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Schülerleben live

Rückschlag

Houston, wir haben ein Problem. Dummerweise habe ich aber leider kein Houston, das mich retten könnte. Im Klartext: Meine mündliche Prüfung ist leider nicht so ausgefallen, wie ich es mir gewünscht hatte. An alle, die diesen Text lesen: Nehmt nicht Mathe im Abi! Die Fächerwahl ist vermutlich der erste Intelligenztest des Abiturs – und ich bin durchgefallen. Irgendwie war es schon zu befürchten: Mathe und ich, das war nie eine wirklich gesunde Beziehung. Dazu kommt, dass es bei der mündlichen Prüfung keine Nachprüfung gibt, dementsprechend ist das Ergebnis endgültig. Ich hätte weinen können (zugegeben habe ich das auch ein wenig) und schreien, aber irgendwie bringt das ja auch nichts. Ich bin ein positiver Mensch, aber keiner dieser Übermenschen, die aus jedem Rückschlag direkt Kraft schöpfen können. Ich knabbere an Rückschlägen – und das auch ziemlich lang. Manchmal auch nächtelang. Dann stelle ich mir vor, wie es hätte laufen sollen, können, müssen ... Am Ende erreiche ich aber den Punkt, an dem ich akzeptieren muss, dass es einfach so ist, wie es ist. Das ist jedes Mal ernüchternd.

Seltsamerweise fühle ich mich an genau diesem Wendepunkt aber nicht hilflos oder hoffnungslos, sondern irgendwie wie auf Durchreise. Mit jeder Sekunde, die vergeht, verblasst auch das negative Gefühl. Was bleibt mir auch anderes übrig als weiterzumachen? Und bezogen auf das Abi sage ich mir. Hey, es ist noch nicht alles vorbei! Verlier nicht den Glauben an dich, schließlich hast du noch einige Chancen, deinen Notenschnitt zu heben. Ja, ich habe meine mündliche Abiprüfung in den Sand gesetzt, und ja, das ist ein Problem. Ich werde mich davon aber auf keinen Fall runterziehen lassen, sondern mich jetzt auf das konzentrieren, was vor mir liegt. Also werde ich die Präsentation meiner besonderen Lernleistung vorbereiten und mich auf eine mögliche Nachprüfung einstellen.

Autor: Bo  |  Rubrik: orientieren  |  08.05.2015
Autor: Bo
Rubrik: orientieren
08.05.2015

Schülerleben live

Wer hat Angst vorm Mathe-Abi?

Nachdem die schriftlichen Abi-Klausuren geschafft sind, stehen nun die mündlichen Prüfungen an. Ich kann nicht mehr genau sagen, was mich zu der unbegreiflichen Entscheidung trieb, Mathe als viertes Fach zu wählen. War es, weil mir so viele geraten haben, bloß nicht Bio zu nehmen? Schließlich ist das ein sehr lernintensives Fach und in Kombination mit Geschichte überhaupt nicht zu empfehlen. Für Mathe müsse man hingegen nicht so viel lernen, hieß es. Was immer es auch war, ich bereue meine Entscheidung bitterlich. Wenn man seine mündliche Prüfung in einem Fach wie Sozialwissenschaften/Wirtschaft oder Religion macht, kann man selbst sehr viel sagen und damit die Prüfung lenken. In Mathe kann man im schlimmsten Fall nur versagen. Ich war außerdem nie sonderlich interessiert an mathematischen Zusammenhängen. Wenn ich den Stoff jetzt durchgehe, wundere ich mich, wie exzellent ein menschliches Hirn bereits gelernten Stoff wieder löschen kann. Sogar die relativ frischen Themen kommen mir nicht so wirklich bekannt vor. Zwei Jahre hatten die Mathematik und ich nebeneinanderher gelebt und nur sehr wenige Berührungspunkte. Insgesamt war es eine relativ friedliche Beziehung, aber jetzt entwickle ich eine regelrechte Abneigung. Jeder, der mir jetzt mit der Schönheit und Ästhetik der Mathematik kommt, sollte meinen verwirrten Gesichtsausdruck beim Lösen dieser Rätsel betrachten. Daran ist nichts Ästhetisches mehr. Mein Leben könnte wirklich einfacher sein ohne Integrale, Vektoren und Matrizen.

Gott sei Dank gibt es YouTube. Dort habe ich schon in Vorbereitung auf vorherige Matheklausuren immer wieder Lernvideos geguckt, aber jetzt sind diese Videos meine Rettung. Kompakt wurde mir der Lernstoff in kleinen Häppchen serviert. Stück für Stück setzt sich so aus wirren Zahlen und Formeln langsam ein Gesamtkunstwerk zusammen, das zwar immer noch bedrohlich wirkt, aber zugleich immer verständlicher wird.

Autor: Bo  |  Rubrik: orientieren  |  30.04.2015
Autor: Bo
Rubrik: orientieren
30.04.2015

Schülerleben live

Auf die Plätze, fertig, los!

Letzte Woche ging's los: erste Abitur-Prüfung. Das war zwar „nur“ der mündliche Teil, aber trotz allem ein Anfang. Ich hatte es mir irgendwie spektakulärer vorgestellt. Im Endeffekt lief es aber genauso ab, wie jede mündliche Schulaufgabe auch: Monolog, Dialog, Gedanken zu einem Bild, alles auf Französisch, versteht sich.

Ab jetzt muss ich auch nur noch in die Stunden gehen, die für das Abitur relevant sind. Da kommt es schon mal vor, dass ich gerade mal von 11.30 Uhr bis 13 Uhr Schule habe. Freitags muss ich überhaupt nicht hingehen. Das kommt mir sehr entgegen, vor allem weil ich es bisher nicht auf die Reihe gebracht hat, die Epochen in Deutsch zusammenzufassen. Da ist plötzlich so viel, was ich lernen muss und ich stelle mir die Frage, wo ich eigentlich anfangen soll. Und so läuft es meistens darauf hinaus, dass ich mich mit etwas gänzlich anderem beschäftige. Meine Ausrede für mich selbst geht so: Unter der Woche mache ich doch sowieso in der Schule was für die Prüfungen, da muss ich mich nicht auch noch am Nachmittag hinsetzen. Und am Wochenende sollte man sich doch auch endlich einmal ausruhen dürfen. Ein weiteres Argument ist die Zeit: Wenn man sich vornimmt, einen guten Übungsaufsatz zu verfassen, braucht man schon einmal fünf Stunden – wie in der richtigen Abi-Prüfung – und wer hat schon so viel Zeit an einem Stück? Da hilft nur eins: Disziplin. Gut sind aber auch die Stark-Bücher. Man fühlt sich, als hätte man richtig etwas erledigt, wenn man auch nur eine Aufgabe daraus gelöst hat.

Aber es wird sich am Ende doch hoffentlich lohnen. Schon allein nach der Französisch-Prüfung hatte ich ein so gutes Gefühl, dass ich nach den Schriftlichen bestimmt doppelt so zufrieden sein werde. Darauf hoffe ich zumindest, denn wofür kann der ganze Aufwand sonst gut sein?

Autor: Lea  |  Rubrik: orientieren  |  24.04.2015
Autor: Lea
Rubrik: orientieren
24.04.2015