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Schülerleben live

Ein weiterer Schritt auf dem Weg zum Abi

Die Stunde für die Seminararbeitsabgabe hat geschlagen – und war Gott sei Dank auch schnell wieder vorbei. Zum Glück hatte ich schon einen Tag vorher abgegeben. Ich habe die morgendlichen Freistunden genutzt, um durch die Stadt zu hetzen und einen Copy-Shop zu suchen, der mir meine bereits ausgedruckte Arbeit binden könnte. Dort war ich natürlich nicht die einzige, die ihre Arbeit fertig machen lassen wollte, schließlich gilt der Abgabetermin für ganz Bayern. Aber ich konnte meiner Lehrerin schon am Montag das 22-seitige Ergebnis meiner Recherchen überreichen, zusammen mit einem wesentlich dickeren Schnellhefter mit Material. Unter diesem Material versteht man Kopien all jener Buchseiten, die wir zitiert oder sonst irgendwie übernommen haben, sowie Zeitungsartikel und Ausdrucke der verwendeten Internetquellen. Anschließend hatte ich gemischte Gefühle. Wenn man nach so viel Arbeit endlich mal eine entspannte Zeit in Aussicht hat, hat das schon eine euphorische Wirkung. Jedoch wusste ich da schon von einigen formalen Fehlern, die ich gemacht hatte (ich habe Punkte hinter den Nummern in der Gliederung gemacht) sodass sich Freude mit Angst abwechseln musste.

Meine beste Freundin hatte es da noch ein bisschen schwerer. Total verzweifelt schrieb sie mir am Abend vor dem endgültigen Abgabetermin, ihr Computer würde nicht mehr hochfahren. Die Arbeit wäre verloren gewesen, hätten sie sie mir nicht ein paar Tage zuvor im Anhang einer E-Mail zum Korrekturlesen geschickt. Die Erleichterung war entsprechend groß.

Bis wir die Noten bekommen, kann es noch einige Zeit dauern. Aber nun ist wieder einmal ein weiterer Schritt in Richtung Abitur geschafft und es stehen schönere Dinge an. Am Montag wird unser Jahrgang über den Schnitt der Abi-Pullis und -T-Shirts abstimmen. Mit meinen Freundinnen rede ich über Studiengänge und Berufswünsche und bald werde ich erfahren, wohin in Südamerika es mich verschlägt. Alles deutet daraufhin, dass unser Leben bald eine neue Richtung einschlägt – ich bin sehr gespannt!

Autor: Lea  |  Rubrik: orientieren  |  12.11.2014
Autor: Lea
Rubrik: orientieren
12.11.2014

Schülerleben live

Fünf Monate

Vor einigen Tagen machte mich eine Freundin darauf aufmerksam, dass wir nur noch fünf Monate bis zum Abitur haben. Im ersten Moment reagierte ich eher mit Schrecken als mit Freude. Wie konnte schon so viel Zeit vergangen sein? Die letzten siebeneinhalb Jahre kamen mir vor wie ein Wimpernschlag. Natürlich war ich froh, dass die Schulzeit bald ein Ende haben würde, aber so schnell? Das war doch etwas beängstigend. In den kommenden fünf Monaten soll ich meine Abiturprüfungen schreiben, Weihnachten und meinen Geburtstag feiern? Wie soll ich das alles unter einen Hut bringen? Schule, Nachhilfe, Ehrenamt, Freizeit, auf einmal schien alles einfach zu viel zu sein. Was ich mir anfangs nicht eingestehen konnte, war meine Angst. Ich habe zwar einen Plan, aber ist der wirklich so gut? Was, wenn ich mein Ziel nicht erreiche? Zweifel und Ängste holten mich ein, denn in wenigen Monaten sollte ich nicht nur erwachsen sein, sondern auch wissen, was ich aus meinem Leben machen möchte. War mein Selbstvertrauen vielleicht nur Illusion? Sollte ich nicht auch einen Plan B haben? Woher soll ich mit 17 Jahren überhaupt wissen, was ich die nächsten 40 Jahre machen will?

Autor: Bo  |  Rubrik: orientieren  |  11.11.2014
Autor: Bo
Rubrik: orientieren
11.11.2014

Schülerleben live

Latein

Seit der sechsten Klasse verfolgt mich dieses Fach und lässt sich einfach nicht abschütteln. Meine Beziehung zu der toten Sprache fing ursprünglich mit großer Begeisterung an. Ich verteidigte meine Entscheidung dafür gegen alle, die Französisch gewählt hatten und mich von den pragmatischen Vorteilen der französischen Sprache überzeugen wollten. Schließlich konnten sie sich im Urlaub verständigen. Wo wolle ich denn bitte Latein benutzen, bei einer Privataudienz beim Papst? Trotz der überzeugenden Argumente hielt ich an meiner Wahl fest. In den ersten Jahren war da noch die Bewunderung für diese mystische Sprache und das stolze Volk der Römer. Ich war überzeugt, das spannendste Fach belegt zu haben und konnte den Glanz vergangener Zeiten spüren. In den Jahren danach kamen immer mehr Zweifel auf. Was hatte mich nur dazu getrieben, eine Sprache lernen zu wollen, die noch mehr Fälle hatte als das Deutsche? Was genau hatte mich an diesen Unmengen von Vokabeln gereizt? Nicht selten verfluchte ich meine Wahl und hatte einen klassischen Lateindurchhänger. Später verbesserte sich die Situation immens, da wir keine neue Grammatik mehr lernen mussten. Stattdessen kam ein Wörterbuch angeflogen, das mich so manche Klausur über- und bestehen ließ. Meine Beziehung zur lateinischen Sprache hatte sich damit deutlich verbessert. Sogar so viel, dass ich mich dafür entschied, das Fach auch in der Oberstufe weiterzuführen.
Momentan lässt sich die Beziehung am besten als ein friedliches Nebeneinander beschreiben. Man akzeptiert sich, aber Liebe ist es nicht. Warum ich mein Verhältnis zu Latein so genau analysiere? Die Antwort ist einfach und dennoch grausam: In wenigen Tagen schreibe ich eine Lateinklausur und hoffe, dass sich die Beziehung danach nicht drastisch verschlechtern wird.

 

Autor: Bo  |  Rubrik: orientieren  |  05.11.2014
Autor: Bo
Rubrik: orientieren
05.11.2014