstimmungen, die dort laufen, nämlich sehr wohl relevant. Immerhin bekommen die Politiker dadurch einen realistischen Einblick in das, was die Jugendlichen bewegt und wo sie sich Änderungen wünschen.

Autor: Bo  |  Rubrik: orientieren  |  16.06.2015
Autor: Bo
Rubrik: orientieren
16.06.2015