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Schülerleben live

Auf die Plätze, fertig, los!

Letzte Woche ging's los: erste Abitur-Prüfung. Das war zwar „nur“ der mündliche Teil, aber trotz allem ein Anfang. Ich hatte es mir irgendwie spektakulärer vorgestellt. Im Endeffekt lief es aber genauso ab, wie jede mündliche Schulaufgabe auch: Monolog, Dialog, Gedanken zu einem Bild, alles auf Französisch, versteht sich.

Ab jetzt muss ich auch nur noch in die Stunden gehen, die für das Abitur relevant sind. Da kommt es schon mal vor, dass ich gerade mal von 11.30 Uhr bis 13 Uhr Schule habe. Freitags muss ich überhaupt nicht hingehen. Das kommt mir sehr entgegen, vor allem weil ich es bisher nicht auf die Reihe gebracht hat, die Epochen in Deutsch zusammenzufassen. Da ist plötzlich so viel, was ich lernen muss und ich stelle mir die Frage, wo ich eigentlich anfangen soll. Und so läuft es meistens darauf hinaus, dass ich mich mit etwas gänzlich anderem beschäftige. Meine Ausrede für mich selbst geht so: Unter der Woche mache ich doch sowieso in der Schule was für die Prüfungen, da muss ich mich nicht auch noch am Nachmittag hinsetzen. Und am Wochenende sollte man sich doch auch endlich einmal ausruhen dürfen. Ein weiteres Argument ist die Zeit: Wenn man sich vornimmt, einen guten Übungsaufsatz zu verfassen, braucht man schon einmal fünf Stunden – wie in der richtigen Abi-Prüfung – und wer hat schon so viel Zeit an einem Stück? Da hilft nur eins: Disziplin. Gut sind aber auch die Stark-Bücher. Man fühlt sich, als hätte man richtig etwas erledigt, wenn man auch nur eine Aufgabe daraus gelöst hat.

Aber es wird sich am Ende doch hoffentlich lohnen. Schon allein nach der Französisch-Prüfung hatte ich ein so gutes Gefühl, dass ich nach den Schriftlichen bestimmt doppelt so zufrieden sein werde. Darauf hoffe ich zumindest, denn wofür kann der ganze Aufwand sonst gut sein?

Autor: Lea  |  Rubrik: orientieren  |  24.04.2015
Autor: Lea
Rubrik: orientieren
24.04.2015

Schülerleben live

Abi

Es ist kaum zu glauben, aber ich kann mit Stolz und absoluter Glückseligkeit verkünden: Alle Abiklausuren sind geschrieben! Und zwar innerhalb einer Woche. Den Anfang machte Deutsch.

In der Aula der Schule trafen sich alle Prüflinge und machten sich gegenseitig immer noch nervöser. Der eine hatte konsequent auf Lücke gelernt und fürchtete sich, doch etwas Wichtiges ausgelassen zu haben. Der nächste hatte eigentlich alles gelernt, war aber trotzdem absolut nicht zu beruhigen. Ich saß dazwischen und ging nochmal die Themen durch, machte mir klar, wo meine Stärken und Schwächen waren, und sagte mir zur Motivation: Wird schon schief gehen! Als ich das Themenblatt in der Hand hielt, war alle Spannung abgefallen, denn relativ schnell entschied ich mich für die Gedichtanalyse. Der Sachtext über die Sprachtheorie erschien mir zu trocken, die Analyse von „Hiob“ und „Der Prozess“ hätte mich zwar gereizt, aber da ich Gedichte sehr gern mag, entschied ich mich dafür. Vom Schwierigkeitsgrad her war es absolut machbar, nur zeitlich wurde es ein wenig knapp.

Zwei Tage später: Englisch. Ich fand beide Themen nicht gut, schließlich hatten wir im Unterricht nie mit Karikaturen und Drehbüchern gearbeitet. Das Drehbuch erschien mir aber das kleinere Übel zu sein und so legte ich los.

Vor der Geschichtsklausur hatte ich schon sehr viel Respekt, da man in Geschichte viel Grundwissen haben muss und die Quellen nicht immer leicht zu interpretieren sind. In der letzten Klausur in Geschichte hatte ich Karikaturen bearbeitet und war sehr zufrieden mit der Note, weshalb ich auch im Abi die Karikatur nehmen wollte. Das bedeutete, dass ich mich eigentlich auf alle Themen in Geschichte vorbereiten musste, da ich nicht wissen konnte, welche Karikatur mich erwarten würde. Schließlich war es eine Zeichnung über die Märzrevolution 1848, ein Thema, das ich sehr mag.

