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Schülerleben live

Endlich Herbstferien

Dann brachen endlich die Herbstferien an. Endlich wieder freie Tage, die man nicht in der Schule verbringen muss! Da die Sommerferien in Nordrhein-Westfalen dieses Jahr sehr früh waren, sind auch die Herbstferien früher als in den meisten anderen Bundesländern. Das erste Wochenende nutzte ich nur zum Entspannen, Ausschlafen und Faulenzen. Da nach den Herbstferien direkt die nächsten Klausuren anstanden und ich eine Woche unterwegs war, begann ich aber auch langsam, mich vorzubereiten. Im Moment versuche ich mir das ewige Rätsel Mathe verständlicher zu machen, denn in den letzten vier Matheklausuren möchte ich so gut wie möglich abschneiden. Den größten Teil der Zeit nutzte ich dennoch zum Ausruhen.

Es fühlte sich sehr seltsam an, dass diese Herbstferien die letzten Herbstferien meines Lebens waren. Was in den vergangenen Jahren so selbstverständlich war, ist nun etwas Besonderes und auf einmal fühle ich mich alt. Besonders deutlich wurde mir das auch, als ich mit meiner besten Freundin ein Fotoshooting machte und uns auffiel, dass wir schon sieben Jahre lang befreundet sind. In einem halben Jahr werde ich mein Abitur in der Tasche haben und dann wird ein Lebensabschnitt unwiderruflich vorbei sein. Ein eher befremdlicher als angenehmer Gedanke.

Autor: Bo  |  Rubrik: orientieren  |  16.10.2014
Autor: Bo
Rubrik: orientieren
16.10.2014

Schülerleben live

Klausuren-Stress

Gleich zwei Klausuren innerhalb einer Woche musste ich in meinen beiden Leistungskursen schreiben: Deutsch und Geschichte. Das Schwierige an der Situation war, mich richtig vorzubereiten und mich nach der einen Arbeit direkt auf die nächste Prüfung zu konzentrieren.
Deutsch ist normalerwiese nicht ganz so lernintensiv wie Geschichte, aber dieses Mal musste ich gleich zwei Lektüren vorbereiten. Und auch für Geschichte war einiges zu tun. Diese Kombination war jedenfalls anstrengend bis schlafraubend. Meine Binge-Lernmethode (bei der man sich ganz viel Wissen in ganz kurzer Zeit in den Kopf quetscht, nur um es nach der Prüfung sofort und komplett wieder zu vergessen), die mich schon häufiger gerettet hatte, musste auch dieses Mal aushelfen. Zwischen wichtigen historischen Ereignissen schwirrte mir also die Biografie von Franz Kafka und das fiktive Leben des Mendel Singer aus Hiob durch den Kopf.
Zu all dem Stress kam noch dazu, dass uns meine Schwester aus Berlin besuchte. Ich habe „mein Leben“ kurzerhand ausgeblendet und meine eigenen Bedürfnisse hintangestellt. Schließlich gibt es ja auch ein Leben nach den Klausuren – und dann sind endlich Ferien. Welche Schule kommt eigentlich auf die Idee, beide LK-Klausuren in eine Woche zu legen? Und dann auch noch in die letzte Woche vor den Ferien?

Autor: Bo  |  Rubrik: orientieren  |  09.10.2014
Autor: Bo
Rubrik: orientieren
09.10.2014

Schülerleben live

Hallo Familie

Donnerstag ging es direkt nach der Schule zu meinem Bruder, wo wir uns mit seiner Freundin und meinen Eltern treffen sollten. Der Grund dafür war das alljährliche Familientreffen, das mal wieder anstand. Nur bedeutet Familientreffen in meiner Familie nicht einfach nur, mit ein paar Onkeln und Tanten bei den Großeltern zusammenzusitzen, sondern ein verlängertes Wochenende in einem Hotel irgendwo in Deutschland mit allen sechs Geschwistern meines Vaters, deren Kindern und Enkeln. Dieses Jahr ging es in ein mittelmäßiges Familienhotel irgendwo im Schwarzwald. Auf der Hinfahrt standen wir eine gefühlte Ewigkeit im Stau. Ich beschäftigte mich damit, noch ein wenig für die Seminararbeit zu lesen, konnte mich aber nicht so richtig konzentrieren. Als wir endlich ankamen, waren alle anderen schon im Bett. Erst am nächsten Tag traf ich auf die entferntere Verwandtschaft und hatte endlich mal wieder die Gelegenheit, alle meine Geschwister auf einem Haufen zu erleben. Das kommt leider nicht allzu oft vor, da mein ältester Bruder in Heidelberg Physik und meine Schwester in München Soziale Arbeit studiert. Und obwohl mein anderer Bruder gar nicht so weit weg lebt, bekomme ich ihn trotzdem nicht so oft zu Gesicht.

Die gemeinsame Zeit war also gut gefüllt mit ausgiebigen Wanderungen und langen Gesprächen. Wir hatten einander schließlich viel zu erzählen. Vor allem mit meiner Cousine, die auch ihr letztes Schuljahr bestreitet, tauschte ich mich über Pläne für die Zeit nach dem Abitur aus. Sie möchte Grundschullehramt studieren, was meiner Meinung nach auch gut zu ihr passt. Ein anderer Cousin möchte sich lieber erst einmal auf seine Musikkarriere konzentrieren. Als ich meiner Tante einen kleinen Vortrag über meine Seminararbeit hielt, stellte überrascht fest, dass ich schon einen viel größeren Überblick über das Thema hatte als erwartet. Gestärkt durch die guten Wünsche meiner Verwandten werde ich mich nun mit aller Kraft in die Arbeit stürzen.

Nach diesem tollen Wochenende wird es dennoch Zeit, in den Alltag zurückzukehren. Auf Wiedersehen, Familie, bis nächstes Jahr!

Autor: Lea  |  Rubrik: orientieren  |  08.10.2014
Autor: Lea
Rubrik: orientieren
08.10.2014