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Schülerleben live

Endlich Ferien?

Meine Pläne für die Herbstferien: Bücher für die Seminararbeit lesen, die Seminararbeit schreiben und allerhöchstens zum Ausgleich eine Fahrstunde absolvieren oder mein Pferd besuchen. Die ersten paar Tage habe ich diesen Plan erfolgreich umgangen. Dann fand die alljährliche Geschichtennacht im historischen Kloster in meinem Heimatort statt, die wir als evangelische Jugend (kurz EJ) für Kinder der ersten bis sechsten Klasse organisierten. Die Kinder hatten ohne Frage viel Spaß beim Basteln, Spielen und der Nachtwanderung, die wir für sie vorbereitet hatten. Im Grunde lief alles glatt. Es gab keine größeren Notfälle, kein Kind bekam Heimweh. Wir brauchten höchstens einmal ein Pflaster hier und da. Der Umgang mit Kindern erinnert mich immer daran, wie naiv und unkompliziert ich selbst als Kind gedacht habe. Es macht Spaß, sich einmal zurückerinnern zu können. Keine Schulsorgen!

Trotz allem ist es immer die Geschichtennacht, die mich mehr erschöpft als alles andere, zumal ich zu allem Überfluss meistens die Leitung für eine Gruppe übernehmen und nicht nur die Teilnehmer, sondern auch die anderen Betreuer koordinieren muss. Und ich bin wirklich kein Organisationstalent. So hing ich den ganzen Samstag in den Seilen und war nur noch zum Lebkuchen backen am späteren Nachmittag zu gebrauchen.

Am Abend schlief ich mal wieder über einem Buch ein. Und mein Fahrlehrer fragte mich, ob ich schlecht geschlafen hätte oder irgendwie gestresst sei, da ich etwas abgelenkt war und das Auto wieder öfter abgewürgt habe. Auf Anhieb ist mir keine Ursache eingefallen. Vielleicht kommt meine Unfähigkeit, mich zu konzentrieren aber einfach daher, dass ich mich in letzter Zeit an tausend Dinge gleichzeitig denken muss, ob das nun irgendwelche Arzttermine sind, meine Verpflichtungen in der EJ oder eben die geliebte Schule. Allem voran die Seminararbeit. Ich glaube, das Einzige, was ich dagegen tun kann, ist, mich zu ordnen und dann einfach mal drauf los zu schreiben. Los geht’s!

Autor: Lea  |  Rubrik: orientieren  |  04.11.2014
Autor: Lea
Rubrik: orientieren
04.11.2014

Schülerleben live

Berlin

Die zweite Woche meiner Herbstferien verbrachte ich in der Hauptstadt. Meiner Meinung nach ist Berlin die spannendste Stadt Deutschlands. Andere finden München oder andere Orte bestimmt schöner, aber ich finde in Berlin kann man am meisten erleben.

Ich habe dort allerdings nicht nur Urlaub gemacht, sondern bei einer Stiftung gearbeitet. Nach fünf lehrreichen Arbeitstagen freute ich mich sehr auf das freie Wochenende. Ich hatte mir vorgenommen, durch Berlin-Mitte zu schlendern und mich einfach treiben zu lassen.

Diesen Plan konnte ich aber leider nicht in die Tat umsetzten: Es wurde angekündigt, dass die Bahn am Wochenende streiken würde. Ich musste aber zurück nach Hause, schließlich war am Montag wieder Schule. Statt durch Berlin zu flanieren fand ich mich also am Freitagnachmittag an einem der Gleise im Berliner Hauptbahnhof ein. Als dann auch noch der Zug auf die Hälfte seiner ursprünglichen Größe verkleinert wurde, brach das Chaos aus. Trotz Sitzreservierung musste ich mich erst durch mehrere Abteile kämpfen. Als ich endlich meinen Platz erreicht hatte, fiel ich in den Sitz und war einfach nur erleichtert, nach Hause zu kommen.

 

Autor: Bo  |  Rubrik: orientieren  |  24.10.2014
Autor: Bo
Rubrik: orientieren
24.10.2014

Schülerleben live

Seminararbeit

Vor kurzem erhielt ich die einzigartige Gelegenheit, ein Interview mit einem Zeitzeugen zu führen. Dabei sollte man hinzufügen, dass es sich um einen Zeitzeugen der DDR handelt. Ich finde, man vergisst viel zu oft, dass es noch gar nicht so lange her ist, als es Deutschland noch zweimal gab.

Ich schreibe meine Seminararbeit über das Kabarett in der DDR, ein interessantes, aber schwer zu fassendes Thema. Das Interview hat mir in diesem Zusammenhang gute Insider-Informationen vermittelt, die ich wunderbar in meine Arbeit aufnehmen kann. Mein Gesprächspartner war der langjährige Pianist und Komponist eines sehr guten Amateurkabaretts der DDR. In der linken Hand den Telefonhörer, in der rechten Hand einen Stift, schrieb ich bald weit mehr über meine vorbereiteten Fragen hinaus, zwei Seiten weiter, wobei ich immer ein, zwei Sätze mit Schreiben hinterherhing. Jedoch war ich im Nachhinein trotzdem froh, mitgeschrieben zu haben, anstatt das Telefon auf Lautsprecher zu stellen und das Gespräch aufzunehmen, denn auch so hatte ich am Ende vier Seiten abzutippen. Leider zählen diese Seiten zum Anhang und nicht zum zehn- bis fünfzehnseitigen Fließtext der Arbeit an sich. Diese ist unbedingt einzuhalten. Aber das fällt mir dank der Informationsmenge und meiner ausführlichen Gliederung relativ leicht. Viel schwerer ist es, die ganzen Richtlinien einer wissenschaftlichen Arbeit einzuhalten, die auch bei jedem Lehrer anders gehandhabt werden: Randabstände, Position der Seitenzahlen, Ausführlichkeit der Fußnoten. Dabei muss man auch aufpassen, dass man alles mit irgendeiner Quelle (am Besten einer Primärquelle) beweist, was nicht so allgemeingültig ist wie „der Himmel ist blau“. Mittlerweile kann ich beinahe verstehen, dass man aus Versehen plagiiert. Aber ich möchte mich nicht nur beschweren: Ich halte die Möglichkeit, im Rahmen eines W-Seminars eine wissenschaftlicher Seminararbeit zu schreiben, für eine ausgezeichnete Gelegenheit, das alles schon einmal für das Studium zu üben. Und so etwas wie ein Telefon-Interview macht man ja auch nicht alle Tage.

Autor: Lea  |  Rubrik: orientieren  |  17.10.2014
Autor: Lea
Rubrik: orientieren
17.10.2014