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Schülerleben live

Singen statt büffeln

Was andere Schulen im Sommer machen, findet an unserer christlichen Lehranstalt immer zwei Wochen vor Weihnachten statt. Jede Klasse setzt eine Geschäftsidee um, verkauft etwas zu essen oder zu trinken. Das Geld geht ganz im Sinne von Weihnachten an einen guten Zweck. Höhepunkt des Abends ist natürlich der Auftritt unserer diversen Musikensembles. Eines davon ist das Orchester, das aus mehr als 70 Schülern besteht und mittlerweile ein relativ hohes Niveau erreicht hat. Letztes Jahr hatte ich die Ehre, die Abteilung der Streicher, das sogenannte Kammerorchester, am Klavier zu unterstützen. Trotz meiner anfänglichen Nervositiät hat es wirklich sehr viel Spaß gemacht. Es ist schön, mit anderen zusammenzuspielen. Vor allem, wenn es so gute Musiker sind, wie die Mitglieder des Orchesters. Schade, dass es nach dem letzten Abiturjahrgang leider etwas geschrumpft ist. Eben diese Erfahrung durfte ich bei der Weihnachtsfeier 2014 mit meinem ganzen Musikkurs teilen. Ursache dafür war die Idee meiner Musiklehrerin, die auch gleichzeitig das Orchester leitet. Statt Unterricht hat sie mit uns zwei dreistimmige Lieder einstudiert. Und so kam es, dass das große Orchester diesmal uns unterstütze, als wir Händels „Halleluja“ und „Run“ von Snow Patrol zum Besten gaben.

Erstaunlich war es zu beobachten, wie selbst die größten Klassenclowns Spaß an dem Projekt hatten. Und das, obwohl es sich zum Teil um klassische Musik handelte. Einer der Jungs wollte sogar in den Sopran, wo selbst ich als Mädchen mich fehl am Platz fühlte. Es tat wirklich gut, einmal im Unterricht nicht stillsitzen zu müssen, sondern zum Einsingen aufstehen zu dürfen, sich dehnen und Grimassen ziehen zu können. Außerdem hatten wir alle das Gefühl, wirklich etwas geschafft zu haben und etwas Sinnvolles getan zu haben. Und ich kann mit Fug und Recht behaupten, dass das Ergebnis nicht schlecht klang.

Gemeinsam Musik zu machen fördert meiner Meinung nach nicht nur das kreative Denken, es macht auch glücklich und stärkt die Gemeinschaft. Schade, dass dafür im regulären Unterricht keine Zeit bleibt.

Autor: Lea  |  Rubrik: orientieren  |  02.01.2015
Autor: Lea
Rubrik: orientieren
02.01.2015

Schülerleben live

Häuser für die, die keine haben

Nachdem ich die Bewerbungen für mein „halbes“ FSJ in Südamerika geschrieben und abgeschickt hatte, dauerte es nicht lange und ich hatte Antworten. Wobei das Schreiben der problematische Teil war: Ich hatte jetzt so lange kein Spanisch mehr, dass ich nebenbei immer das Online-Wörterbuch geöffnet hatte, um jedes Wort nachzuschauen, das mir in drei spanischlosen Monaten entfallen war. Ich muss mich eindeutig noch einmal irgendwie mit der Sprache beschäftigen, bevor es losgeht.

Eine E-Mail ging an eine Zuständige der UNO für Drogen und Kriminalität in Argentinien, die mir noch am gleichen Abend antwortete und mir ihre Unterstützung anbot. Sie ist es auch, die mir empfohlen hat, mich bei einer argentinische NGO namens „Techo“ zu bewerben. Techo baut mithilfe vieler jugendlicher Ehrenamtlicher in allen möglichen Städten in Argentinien Häuser für Obdachlose. Unter der Woche arbeiten die Jugendlichen ganz normal oder gehen zur Schule und am Wochenende helfen sie in der Organisation aus oder stellen sich mit Plakaten und Spardosen an große Straßen und sammeln Spenden. Eine gute Idee, wenn man mich fragt, vor allem etwas, bei dem man das Gefühl haben kann, wirklich zu helfen.

Die peruanische Organisation, bei der ich mich beworben habe, antwortete am Tag darauf. Die E-Mail, die ich bekam, war auf jeden Fall schon einmal nicht ablehnend. Man möchte sich besprechen, ob man mich in diesem Zeitraum irgendwo einbinden kann und mir dann Bescheid geben.

Wenn ich jedoch bei beiden angenommen werde, wüsste ich nicht, wofür ich mich entscheiden soll. Mir erscheinen beide Optionen bereichernd und interessant.

Autor: Lea  |  Rubrik: orientieren  |  15.12.2014
Autor: Lea
Rubrik: orientieren
15.12.2014

Schülerleben live

Besondere Lernleistung

Von einer Freundin meiner älteren Schwester hörte ich das erste Mal von der „Besonderen Lernleistung“. Schon seit einigen Jahren besteht nämlich in den meisten Bundesländern die Möglichkeit, eine solche Leistung ins Abitur einzubringen. Man kann beispielsweise an einem Wettbewerb teilnehmen, die Ergebnisse eines Projekts oder Praktikums bearbeiten oder eine Jahres- oder Seminararbeit anfertigen. Besagte Freundin hatte an der Internationalen Chemie-Olympiade teilgenommen und war ziemlich weit gekommen. In einer größeren Arbeit stellte sie danach ihre Ergebnisse einem Komitee vor. Zuerst war ich erstaunt gewesen, denn sie war eigentlich nicht der typische Streber-Typ. Sie erklärte mir dann aber, weshalb sie es wirklich tat: Die Besondere Lernleistung ist eine gute Möglichkeit sein Abitur noch etwas „aufzuwerten“. Die größere Arbeit und die Präsentation zählen wie ein fünftes Fach im Abitur. Sie musste dafür eine schriftliche Arbeit abgeben, die einen Umfang von mindestens 30 Seiten haben sollte. Die anschließende mündliche Präsentation wird von einer Gruppe Fachlehrern bewertet.

Mit diesen Informationen ausgerüstet, überlegte ich mir über die Sommerferien, ob das für mich in Frage käme. Ich entschied mich für die Besondere Lernleistung im Fach Englisch und suchte mir das Thema 9/11 aus – schließlich war ich gerade in New York. Ich besprach die Details mit meinen Englischlehrer und stellte einen Antrag bei der Schulleitung.

Mit dem Schreiben habe ich bisher noch nicht angefangen, momentan bin ich noch in der Phase „Informationen zusammentragen“. Aber ich habe ja auch noch ein bisschen Zeit: Fertig sein muss ich nämlich erst im Februar.

Autor: Bo  |  Rubrik: orientieren  |  09.12.2014
Autor: Bo
Rubrik: orientieren
09.12.2014