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Schülerleben live

Besondere Lernleistung

Von einer Freundin meiner älteren Schwester hörte ich das erste Mal von der „Besonderen Lernleistung“. Schon seit einigen Jahren besteht nämlich in den meisten Bundesländern die Möglichkeit, eine solche Leistung ins Abitur einzubringen. Man kann beispielsweise an einem Wettbewerb teilnehmen, die Ergebnisse eines Projekts oder Praktikums bearbeiten oder eine Jahres- oder Seminararbeit anfertigen. Besagte Freundin hatte an der Internationalen Chemie-Olympiade teilgenommen und war ziemlich weit gekommen. In einer größeren Arbeit stellte sie danach ihre Ergebnisse einem Komitee vor. Zuerst war ich erstaunt gewesen, denn sie war eigentlich nicht der typische Streber-Typ. Sie erklärte mir dann aber, weshalb sie es wirklich tat: Die Besondere Lernleistung ist eine gute Möglichkeit sein Abitur noch etwas „aufzuwerten“. Die größere Arbeit und die Präsentation zählen wie ein fünftes Fach im Abitur. Sie musste dafür eine schriftliche Arbeit abgeben, die einen Umfang von mindestens 30 Seiten haben sollte. Die anschließende mündliche Präsentation wird von einer Gruppe Fachlehrern bewertet.

Mit diesen Informationen ausgerüstet, überlegte ich mir über die Sommerferien, ob das für mich in Frage käme. Ich entschied mich für die Besondere Lernleistung im Fach Englisch und suchte mir das Thema 9/11 aus – schließlich war ich gerade in New York. Ich besprach die Details mit meinen Englischlehrer und stellte einen Antrag bei der Schulleitung.

Mit dem Schreiben habe ich bisher noch nicht angefangen, momentan bin ich noch in der Phase „Informationen zusammentragen“. Aber ich habe ja auch noch ein bisschen Zeit: Fertig sein muss ich nämlich erst im Februar.

Autor: Bo  |  Rubrik: orientieren  |  09.12.2014
Autor: Bo
Rubrik: orientieren
09.12.2014

Schülerleben live

Planungen für Südamerika

Jetzt, wo ich die Seminararbeit hinter mir habe, fängt die Klausurenzeit an. Aber das hält mich nicht davon ab, weiterhin Pläne für meinen Auslandsaufenthalt nach dem Abi zu schmieden. Ich möchte mich für ein halbes Jahr in Südamerika sozial engagieren, am liebsten mit Kindern und Jugendlichen. Organisationen wir „weltwärts“ oder der Bundesfreiwilligendienst sind jedoch meistens auf ein ganzes Jahr ausgerichtet, weshalb ich mich dazu entschieden habe, das Ganze privat zu organisieren. Über die NGO, die meine Familie in Indien unterstützt, habe ich auch die richtigen Kontakte dafür: Meine Mutter kennt eine Mitarbeiterin der UNODC, der Abteilung der UNO für Drogen und Kriminalität in Südasien. Zuvor arbeitete sie in Südamerika.

Ich schrieb also eine Bewerbung auf Spanisch und erhielt schon einige Zeit später eine Antwort von ihr, in der sie mir Kontakte aus Argentinien und Peru weiterleitete. Die Organisation, die der Kollege aus Peru ausgesucht hat, nimmt öfter Volontäre an, allerdings waren das bisher nur Studenten. Ob ich als Abiturientin da überhaupt mithalten kann? Interessant ist die Arbeit dieser NGO auf jeden Fall. Sie kämpft gegen Menschenhandel, die sexuelle Ausbeutung Minderjähriger und Kinderarbeit, ähnlich wie STOP, „unser“ Indienprojekt.

Ich werde mich also auf jeden Fall auch noch in Argentinien bewerben. Mal sehen, wohin es mich letztlich verschlägt.

Autor: Lea  |  Rubrik: orientieren  |  27.11.2014
Autor: Lea
Rubrik: orientieren
27.11.2014

Schülerleben live

Was nun?

Man stelle sich vor, dass eine Lehrkraft aus persönlichen Gründen für längere Zeit ausfällt. Klingt eigentlich nach einer normalen Situation im Schulalltag. Normalerweise lassen solche Nachrichten alle Schülerherzen höherschlagen. Problematisch wird es aber, wenn man diese Lehrperson in einem Abiturfach hat, in dem man dringend vorbereitet werden muss. Obwohl ich ehrlich gesagt zugeben muss, dass ich mich in den ersten Wochen über das Ausfallen der Stunden gefreut habe. Erst nach einiger Zeit kamen nach und nach Sorgen auf. Ich befürchtete, dass wir den obligatorischen Lehrplan nicht schaffen und merkte, wie nah das Abi bereits ist. Was sollte ich also tun?

Die Schule konnte keinen Vertretunglehrer stellen, da die wenigen Fachlehrer schon absolut ausgelastet sind. Sie können uns aber auch nicht ewig mit Arbeitsblättern versorgen und erwarten, dass wir die abirelevanten Themen auf magische Art und Weise verstehen. Natürlich muss ein Oberstufenschüler in der Lage sein, sich manche Themen selber zu erschließen, aber wer so argumentiert, muss zugeben, dass dann theoretisch jeder Schüler einfach ein Lernpaket nach Hause geliefert bekommen könnte.

Die beste Idee ist ein Schülerlernkreis. In den Studen, in denen normalerweise der Unterricht stattgefunden hätte, finden wir Schüler uns nun zusammen. Gemeinsam wird gelernt, wiederholt und erklärt. Jeder bereitet ein Thema vor und stellt es den anderen vor. Das wohl Praktischste an dieser Lösung ist, dass wir uns gegenseitig motivieren. Seitdem wir gemeinsam lernen, werden viele allein durch die Gruppendynamik mitgezogen und erbringen recht gute Leistungen.

Autor: Bo  |  Rubrik: orientieren  |  21.11.2014
Autor: Bo
Rubrik: orientieren
21.11.2014