Momentan bin ich einfach nur froh, zumindest diesen Teil hinter mir zu haben. In zwei Wochen geht es mit den mündlichen Prüfungen weiter. Darauf kann ich mich nun in aller Ruhe vorbereiten.

Autor: Bo  |  Rubrik: orientieren  |  23.04.2015
Autor: Bo
Rubrik: orientieren
23.04.2015

Schülerleben live

Allerlei Organisatorisches

Die letzte „normale“ Klausur meines Lebens handelte von modalen Tonarten in Beatles-Songs und Alban Bergs Beitrag zur Dodekaphonie (Zwölftontechnik in der Musik). Ich habe mich jetzt entschieden, Musik zu meinem zweiten Kolloquiums-Fach zu machen, mit Schwerpunkt auf der romantischen Orchestermusik am Beispiel von Richard Wagner. Und nicht nur die Schwerpunkte mussten wir jetzt festlegen: In der letzten Woche vor den Osterferien fiel plötzlich den engagierteren unter meinen Mitschülern ein, was sie von jedem von uns noch für die Abi-Feier oder -Zeitung brauchten. Da waren zum einen die Lehrer- und Schüler-Rankings: Jeder darf zu ausgewählten Kategorien, wie zum Beispiel „Wer würde sogar das Abi verschlafen?“, einen oder mehrere Stufenkameraden angeben, der seiner Meinung nach dazu passt. Die Ergebnisse werden dann in der Abi-Zeitung abgedruckt.

Ein großes organisatorisches Problem bezog sich mehr auf die Abi-Feier. Die begrenzte Anzahl an Sitzplätzen musste gerecht auf die Familien der Schüler aufgeteilt werden. Es kommt nämlich durchaus vor, dass jemand mit vier Geschwistern antanzt. Bei mir war das Ganze eher unproblematisch, da zwei meiner drei Geschwister aufgrund von Prüfungen sowieso keine Zeit haben. Die Organisationsgruppe der Abi-Feier wollte außerdem die Lieder wissen, zu denen wir paarweise „einlaufen“. Nach einigem Hin und Her konnten meine beste Freundin und ich unsere sehr unterschiedlichen Musikgeschmäcker doch noch unter einen Hut bringen.

Außerdem brauchen momentan alle Bilder von Seminarfahrten, Einkehrtagen und sonstiger gemeinsam verbrachter Zeit für Filmchen während der Abi-Feier und für Collagen und Artikel in der Abi-Zeitung. Als die Osterferien endlich da waren, wurde es nicht unbedingt besser. Da wir uns endlich auf ein Logo geeinigt hatten, musste ich ran. Schließlich habe ich mich freiwillig für die Abi-T-Shirts gemeldet. Ich musste also mittels Facebook von all meinen Mitschülern die jeweilige Größe und gewünschte Farbe in Erfahrung bringen. Es reicht ja nicht, allen vorher Bescheid zu sagen, dass sie sich bitte bei mir melden mögen, man muss sie auch noch einzeln dazu auffordern. Aber dafür haben wir ja unsere sozialen Netzwerke. Mir fehlen nur noch drei Leute, bevor ich die Bestellung abschicken kann.

Immerhin konnte ich über Ostern ein paar Tage in der Münchner Wohnung meiner Tante in Ruhe Mathe lernen. Sowieso gab es da alles, was das Abiturientenherz begehrt: Alle Klassiker der deutschen Literaturgeschichte, wahlweise als Hörbuch oder gebundene Ausgabe, und der Mitschnitt des Einführungsvortrags der Bayreuther Festspiele. Darauf spielt und erklärt ein Pianist Wagners „Tannhäuser“, also genau meinen Musik-Schwerpunkt. Keine Frage also, dass ich mir diese Gelegenheit, einfacher zu lernen, gleich mit nach Hause genommen habe.

Autor: Lea  |  Rubrik: orientieren  |  10.04.2015
Autor: Lea
Rubrik: orientieren
10.04.2015