Logo Bundesagentur für Arbeit
Logo Bundesagentur für Arbeit
  • Drucken
  • Versenden
  • PDF (Öffnet sich in neuem Fenster)

Kategorien

Schülerleben live

Durchblick im Geschichte-Sozialkunde-Abitur

In meiner Jahrgangsstufe gibt es mit mir genau zwei Schülerinnen, die in Geschichte-Sozialkunde Abi machen wollen. Geschichte-Sozialkunde ist ein Kombi-Fach und als solches bietet es verschiedene Möglichkeiten, darüber eine Abitur-Prüfung anzulegen. Dabei ist es wichtig, sich zu entscheiden, ob man nur in Geschichte geprüft werden möchte oder im Kombi-Fach. In einer schriftlichen Abiturprüfung darf man sich beide Male eine aus vier Aufgaben aussuchen, um diese zu bearbeiten. Im Colloquium hingegen gibt es einige Unterschiede.
Wählt man nur Geschichte, so darf man ein Halbjahr Unterrichtsstoff aus der elften Klasse streichen. Über diesen Teil wird man nicht abgefragt. Die Prüfung besteht aus einem zehnminütigen Referat aus einem Themenbereich, den der Schüler sich zuvor ausgesucht hat, zu dem anschließend fünf Minuten lang Fragen gestellt werden können. Danach werden in einem fünfzehnminütigen Gespräch weitere Themen aus den anderen Halbjahren abgefragt. Auf das Referat darf sich der Prüfling natürlich im Vorfeld 30 Minuten lang unter Aufsicht vorbreiten.
In Geschichte-Sozialkunde gibt es eindeutige Regelungen zur Gewichtung der beiden Fächer. Von den 30 Minuten Prüfung sollen sich 20 mit der Geschichte und zehn mit der Sozialkunde beschäftigen. Das Problem dabei ist nur, dass man sein Referat dann schlecht über einen Themenbereich der Sozialkunde halten kann, denn sonst können keine Fragen mehr gestellt werden. Es sei denn, es gibt ein geschichtliches Thema, von welchem aus fächerübergreifend auf das Referat Bezug genommen werden kann. Der Rest der Befragung würde sich dann nur um Geschichte drehen. Die andere Möglichkeit, in Geschichte das Referat zu halten und im anschließenden Gespräch beide Fächer abzuhandeln, erscheint also viel einfacher. Der große Vorteil bei der Kombi-Prüfung: Man darf zwei Ausbildungsabschnitte streichen, jeweils einen aus der elften und aus der zwölften. Ein echter Fortschritt!

Autor: Lea  |  Rubrik: orientieren  |  26.02.2015
Autor: Lea
Rubrik: orientieren
26.02.2015

Schülerleben live

Besinnungstage (Teil 2)

Rückblickend lässt sich sagen, dass die Besinnungstage mir wirklich gut getan haben. Schon der Ort, in dem wir waren, war einfach wunderschön und perfekt für gestresste Großstadtmenschen wie mich. Statt Autolärm, verstopfter Straßen und Hochhäusern bot uns das Dorf Westkapelle absolute Ruhe, nur einen winzigen Supermarkt und kleine Fachwerkhäuser. Um die Herberge, in der wir untergebracht waren, gab es nur Strand und Meer und überall führen Menschen auf Fahrrädern.

Hinzu kam, dass es keinen Internetzugang und nur sehr schlechter Handy-Empfang gab. In den ersten Tagen fiel es einigen ganz schön schwer, sich in ein Leben ohne Handy, Facebook, Instagram und Co. einzugewöhnen. Das Schöne daran war aber, dass wir uns alle richtig unterhalten konnten, ohne dass einer immer die Finger am Smartphone hatte. Passionierte Langschläfer und Morgenmuffel opferten dann sogar ihren Schlaf, um morgens den Sonnenaufgang am Strand erleben zu können. Für mich war es eine magische Zeit, denn Schule, Leistungen und das Abi rückten in weite Ferne. Ich hatte Zeit, über die Schulzeit zu reflektieren und zur Ruhe zu kommen.

Diese Fahrt veränderte vor allem mein Verhältnis zu den Lehrern. Statt sie als autoritäre und verständnislose Wesen wahrzunehmen, begegneten wir uns auf Augenhöhe und ich sah ein, dass Lehrer auch nur Menschen sind. Richtig „besinnlich“ waren diese Tage für mich zwar nicht, aber ich konnte mal durchatmen und Kraft tanken für die spannende, aber sicher auch anstrengende, Abi-Zeit.

Schülerleben live

Die Jagd nach dem Freiwilligendienst

Ablehnungen zu erhalten ist immer enttäuschend. Aber es gilt, weiter zu machen und seine Strategie zu ändern. Die Organisation in Peru, bei der ich mich zuvor um ein Volontariat beworben hatte, antwortete erst einmal sehr lange nicht mehr. Schließlich hakte ich nach und erhielt daraufhin eine sehr freundliche Absage. Na toll, das hätten sie mir auch früher sagen können. Mittlerweile waren natürlich schon einige Bewerbungsfristen für die öffentlichen Organisationen, die einen internationalen Jugendfreiwilligendienst (IJFD) oder den Bundesfreiwilligendienst anbieten, abgelaufen. Also berief ich mich zum zweiten Mal auf allerlei Kontakte, die mir einfielen. Meine Tante beispielsweise hatte über die katholische Kirche und weitere Freunde und Bekannte Beziehungen nach Südamerika. So bewarb ich mich bei einer Organisation, die in Kolumbien mit Straßenkindern arbeitet. Den leitenden Personen dort war allerdings das Risiko zu groß, die Verantwortung für eine Volontärin zu tragen. Da in Kolumbien die Kriminalität vor allem durch Guerilla-Kämpfer noch sehr hoch ist, könnten sie nicht damit leben, wenn jemand von außerhalb zu Schaden käme. Ich konnte das sehr gut nachvollziehen. Eine weitere Möglichkeit habe ich noch: Ich könnte Ende Februar einen weiteren Bekannten meiner Tante treffen, der sein Volontariat in Bolivien gerade beendet hat. Er hat bei einer Lehrerin in Bolivien gewohnt, die an verschiedenen Schulen in den Anden unterrichtet. Er wies mich darauf hin, dass die Gegend dort aber „Pampa“ wäre und sehr einsam.

Über verschiedene Pfade im Internet und Empfehlungen stieß ich neulich dann auf eine Seite von Volontären für Volontäre, auf der Organisationen Anzeigen schalten können, um Freiwillige zu finden. Dadurch wiederum konnte ich zu einer Organisation in Peru Kontakt aufnehmen, die allein durch Freiwillige getragen wird. Sie arbeiten nach dem Motto „You don't pay us, we don't pay you“. Das heißt, dass man seine Lebenshaltungskosten selbst tragen muss, dafür aber auch nichts für Vorbereitungsseminare zu zahlen braucht.

Momentan versuche ich alle Strippen gleichzeitig zu ziehen, weil die Zeit sonst zu knapp wird, um noch etwas zu finden.

Autor: Lea  |  Rubrik: orientieren  |  17.02.2015
Autor: Lea
Rubrik: orientieren
17.02.2015