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Schülerleben live

Hallo Familie

Donnerstag ging es direkt nach der Schule zu meinem Bruder, wo wir uns mit seiner Freundin und meinen Eltern treffen sollten. Der Grund dafür war das alljährliche Familientreffen, das mal wieder anstand. Nur bedeutet Familientreffen in meiner Familie nicht einfach nur, mit ein paar Onkeln und Tanten bei den Großeltern zusammenzusitzen, sondern ein verlängertes Wochenende in einem Hotel irgendwo in Deutschland mit allen sechs Geschwistern meines Vaters, deren Kindern und Enkeln. Dieses Jahr ging es in ein mittelmäßiges Familienhotel irgendwo im Schwarzwald. Auf der Hinfahrt standen wir eine gefühlte Ewigkeit im Stau. Ich beschäftigte mich damit, noch ein wenig für die Seminararbeit zu lesen, konnte mich aber nicht so richtig konzentrieren. Als wir endlich ankamen, waren alle anderen schon im Bett. Erst am nächsten Tag traf ich auf die entferntere Verwandtschaft und hatte endlich mal wieder die Gelegenheit, alle meine Geschwister auf einem Haufen zu erleben. Das kommt leider nicht allzu oft vor, da mein ältester Bruder in Heidelberg Physik und meine Schwester in München Soziale Arbeit studiert. Und obwohl mein anderer Bruder gar nicht so weit weg lebt, bekomme ich ihn trotzdem nicht so oft zu Gesicht.

Die gemeinsame Zeit war also gut gefüllt mit ausgiebigen Wanderungen und langen Gesprächen. Wir hatten einander schließlich viel zu erzählen. Vor allem mit meiner Cousine, die auch ihr letztes Schuljahr bestreitet, tauschte ich mich über Pläne für die Zeit nach dem Abitur aus. Sie möchte Grundschullehramt studieren, was meiner Meinung nach auch gut zu ihr passt. Ein anderer Cousin möchte sich lieber erst einmal auf seine Musikkarriere konzentrieren. Als ich meiner Tante einen kleinen Vortrag über meine Seminararbeit hielt, stellte überrascht fest, dass ich schon einen viel größeren Überblick über das Thema hatte als erwartet. Gestärkt durch die guten Wünsche meiner Verwandten werde ich mich nun mit aller Kraft in die Arbeit stürzen.

Nach diesem tollen Wochenende wird es dennoch Zeit, in den Alltag zurückzukehren. Auf Wiedersehen, Familie, bis nächstes Jahr!

Autor: Lea  |  Rubrik: orientieren  |  08.10.2014
Autor: Lea
Rubrik: orientieren
08.10.2014

Schülerleben live

Philosophieseminar

Schon bei der Young Leaders-Akademie hatte ich Professor Dr. Jörg Splett kennengelernt und war sehr von seinem Vortrag beeindruckt. Professor Splett ist an den philosophischen Fakultäten in München und Frankfurt tätig und hat in seiner Laufbahn mehr als 700 Publikationen hervorgebracht. Im Düsseldorfer „Maxhaus“, der ehemaligen Schule Heinrich Heines, hielt er ein Seminar zu den Themen Freiheit und Wahrheit. In den zwei Tagen sprach er über Liebe, Glaube, Gott, Wahrheit, den Menschen, das Gewissen und viele andere Themen. Das Publikum war bunt gemischt und bestand aus Lehrern, Jugendlichen, Studenten und vielen mehr.

Mich beeindruckte sein überzeugter Glaube. Alles, was er sagte, verdeutlichte er mit Beispielen und Schaubildern und machte es so für sein Publikum nachvollziehbar. Durch seine jahrelange Erfahrung als Redner war es einfach, ihm zu folgen. Hatte man Fragen, konnte man sich jedoch immer an ihn wenden. Es war beeindruckend, einem so weisen und in seinen Überzeugungen und in seinem Glauben so gefestigten Menschen zuzuhören. Noch beeindruckender war jedoch, dass er sich so lange und so tief mit allen diesen Aspekten beschäftigt hatte und für sich selbst Lösungen für alle möglichen Probleme parat hatte.

