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Schülerleben live

Journalisten-Kongress

Und schon wieder saß ich im Zug – diesmal auf dem Weg zum Starnberger See. Dort, wo einst Kaiserin Sissi ihre Kindheit verbrachte, war ich das ganze Wochenende als Mitarbeiterin bei einem Kongress.

Nach sechs Stunden Fahrt kam ich endlich an und stellte zunächst einen deutlichen Temperaturunterschied fest. In dem Moment bereute ich es, mich für den Herbstmantel entschieden zu haben. Ich trotzte der Kälte und wartete am Ufer des Starnberger Sees. Nach einiger Zeit wurde ich abgeholt und zusammen mit anderen Freiwilligen zum Veranstaltungsort gebracht. Durchgefroren, aber trotzdem gespannt, kam ich in Pöcking an. Am Kongress nahmen ungefähr 125 Menschen aus ganz Deutschland teil. Nach dem Neben Check-in und ersten organisatorischen Ansagen, begrüßte ich die Teilnehmer und freute mich über neue Gesichter und alte Bekannte. In den nächsten Tagen sollten aus den ihnen Journalisten werden, die sich in Zeitungen, Fernsehen und Online-Magazinen mit verschiedenen Themen beschäftigten. Ein Höhepunkt des Kongresses war der Abend im Augustiner-Keller im Herzen Münchens. Dort wurden bereits geknüpfte Kontakte gefestigt. Zwischen Spanferkel und Apfelstrudel wurde viel diskutiert und gelacht. Ich kann es kaum erwarten, bald erneut bei solch einer großen Veranstaltung mitzuarbeiten, dann aber lieber im Norden Deutschlands.

Autor: Bo  |  Rubrik: orientieren  |  08.01.2015
Autor: Bo
Rubrik: orientieren
08.01.2015

Schülerleben live

Singen statt büffeln

Was andere Schulen im Sommer machen, findet an unserer christlichen Lehranstalt immer zwei Wochen vor Weihnachten statt. Jede Klasse setzt eine Geschäftsidee um, verkauft etwas zu essen oder zu trinken. Das Geld geht ganz im Sinne von Weihnachten an einen guten Zweck. Höhepunkt des Abends ist natürlich der Auftritt unserer diversen Musikensembles. Eines davon ist das Orchester, das aus mehr als 70 Schülern besteht und mittlerweile ein relativ hohes Niveau erreicht hat. Letztes Jahr hatte ich die Ehre, die Abteilung der Streicher, das sogenannte Kammerorchester, am Klavier zu unterstützen. Trotz meiner anfänglichen Nervositiät hat es wirklich sehr viel Spaß gemacht. Es ist schön, mit anderen zusammenzuspielen. Vor allem, wenn es so gute Musiker sind, wie die Mitglieder des Orchesters. Schade, dass es nach dem letzten Abiturjahrgang leider etwas geschrumpft ist. Eben diese Erfahrung durfte ich bei der Weihnachtsfeier 2014 mit meinem ganzen Musikkurs teilen. Ursache dafür war die Idee meiner Musiklehrerin, die auch gleichzeitig das Orchester leitet. Statt Unterricht hat sie mit uns zwei dreistimmige Lieder einstudiert. Und so kam es, dass das große Orchester diesmal uns unterstütze, als wir Händels „Halleluja“ und „Run“ von Snow Patrol zum Besten gaben.

Erstaunlich war es zu beobachten, wie selbst die größten Klassenclowns Spaß an dem Projekt hatten. Und das, obwohl es sich zum Teil um klassische Musik handelte. Einer der Jungs wollte sogar in den Sopran, wo selbst ich als Mädchen mich fehl am Platz fühlte. Es tat wirklich gut, einmal im Unterricht nicht stillsitzen zu müssen, sondern zum Einsingen aufstehen zu dürfen, sich dehnen und Grimassen ziehen zu können. Außerdem hatten wir alle das Gefühl, wirklich etwas geschafft zu haben und etwas Sinnvolles getan zu haben. Und ich kann mit Fug und Recht behaupten, dass das Ergebnis nicht schlecht klang.

Gemeinsam Musik zu machen fördert meiner Meinung nach nicht nur das kreative Denken, es macht auch glücklich und stärkt die Gemeinschaft. Schade, dass dafür im regulären Unterricht keine Zeit bleibt.

Autor: Lea  |  Rubrik: orientieren  |  02.01.2015
Autor: Lea
Rubrik: orientieren
02.01.2015

Schülerleben live

Häuser für die, die keine haben

Nachdem ich die Bewerbungen für mein „halbes“ FSJ in Südamerika geschrieben und abgeschickt hatte, dauerte es nicht lange und ich hatte Antworten. Wobei das Schreiben der problematische Teil war: Ich hatte jetzt so lange kein Spanisch mehr, dass ich nebenbei immer das Online-Wörterbuch geöffnet hatte, um jedes Wort nachzuschauen, das mir in drei spanischlosen Monaten entfallen war. Ich muss mich eindeutig noch einmal irgendwie mit der Sprache beschäftigen, bevor es losgeht.

Eine E-Mail ging an eine Zuständige der UNO für Drogen und Kriminalität in Argentinien, die mir noch am gleichen Abend antwortete und mir ihre Unterstützung anbot. Sie ist es auch, die mir empfohlen hat, mich bei einer argentinische NGO namens „Techo“ zu bewerben. Techo baut mithilfe vieler jugendlicher Ehrenamtlicher in allen möglichen Städten in Argentinien Häuser für Obdachlose. Unter der Woche arbeiten die Jugendlichen ganz normal oder gehen zur Schule und am Wochenende helfen sie in der Organisation aus oder stellen sich mit Plakaten und Spardosen an große Straßen und sammeln Spenden. Eine gute Idee, wenn man mich fragt, vor allem etwas, bei dem man das Gefühl haben kann, wirklich zu helfen.

Die peruanische Organisation, bei der ich mich beworben habe, antwortete am Tag darauf. Die E-Mail, die ich bekam, war auf jeden Fall schon einmal nicht ablehnend. Man möchte sich besprechen, ob man mich in diesem Zeitraum irgendwo einbinden kann und mir dann Bescheid geben.

Wenn ich jedoch bei beiden angenommen werde, wüsste ich nicht, wofür ich mich entscheiden soll. Mir erscheinen beide Optionen bereichernd und interessant.

Autor: Lea  |  Rubrik: orientieren  |  15.12.2014
Autor: Lea
Rubrik: orientieren
15.12.2014