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Schülerleben live

Die besseren Referate

Gleich am ersten Schultag nach den Weihnachtsferien wurden wir wieder daran erinnert, dass es langsam knapp wird: Jeder Lehrer begann seine Stunde mit einer mehr oder weniger poetischen Ansprache, dass der Endspurt jetzt anfängt. Meine sehr emotionale Musiklehrerin bedankte sich herzerwärmend für so tolle Schüler, die ihr immer die Verwirklichung ihrer Chor- oder Orchester-Projekte ermöglichen. Ferner wollte sie, dass wir doch auch bitte so einen tollen Beruf ergreifen mögen, den wir von Herzen gerne machen und uns nicht nur bis zu unserer Rente abarbeiten. Ich hielt das zwar für einen sehr weiten Blick in die Zukunft, behielt ihre Worte jedoch trotzdem im Kopf.

Was uns in diesen Tagen zusätzlich an das Abitur erinnert, sind die letzten Seminararbeitspräsentation. In meinem Seminar „Sprache und Beeinflussung“ wurden sie nachmittags an den ersten drei Schultagen abgehalten. Überraschenderweise stellte ich fest, wie sich jeder einzelne so gut in sein Thema eingearbeitet hatte, dass er oder sie es mit einer solchen Begeisterung vorstellte, wie man es selten bei Referaten erlebt. Auch wenn wir dafür länger in der Schule bleiben mussten, hatten wir doch viel Spaß und tauschten uns interessiert über unsere Themen aus. Da ging es um Anglizismen in der Werbung, um geschlechterspezifische und -gerechte Sprache und Political Correctness in Kinderbüchern. Wir beschäftigten uns mit der Berichterstattung in der Presse über die Olympischen Winterspiele in Sotschi, mit der berühmten Walser-Rede über den Holocaust und mit neurolinguistischem Programmieren. Erstaunlich war, zu sehen, wie verschieden die Themen doch alle waren, obwohl sie alle etwas mit unserem Seminarthema zu tun hatten. Alles in allem halte ich das Seminar trotz oder vielleicht gerade wegen unserer strengen Lehrerin für sehr gelungen. Viele andere Seminare hatten weniger strikte Richtlinien, was die Quellenangaben, Fußnoten und Zeilenabstände anbelangte. Wir haben wirklich was gelernt dabei, auch wenn die Angst vor der alles entscheidenden Note, die wir erst in drei Wochen bekommen, groß ist.

Das Wichtigste jedoch ist: Wir haben wieder einen Schritt auf dem Weg zum Abitur geschafft!

Autor: Lea  |  Rubrik: orientieren  |  20.01.2015
Autor: Lea
Rubrik: orientieren
20.01.2015

Schülerleben live

Dezember

Die Adventszeit hat mich im vergangenen Jahr total überrascht. Ohne es wirklich mitzubekommen, hat der Dezember angefangen. Natürlich war das Weihnachtssortiment in den Supermärkten seit Ende Oktober nicht zu übersehen, aber es ging dann doch schneller als gedacht. Statt wie noch vor einigen Jahren den ersten Dezember sehnsüchtig zu erwarten und sich auf das erste Türchen zu freuen, ging dieses Jahr alle Vorfreude zwischen dem Klausuren-Stress und Veranstaltungen an Wochenenden unter. Und anstatt mich auf meine Lieblingszeit im Jahr einzustellen, fand ich mich vor meinem Schreibtisch wieder. Ich habe es nicht einmal zum Weihnachtsmarkt geschafft. Ich zählte die Tage bis zu den Winterferien. Wie kann Zeit nur so relativ sein? Während die Stunden in der Schule kein Ende zu nehmen schienen, fühlten sich die Nächte immer viel zu kurz an.

In der Schule wurde Weihnachten allerdings immer präsenter. Wollen wir als Leistungskurs eine Weihnachtsfeier organisieren? Sind wir nicht zu alt fürs Wichteln? Hierbei erkannte man deutlich zwei Lager. Die einen wollten mit dem Thema so wenig wie möglich zu tun haben. Die Weihnachtsfeierverfechter hingegen bestehen seit Jahren auf den zweistündigen Spaß. Ihrer Meinung nach gibt es am letzten Schultag nicht wichtigeres als bei Plätzchen und Kinderpunsch über alte Zeiten zu sprechen. Die obligatorische Plastik-Deko darf natürlich auch nicht fehlen und in mühevoller Arbeit wurden Kunstschnee, Lametta und sonstiges Glitzerzeug drapiert. In noch viel mühevollerer Kleinarbeit wurde der ganze Kitsch nach der Feier klinisch entfernt.

Trotz aller Umstände freute ich mich aber doch auf die Weihnachtsfeier, denn sie war der Startschuss für die Ferien.

Autor: Bo  |  Rubrik: orientieren  |  15.01.2015
Autor: Bo
Rubrik: orientieren
15.01.2015

Schülerleben live

Journalisten-Kongress

Und schon wieder saß ich im Zug – diesmal auf dem Weg zum Starnberger See. Dort, wo einst Kaiserin Sissi ihre Kindheit verbrachte, war ich das ganze Wochenende als Mitarbeiterin bei einem Kongress.

Nach sechs Stunden Fahrt kam ich endlich an und stellte zunächst einen deutlichen Temperaturunterschied fest. In dem Moment bereute ich es, mich für den Herbstmantel entschieden zu haben. Ich trotzte der Kälte und wartete am Ufer des Starnberger Sees. Nach einiger Zeit wurde ich abgeholt und zusammen mit anderen Freiwilligen zum Veranstaltungsort gebracht. Durchgefroren, aber trotzdem gespannt, kam ich in Pöcking an. Am Kongress nahmen ungefähr 125 Menschen aus ganz Deutschland teil. Nach dem Neben Check-in und ersten organisatorischen Ansagen, begrüßte ich die Teilnehmer und freute mich über neue Gesichter und alte Bekannte. In den nächsten Tagen sollten aus den ihnen Journalisten werden, die sich in Zeitungen, Fernsehen und Online-Magazinen mit verschiedenen Themen beschäftigten. Ein Höhepunkt des Kongresses war der Abend im Augustiner-Keller im Herzen Münchens. Dort wurden bereits geknüpfte Kontakte gefestigt. Zwischen Spanferkel und Apfelstrudel wurde viel diskutiert und gelacht. Ich kann es kaum erwarten, bald erneut bei solch einer großen Veranstaltung mitzuarbeiten, dann aber lieber im Norden Deutschlands.

Autor: Bo  |  Rubrik: orientieren  |  08.01.2015
Autor: Bo
Rubrik: orientieren
08.01.2015