Autor: Bo  |  Rubrik: orientieren  |  01.10.2014
Autor: Bo
Rubrik: orientieren
01.10.2014

Schülerleben live

Der Anfang der letzten 23 Schulwochen

Da wären wir also: neues Schuljahr, neues Glück. Nur, dass das hier das letzte Schuljahr sein wird. Bisher habe ich mir am Anfang des Schuljahres immer vorgenommen, mehr zu lernen, meine Hausaufgaben auch tatsächlich alle zu machen und im Unterricht besser aufzupassen. Meine Vorsätze haben nie lange gehalten. Jetzt sollten sie es aber, denn ab sofort zählen alle meine Noten schon zur Abitur-Note.

Das Erste, was meine Mathelehrerin sagte, als sie am ersten Schultag das Klassenzimmer betrat: „Ich habe mal nachgezählt. Es sind noch 23 Schulwochen bis zum Abitur.“ Sie war der Meinung, das sei ein Fakt, den man wissen sollte. Es war jedenfalls für uns alle der erste Schock in diesem Jahr. Als ich heimkam, musste ich gleich selbst mal nachzählen: sechs Wochen bis zur Abgabe der Seminararbeit. Und ich gehöre zu dem Teil meiner Jahrgangsstufe, der noch nicht einmal die Gliederung geschrieben hat. Irgendwie hatte ich den Eindruck, nach den Sommerferien noch mehr Zeit dafür zu haben...

Aber es gibt auch einige Lichtblicke dieses Schuljahr: Mein Stundenplan ist im Vergleich zu letztem Jahr wesentlich weniger umfangreich. Die vier Stunden, die ich montags später habe, kann ich gut gebrauchen, und am Mittwochnachmittag keine Schule zu haben, kommt mir auch sehr gelegen. Im Allgemeinen habe ich jetzt nur noch 30 Schulstunden pro Woche – letztes Jahr waren es 36. Außerdem haben wir einen neuen Mensa-Anbieter, der als „gesunde Mensa“ angepriesen wird. Es gibt zum Beispiel keine Cola mehr. Dafür ist der Andrang aber umso größer, weshalb ich immer noch lieber zum Bäcker gehe, um meinen Mittags-Fladen zu genießen. Eine weitere Erneuerung ist das eigens eingerichtete Kollegstufenzimmer hinter der Mensa. Momentan erscheint es mir noch ein wenig kalt, aber wir haben uns fest vorgenommen, das mit ein paar Kissen und Plakaten zu ändern. An ein eigenes Zimmer, wo man vor tobenden Fünftklässlern seine Ruhe hat, kann ich mich vermutlich schnell gewöhnen, ganz im Gegensatz zu der Bezeichnung „Q12“. Auf dem Vertretungsplan rutsche ich immer noch zu den Kursen der elften Klasse. Dabei gibt es eindeutig Hinweise darauf, dass wir bald unseren Abschluss machen. Die Vorbereitungen für die Abi-Feier haben schon begonnen und die Debatten, welches Abi-Motto angemessen ist und welches nicht, laufen schon lange. Außerdem fragen uns die Lehrer, wer von uns in dem jeweiligen Fach in die mündliche oder schriftliche Prüfung gehen möchte. Außer in Mathe und Deutsch natürlich, das müssen wir hier in Bayern sowieso alle schriftlich absolvieren. Ich persönlich habe bisher nur mein drittes schriftliches Fach, Französisch, festgelegt.

Als ich am ersten Schultag die Schule verließ, wuselten in unserem Hof lauter kleine Erstklässler herum und posierten mit ihren Eltern für ein Foto. Auf der einen Seite sehnte ich mich natürlich zurück in diese Zeit, aber es ist auch ein schönes Gefühl, endlich erwachsen zu werden.

Autor: Lea  |  Rubrik: orientieren  |  23.09.2014
Autor: Lea
Rubrik: orientieren
23.09.2014