Logo Bundesagentur für Arbeit
Logo Bundesagentur für Arbeit
  • Drucken
  • Versenden
  • PDF (Öffnet sich in neuem Fenster)

Kategorien

Schülerleben live

Zeugnisse

Kurz vor der Vergabe der Halbjahreszeugnisse ging es los. Knapp die Hälfte meines Jahrgangs verfiel in Panik. Besonders in der Nähe des Lehrerzimmers schlich eine Gruppe von Schülern herum, die sich über private Gespräche mit den Lehrern noch den einen oder anderen Punkt erkämpfen wollen – unter ihnen auch ich.

Erstaunlicherweise bringt ein Gespräch mit dem Fachlehrer doch mehr als man glaubt, und so habe ich mir doch noch einen besseren Schnitt erpokert.

Ist es denn überhaupt möglich, dass ein Lehrer die Note verändert, die er vergeben hat, schließlich wird er sich was dabei gedacht haben? Ich kann euch sagen: Ja, es ist möglich. Denn Lehrer sind auch nur Menschen. Außerdem zeigt ein Schüler, der um eine bessere Note kämpft, Motivation. Allerdings sollte man sich vor dem Gespräch im Unterricht bemühen und rege mitarbeiten. Ich finde, man hat als Schüler das Recht, der Lehrperson die eigene Meinung über die erbrachte Leistung zu sagen. Jeder Lehrer, der das als negativ empfindet, sollte sich darüber Gedanken machen, dass wir in der Schule zu frei denkenden Personen erzogen werden sollen, die eben nicht einer Obrigkeit ohne kritisches Fragen zustimmen. In so einem Gespräch hat der Lehrer die Möglichkeit, sein Urteil zu überdenken und Faktoren in die Benotung einzubringen, die er gar nicht kannte oder vielleicht sogar übersehen hat.

Mein Fazit ist, dass jeder Schüler sich trauen sollte, mit einem Lehrer über die eigenen Noten zu verhandeln. Denn verlieren kann man nichts und wenn es ganz schlimm kommt: Man sieht die Lehrer so kurz vor dem Abi sowieso nicht mehr oft.

Autor: Bo  |  Rubrik: orientieren  |  10.02.2015
Autor: Bo
Rubrik: orientieren
10.02.2015

Schülerleben live

Bewertungen

Gestern erhielt ich verschiedene Bewertungen. Bei der ersten handelte es sich um ein Zertifikat zur Teilnahme am P-Seminar und den BUS-Veranstaltungen. BUS steht für Berufs- und Studienorientierung. Die zweite Bewertung war mein Zeugnis, mit dem ich einigermaßen zufrieden war. Für die Eins vor dem Komma im Abitur muss ich mich allerdings noch anstrengen. Die dritte Bewertung kam nicht von Seiten der Schule, sondern wurde mir per Post aus Dresden zugestellt. Vor zwei Wochen hatte ich meine Seminararbeit an jenen Herrn gesandt, den ich zu meinem Thema interviewt hatte, und jetzt habe ich die Antwort erhalten. Es freute mich sehr zu hören, dass es mir offenbar gelungen war, in meiner Arbeit neutral über ein DDR-Thema zu berichten, sodass sich einerseits ein Kabarettist der DDR wiedererkennen würde, sie aber andererseits auch interessant für jemanden wäre, der wenig über das Thema weiß.

Dieser Kommentar zu meiner Seminararbeit war mir weitaus wichtiger, als die offizielle Note und Rezension, die meine Lehrerin mir gegeben hatte. Ich hielt diese Note zwar für sehr gerecht, da mir die Fehler, die ich gemacht hatte, selbst bereits aufgefallen waren. Aber die Stellen, die sie kritisierte oder auch lobte, waren meiner Meinung nicht das, was mir persönlich und vor allem hinsichtlich meines Themas wirklich wichtig waren. Das Hauptproblem war einfach, dass ich viele Fehler hätte vermeiden können, wenn ich mir das Ganze vor der Abgabe noch einmal in Ruhe durchgelesen hätte.

Was aber im Nachhinein von der Arbeit bleibt und weshalb viele enttäuscht von ihrer Note sind, ist das Fach- und Detailwissen, das wir uns angeeignet haben. Die Begeisterung und Hingabe, mit der meine Kurskameraden ihr Thema präsentierten, erlebt man selten bei einem herkömmlichen Referat. Wir wissen, dass wir vielleicht auch dem Lehrer etwas Neues erzählen können, und tragen komplett frei die Früchte monatelanger Recherchen vor. Dabei setzen wir voraus, dass unsere Lehrerin über ein umfangreiches Vorwissen verfügt, was aber nicht immer der Fall ist. Sie bewertet lediglich das Produkt und verletzt hier und da den Stolz eines „Experten“. Und deshalb ist mir die Meinung des ehemaligen Kabarett-Pianisten aus Dresden so wichtig. Er versteht etwas von meinem Thema und findet trotzdem, dass ich etwas Gutes geleistet habe.

Autor: Lea  |  Rubrik: orientieren  |  06.02.2015
Autor: Lea
Rubrik: orientieren
06.02.2015

Schülerleben live

Die letzten drei Monate

Die Weihnachtsferien sind schon wieder viel zu schnell verflogen. Im Unterschied zu den vergangenen zwölf Jahren Schule, bekam ich diesmal schon Mitte Januar mein Zwischen- und zeitgleich vorletztes Zeugnis. Das letzte Schuljahr ist nämlich deutlich kürzer als alle vorherigen und endet bereits im März. Positiv daran ist natürlich, dass das Ende meiner Schulzeit damit deutlich näher rückt und ich nur noch drei Klausuren hinter mich bringen muss. Negativ daran ist wiederum, dass ich deutlich weniger Chancen habe, schlechte Noten auszubügeln, und mich in der kurzen Zeit nicht zurücklehnen darf, wenn ich meine Noten halten will.

Bald heißt es dann: Nie wieder Unterricht, nie mehr Pause, Sportunterricht und das Klingeln des Gongs – aber auch nie wieder die Möglichkeit, viele Freunde nahezu täglich zu sehen, in den Pausen zu quatschen, gemeinsam Streiche zu spielen und das innere Kind herauszulassen. Aber noch bin ich ja nicht ganz so weit. Wie bereits angesprochen, geht es nun auch notenmäßig in den Endspurt. Alle diskutieren und kämpfen um jeden Punkt, denn obwohl ein einzelner Punkt in der Masse unwichtig erscheint, kann er am Ende doch den feinen Unterschied machen. Bei der Notenvergabe herrscht deshalb immer mehr Frust. Hätte der Lehrer aus voll befriedigend nicht schwach gut machen können? Das tut doch beiden Seiten gut: Der Schüler wird dadurch motiviert und beteiligt sich mehr am Unterricht und der Lehrer muss sich keine nörgelnden Schüler antun. Natürlich kann nicht jeder immer 15 Punkte erreichen, aber Lehrer, die diese aus Prinzip nicht geben, wirken auf uns Schüler einfach nur unfair.

Autor: Bo  |  Rubrik: orientieren  |  04.02.2015
Autor: Bo
Rubrik: orientieren
04.02.2015