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Schülerleben live

Learning by doing auf der Kajak-Tour

Vergangene Woche wurde für den Ernstfall geprobt: Für Ende August plane ich mit vier Freunden eine Kajak-Tour bei den schwedischen Schären, das sind Inselgruppen in der Ostsee. Geprobt haben wir das Ganze jetzt in den „Pfingstferien“, die sich während der Abizeit nicht wirklich wie Ferien anfühlen, an einem Stausee in Thüringen. Mit drei Einer- und einem Doppelkajak haben wir vier Tage lang die verschiedenen kleinen Buchten ausgekundschaftet. Mit an Bord waren ein Zelt, jede Menge Essbares und unsere persönlichen Belange. Es hat tatsächlich alles in die Luken und Stauräume der Boote gepasst! Das war aber wahrscheinlich nur deshalb der Fall, da die Jungs vorher penibel darauf geachtet hatten, alles Mögliche in Pulverform zu kaufen, wie beispielsweise Milch oder Kartoffelbrei. Es gibt sogar Käsefondue als Pulver, wer hätte das gedacht?

Auf den Campingplätzen fanden wir auch prompt immer eine Feuerschale, die eine schnellere Essenszubereitung über offenem Feuer ermöglichte. An einem selbst gebastelten Dreibein aus frischen Ästen hing dann der Topf in den Flammen. Und das Paddeln am Tag machte oft so hungrig, dass man nach dem eigentlichen Essen noch gerne etwas Stockbrot zu sich nehmen konnte. Nur den Haferschleim fand ich nicht so toll.

Bei so einer Kajak-Tour lernt man auf jeden Fall viel Praktisches und Nützliches dazu. Und das auf eine viel interessantere Art und Weise als in der Schule. Wie zünde ich ein Feuer an, ohne Zeitungspapier? Da werden dann einfach verschiedene Sachen ausprobiert: Learning by doing. Es stellte sich heraus, dass als Anzünder Holzspäne, dünne, trockene Kiefernzweige und Tannenzapfen besonders gut geeignet sind.

Aber deshalb haben wir ja diesen Testlauf unternommen: Damit wir wissen, wie wir verschiedene Probleme angehen, was wir noch zusätzlich mit an Bord nehmen müssen und was überfüssig ist. Zum Beispiel musste ich auf eine sehr schmerzhafte Art und Weise erkennen, dass Fahrradhandschuhe beim Paddeln unabdingbar sind. Die Blase am rechten Daumen ist nach drei Tagen Ruhe immer noch nicht verschwunden. Außerdem ist ein Taschenmesser pro Person bei einer solchen Survival-Aktion sehr empfehlenswert, ob man damit nun Gemüse schneidet oder einen Zweig für das Stockbrot zurecht stutzt. Alles in allem sind wir fünf aber ein gutes Team, bei dem sich keiner in den Vordergrund spielt und keiner vor irgendwelchen Aufgaben zurückscheut. Und das ist bei einer solchen Kajak-Tour doch das wichtigste.

Autor: Lea  |  Rubrik: orientieren  |  02.06.2015
Autor: Lea
Rubrik: orientieren
02.06.2015

Schülerleben live

Akademie

Die dritte Woche meines Berlin-Aufenthalts ist angebrochen. Kann das überhaupt stimmen? Erst die dritte Woche? Ich kann kaum glauben, jemals woanders gewesen zu sein. Die täglichen Demos gegen Hunger oder Krieg sind mittlerweile fester Bestandteil meines Alltags. Es gibt tausende Großstädte auf der Welt, aber Berlin ist anders. Berlin ist nicht freundlich oder schön, und schon gar kein Ort für einsame Seelen, aber die Stadt hat das Zeug, für jeden ein Zuhause zu werden. Wer es laut und lebhaft mag, zieht nach Prenzlauer Berg oder Kreuzberg, den Szenevierteln schlechthin. Hat man das nötige Kleingeld, wohnt man eben in Mitte. Ganz anders sind die Randbezirke. In Strausberg beispielsweise, das östlich von Berlin liegt, spürt man nichts mehr von der Millionenstadt. Strausberg ist eine idyllische Kleinstadt. Und genau dort werde ich meine dritte Woche bei einer Akademie verbringen.

Das etwa eine Stunde von Berlin-Mitte entfernte Strausberg war für mich bisher nicht interessant. Warum sollte es auch? Neben der Arbeit habe ich kaum Zeit, mir die Viertel in der Innenstadt anzugucken. Aber toll, dass ich nun auch die Bereiche außerhalb sehe. Eigentlich sollte ich ganz entspannt an die Akademie herangehen, schließlich ist sie nicht meine erste, aber stattdessen bin ich doch ganz schön aufgeregt. Eine Menge neuer Menschen und einige bekannte Gesichter werden meine Woche füllen und hoffentlich jeden Tag spannend machen.

Autor: Bo  |  Rubrik: orientieren  |  28.05.2015
Autor: Bo
Rubrik: orientieren
28.05.2015

Schülerleben live

What's up Berlin?

In Berlin ist wirklich einiges los. Eigentlich selbstverständlich für die selbsternannte Hipster-Hauptstadt. Was sofort auffällt, sind die Massen von Touristen in der Innenstadt, ausgerüstet mit „Selfie Stick“ und Rucksack. Mir persönlich fielen insbesondere die zahlreichen Schulklassen auf, die alle mit langen Gesichtern durch die Stadt watschelten. Berlin ist auch wirklich eine undankbare Stadt für Standard-Touristen, die schnell Schnappschüsse von den wichtigsten Sehenswürdigkeiten schießen wollen und dann meinen, alles gesehen zu haben. Viele von euch werden sagen, dass Berlin nicht an Städte wie Paris oder Rom heranreicht. Ich aber sage: Die Magie Berlins ist viel subtiler, dafür aber auch unvergesslicher. Wo sonst kann man schon frühmorgens mit einem Döner in der Hand an der Spree spazieren gehen? Eben, das geht nur in Berlin!

Meine freie Zeit beschränkt sich auf morgens, abends und auf das Wochenende, weshalb ich sie so effektiv wie möglich nutzen will. Mit meiner besten Freundin habe ich mich deshalb schon mal um 7 Uhr morgens verabredet.

Meine Arbeit ist so ziemlich das Gegenteil von Schule. Es fällt mir ganz schön schwer, mich acht Stunden am Stück zu konzentrieren, weil ich das schlicht nicht gewohnt bin. Im normalen Schulalltag gab es immer wieder Stunden, wenn nicht sogar ganze Tage, die ich einfach nur als verschwendete Lebenszeit bezeichnen würde. Die erste Hälfte des Praktikums ist jedenfalls schon rum, und ich befürchte, dass auch die zweite Hälfte viel zu schnell vorbeigehen wird. Ich habe zwar schon einige Praktika gemacht und berufliche Erfahrung gesammelt, aber selten war ich abends so überzeugt davon, wirklich etwas geschafft zu haben und stolz auf meine Leistung. Vielleicht ist es die Stimmung der Stadt, vielleicht das Gemeinschaftsgefühl der unzähligen Praktikanten, aber ich habe wirklich die Hoffnung und Zuversicht, in meinem Leben etwas Gutes auf die Beine stellen zu können.

Autor: Bo  |  Rubrik: orientieren  |  22.05.2015
Autor: Bo
Rubrik: orientieren
22.05.2015