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Schülerleben live

Seminararbeit

Vor kurzem erhielt ich die einzigartige Gelegenheit, ein Interview mit einem Zeitzeugen zu führen. Dabei sollte man hinzufügen, dass es sich um einen Zeitzeugen der DDR handelt. Ich finde, man vergisst viel zu oft, dass es noch gar nicht so lange her ist, als es Deutschland noch zweimal gab.

Ich schreibe meine Seminararbeit über das Kabarett in der DDR, ein interessantes, aber schwer zu fassendes Thema. Das Interview hat mir in diesem Zusammenhang gute Insider-Informationen vermittelt, die ich wunderbar in meine Arbeit aufnehmen kann. Mein Gesprächspartner war der langjährige Pianist und Komponist eines sehr guten Amateurkabaretts der DDR. In der linken Hand den Telefonhörer, in der rechten Hand einen Stift, schrieb ich bald weit mehr über meine vorbereiteten Fragen hinaus, zwei Seiten weiter, wobei ich immer ein, zwei Sätze mit Schreiben hinterherhing. Jedoch war ich im Nachhinein trotzdem froh, mitgeschrieben zu haben, anstatt das Telefon auf Lautsprecher zu stellen und das Gespräch aufzunehmen, denn auch so hatte ich am Ende vier Seiten abzutippen. Leider zählen diese Seiten zum Anhang und nicht zum zehn- bis fünfzehnseitigen Fließtext der Arbeit an sich. Diese ist unbedingt einzuhalten. Aber das fällt mir dank der Informationsmenge und meiner ausführlichen Gliederung relativ leicht. Viel schwerer ist es, die ganzen Richtlinien einer wissenschaftlichen Arbeit einzuhalten, die auch bei jedem Lehrer anders gehandhabt werden: Randabstände, Position der Seitenzahlen, Ausführlichkeit der Fußnoten. Dabei muss man auch aufpassen, dass man alles mit irgendeiner Quelle (am Besten einer Primärquelle) beweist, was nicht so allgemeingültig ist wie „der Himmel ist blau“. Mittlerweile kann ich beinahe verstehen, dass man aus Versehen plagiiert. Aber ich möchte mich nicht nur beschweren: Ich halte die Möglichkeit, im Rahmen eines W-Seminars eine wissenschaftlicher Seminararbeit zu schreiben, für eine ausgezeichnete Gelegenheit, das alles schon einmal für das Studium zu üben. Und so etwas wie ein Telefon-Interview macht man ja auch nicht alle Tage.

Autor: Lea  |  Rubrik: orientieren  |  17.10.2014
Autor: Lea
Rubrik: orientieren
17.10.2014

Schülerleben live

Endlich Herbstferien

Dann brachen endlich die Herbstferien an. Endlich wieder freie Tage, die man nicht in der Schule verbringen muss! Da die Sommerferien in Nordrhein-Westfalen dieses Jahr sehr früh waren, sind auch die Herbstferien früher als in den meisten anderen Bundesländern. Das erste Wochenende nutzte ich nur zum Entspannen, Ausschlafen und Faulenzen. Da nach den Herbstferien direkt die nächsten Klausuren anstanden und ich eine Woche unterwegs war, begann ich aber auch langsam, mich vorzubereiten. Im Moment versuche ich mir das ewige Rätsel Mathe verständlicher zu machen, denn in den letzten vier Matheklausuren möchte ich so gut wie möglich abschneiden. Den größten Teil der Zeit nutzte ich dennoch zum Ausruhen.

Es fühlte sich sehr seltsam an, dass diese Herbstferien die letzten Herbstferien meines Lebens waren. Was in den vergangenen Jahren so selbstverständlich war, ist nun etwas Besonderes und auf einmal fühle ich mich alt. Besonders deutlich wurde mir das auch, als ich mit meiner besten Freundin ein Fotoshooting machte und uns auffiel, dass wir schon sieben Jahre lang befreundet sind. In einem halben Jahr werde ich mein Abitur in der Tasche haben und dann wird ein Lebensabschnitt unwiderruflich vorbei sein. Ein eher befremdlicher als angenehmer Gedanke.

Autor: Bo  |  Rubrik: orientieren  |  16.10.2014
Autor: Bo
Rubrik: orientieren
16.10.2014

Schülerleben live

Klausuren-Stress

Gleich zwei Klausuren innerhalb einer Woche musste ich in meinen beiden Leistungskursen schreiben: Deutsch und Geschichte. Das Schwierige an der Situation war, mich richtig vorzubereiten und mich nach der einen Arbeit direkt auf die nächste Prüfung zu konzentrieren.
Deutsch ist normalerwiese nicht ganz so lernintensiv wie Geschichte, aber dieses Mal musste ich gleich zwei Lektüren vorbereiten. Und auch für Geschichte war einiges zu tun. Diese Kombination war jedenfalls anstrengend bis schlafraubend. Meine Binge-Lernmethode (bei der man sich ganz viel Wissen in ganz kurzer Zeit in den Kopf quetscht, nur um es nach der Prüfung sofort und komplett wieder zu vergessen), die mich schon häufiger gerettet hatte, musste auch dieses Mal aushelfen. Zwischen wichtigen historischen Ereignissen schwirrte mir also die Biografie von Franz Kafka und das fiktive Leben des Mendel Singer aus Hiob durch den Kopf.
Zu all dem Stress kam noch dazu, dass uns meine Schwester aus Berlin besuchte. Ich habe „mein Leben“ kurzerhand ausgeblendet und meine eigenen Bedürfnisse hintangestellt. Schließlich gibt es ja auch ein Leben nach den Klausuren – und dann sind endlich Ferien. Welche Schule kommt eigentlich auf die Idee, beide LK-Klausuren in eine Woche zu legen? Und dann auch noch in die letzte Woche vor den Ferien?

Autor: Bo  |  Rubrik: orientieren  |  09.10.2014
Autor: Bo
Rubrik: orientieren
09.10.2014