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Schülerleben live

Häuser für die, die keine haben

Nachdem ich die Bewerbungen für mein „halbes“ FSJ in Südamerika geschrieben und abgeschickt hatte, dauerte es nicht lange und ich hatte Antworten. Wobei das Schreiben der problematische Teil war: Ich hatte jetzt so lange kein Spanisch mehr, dass ich nebenbei immer das Online-Wörterbuch geöffnet hatte, um jedes Wort nachzuschauen, das mir in drei spanischlosen Monaten entfallen war. Ich muss mich eindeutig noch einmal irgendwie mit der Sprache beschäftigen, bevor es losgeht.

Eine E-Mail ging an eine Zuständige der UNO für Drogen und Kriminalität in Argentinien, die mir noch am gleichen Abend antwortete und mir ihre Unterstützung anbot. Sie ist es auch, die mir empfohlen hat, mich bei einer argentinische NGO namens „Techo“ zu bewerben. Techo baut mithilfe vieler jugendlicher Ehrenamtlicher in allen möglichen Städten in Argentinien Häuser für Obdachlose. Unter der Woche arbeiten die Jugendlichen ganz normal oder gehen zur Schule und am Wochenende helfen sie in der Organisation aus oder stellen sich mit Plakaten und Spardosen an große Straßen und sammeln Spenden. Eine gute Idee, wenn man mich fragt, vor allem etwas, bei dem man das Gefühl haben kann, wirklich zu helfen.

Die peruanische Organisation, bei der ich mich beworben habe, antwortete am Tag darauf. Die E-Mail, die ich bekam, war auf jeden Fall schon einmal nicht ablehnend. Man möchte sich besprechen, ob man mich in diesem Zeitraum irgendwo einbinden kann und mir dann Bescheid geben.

Wenn ich jedoch bei beiden angenommen werde, wüsste ich nicht, wofür ich mich entscheiden soll. Mir erscheinen beide Optionen bereichernd und interessant.

Autor: Lea  |  Rubrik: orientieren  |  15.12.2014
Autor: Lea
Rubrik: orientieren
15.12.2014

Schülerleben live

Besondere Lernleistung

Von einer Freundin meiner älteren Schwester hörte ich das erste Mal von der „Besonderen Lernleistung“. Schon seit einigen Jahren besteht nämlich in den meisten Bundesländern die Möglichkeit, eine solche Leistung ins Abitur einzubringen. Man kann beispielsweise an einem Wettbewerb teilnehmen, die Ergebnisse eines Projekts oder Praktikums bearbeiten oder eine Jahres- oder Seminararbeit anfertigen. Besagte Freundin hatte an der Internationalen Chemie-Olympiade teilgenommen und war ziemlich weit gekommen. In einer größeren Arbeit stellte sie danach ihre Ergebnisse einem Komitee vor. Zuerst war ich erstaunt gewesen, denn sie war eigentlich nicht der typische Streber-Typ. Sie erklärte mir dann aber, weshalb sie es wirklich tat: Die Besondere Lernleistung ist eine gute Möglichkeit sein Abitur noch etwas „aufzuwerten“. Die größere Arbeit und die Präsentation zählen wie ein fünftes Fach im Abitur. Sie musste dafür eine schriftliche Arbeit abgeben, die einen Umfang von mindestens 30 Seiten haben sollte. Die anschließende mündliche Präsentation wird von einer Gruppe Fachlehrern bewertet.

Mit diesen Informationen ausgerüstet, überlegte ich mir über die Sommerferien, ob das für mich in Frage käme. Ich entschied mich für die Besondere Lernleistung im Fach Englisch und suchte mir das Thema 9/11 aus – schließlich war ich gerade in New York. Ich besprach die Details mit meinen Englischlehrer und stellte einen Antrag bei der Schulleitung.

Mit dem Schreiben habe ich bisher noch nicht angefangen, momentan bin ich noch in der Phase „Informationen zusammentragen“. Aber ich habe ja auch noch ein bisschen Zeit: Fertig sein muss ich nämlich erst im Februar.

Autor: Bo  |  Rubrik: orientieren  |  09.12.2014
Autor: Bo
Rubrik: orientieren
09.12.2014

Schülerleben live

Planungen für Südamerika

Jetzt, wo ich die Seminararbeit hinter mir habe, fängt die Klausurenzeit an. Aber das hält mich nicht davon ab, weiterhin Pläne für meinen Auslandsaufenthalt nach dem Abi zu schmieden. Ich möchte mich für ein halbes Jahr in Südamerika sozial engagieren, am liebsten mit Kindern und Jugendlichen. Organisationen wir „weltwärts“ oder der Bundesfreiwilligendienst sind jedoch meistens auf ein ganzes Jahr ausgerichtet, weshalb ich mich dazu entschieden habe, das Ganze privat zu organisieren. Über die NGO, die meine Familie in Indien unterstützt, habe ich auch die richtigen Kontakte dafür: Meine Mutter kennt eine Mitarbeiterin der UNODC, der Abteilung der UNO für Drogen und Kriminalität in Südasien. Zuvor arbeitete sie in Südamerika.

Ich schrieb also eine Bewerbung auf Spanisch und erhielt schon einige Zeit später eine Antwort von ihr, in der sie mir Kontakte aus Argentinien und Peru weiterleitete. Die Organisation, die der Kollege aus Peru ausgesucht hat, nimmt öfter Volontäre an, allerdings waren das bisher nur Studenten. Ob ich als Abiturientin da überhaupt mithalten kann? Interessant ist die Arbeit dieser NGO auf jeden Fall. Sie kämpft gegen Menschenhandel, die sexuelle Ausbeutung Minderjähriger und Kinderarbeit, ähnlich wie STOP, „unser“ Indienprojekt.

Ich werde mich also auf jeden Fall auch noch in Argentinien bewerben. Mal sehen, wohin es mich letztlich verschlägt.

Autor: Lea  |  Rubrik: orientieren  |  27.11.2014
Autor: Lea
Rubrik: orientieren
27.11.2014