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Schülerleben live

Kursfahrt nach Wien

Als Deutsch-LK hatten wir für die Kursfahrt die Wahl zwischen Gardasee und Wien. Ich entschied mich gegen Sonne und Strand und für Regen und Kulturprogramm. Insgesamt 70 Schülerinnen aus drei Leistungskursen fanden sich also vergangene Woche mit gepackten Koffern am Düsseldorfer Flughafen wieder. Alle waren gespannt auf das, was uns in der kaiserlichen und königlichen Stadt erwarten würde. Nachts angekommen, sahen wir nur sehr wenig von der Stadt. Deshalb düsten wir direkt um Hotel und schliefen erst mal aus. Am nächsten Morgen ging es direkt zu Schloss Schönbrunn und dem dazugehörigen Tiergarten. Neben der barocken Einrichtung konnte man auch private Gegenstände von Kaiserin Elisabeth und Kaiser Franz Joseph besichtigen. Nachdem wir das beeindruckende Schloss verlassen hatten, liefen wir zum Tiergarten. Der Wiener Zoo ist der einzige in Europa, der Pandabären besitzt. Natürlich wurden die Bären mit Entzücken bewundert, aber auch andere Tiere fanden großen Anklang. In den kommenden Tagen waren wir noch in der Albertina, im kunsthistorischen Museum, im Schloss Belvedere, in der Kapuzinergruft und der spanische Hofreitschule. Besonders schön fand ich es, die Werke Gustavs Klimts zu sehen – und das in seiner Heimatstadt.

Vermutlich werden es aber die inoffiziellen Treffen sein, die in Erinnerung bleiben. So traf sich mein LK am Prater, der die älteste Kirmes Wiens, den Wurstelprater, beherbergt. Gemeinsam wagten wir uns auf das höchste Kettenkarussell der Welt. Auch die abendlichen Kaffeehaus-Besuche bleiben unvergessen. Mein persönliches Highlight war, dass ich zwei Karten für die Premiere des Theaterstückes "Die letzten Tage der Menschheit" im eindrucksvollen Burgtheater ergattert hatte. Das vierstündige Stück handelt vom Ausbruch und dem Verlauf des Ersten Weltkriegs. Das Theaterstück und die Inszenierung allein waren schon beeindruckend, die Atmosphäre im Burgtheater machte den Abend atemberaubend und einmalig.

Autor: Bo  |  Rubrik: orientieren  |  15.09.2014
Autor: Bo
Rubrik: orientieren
15.09.2014

Schülerleben live

Der erste Schultag

Der erste Schultag, der Tag an dem alle Schüler solidarisch sind und das gleiche empfinden. Sechs Wochen hatte man nun Zeit, sich von den Strapazen des vergangenen Schuljahrs zu erholen – jetzt fängt es wieder von Neuem an. Neues Schuljahr, neues Glück? So kommt es mir leider nicht vor. Als ich auf den altbekannten Stühlen sitze und den typischen Schulgeruch in der Nase habe, sind die Ferien vergessen. Viel zu schnell ist die schöne Zeit vergangen und jetzt kann ich mir gar nicht mehr vorstellen, wie entspannt und anders das Leben noch vor wenigen Tagen war. Allerdings gibt es auch eine schöne Seite: Ich habe viele meiner Mitschüler wiedergesehen und wir hatten uns richtig viel zu erzählen. Wir hatten gar nicht genug Zeit, um uns richtig auszutauschen und vertrösteten einander auf die nächsten Tage.

Mit dem neuen Stundenplan in der einen Hand und neuen Schulbüchern in der anderen Hand suchte ich mein Klassenzimmer auf. Wie jedes Jahr habe ich dabei die neuen Fünftklässler gesehen und mich an meine eigenen Anfänge erinnert. Das ist zwar eine gefühlte Ewigkeit her, aber ich erinnere mich noch ganz genau an diesen Augenblick: Gemeinsam mit ein paar anderen Neuen stand man vor dieser unbekannten und großen Schule. Nun gehöre ich zu der höchsten Jahrgangsstufe und somit zu den Ältesten der Schule.

Autor: Bo  |  Rubrik: orientieren  |  28.08.2014
Autor: Bo
Rubrik: orientieren
28.08.2014

Schülerleben live

Letzte Woche der Ferien

Nach fünf sehr ereignisreichen Wochen Sommerferien ist die letzte Woche der Ferien angebrochen. Langsam aber sicher ist die Schule – und damit die zwölfte Klasse – nicht mehr fern und der Ferienblues stellt sich ein. Ich wünsche mir noch einen schnellen Umzug in ein anderes Bundesland, um die Ferien noch etwas zu verlängern, aber leider ist das nicht zu realisieren. Bald werde ich mein Abitur machen. Die letzten Schuljahre sind wie im Flug vergangen, obwohl ich mir vor einigen Jahren gar nicht vorstellen konnte, dass ich jemals Abitur machen werde. Die zwölfte Klasse wird auch nicht sehr lang dauern, denn neben den sieben Monaten Schule stehen die Kursfahrt nach Wien und die Besinnungstage an. Ich fühle mich noch nicht so erwachsen wie ich es mir bei Abiturienten immer vorgestellt habe. Natürlich reift man in diesem letzten Jahr noch mal und wird als Abiturient in der Schule eine ganz andere Rolle haben, aber dennoch kann ich im Moment nur schwer begreifen, dass ich bald mein Abitur in der Tasche haben und dann nicht mehr zur Schule gehen werde. Bis jetzt gehörte der tägliche Schulgang zu meinem Alltag – genauso wie früh aufstehen und frühstücken – aber bald wird das nicht mehr der Fall sein. Bis dahin habe ich aber noch etwas Zeit. Im neuen Schuljahr werde ich außerdem mehr Freiheit haben, aber auch mehr Verantwortung für mich selbst tragen. Und ich werde alles geben, da das Abi erst mal darüber entscheiden wird, ob ich mir meine (Studien-)Träume erfüllen kann.

Autor: Bo  |  Rubrik: orientieren  |  18.08.2014
Autor: Bo
Rubrik: orientieren
18.08.2014