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Schülerleben live

Ground zero

Nur wenige Minuten von unserem Hotel entfernt befindet sich Ground Zero, ein Denkmal, das an die Terroranschläge vom 11. September 2001 erinnert. Alle Fremdenführer sind auf irgendeine Art und Weise mit den Ereignissen verbunden. Unser Stadtführer hatte jahrelang ein Büro im World Trade Center und war bis zu den Anschlägen dort als Ingenieur tätig. Viele Menschen, die dort arbeiteten, sind gestorben oder haben Angehörige, Freunde und Kollegen verloren.

In den Grundriss der beiden Türme wurden Wasserbrunnen eingelassen, in deren Ränder die Namen der Opfer eingraviert wurden. Als Symbol des Gedenkens befeuchtet man diese Namen mit Wasser. Das ganze Gelände ist als Denkmal ausgelegt: Die Rasenstücke erinnern an die Gebäude selbst, die Bodenfliesen sind den Fenstern nachempfunden und die verwendete Baumsorte wuchs schon vor dem Attentat dort.

Unser Stadtführer erzählte uns von dem Tag und wie er die Katastrophe miterlebt hat. Wir konnten uns ein kleines Bild von dem unbeschreiblichen Leid machen und manche hatten Tränen in den Augen. Ich konnte gar nicht begreifen, dass an dem Ort, an dem ich gerade stand, tausende Menschen gestorben waren. Der nun friedliche Ort wird heute als Ort der Trauer genutzt. Außerdem gibt es ein eigenes Denkmal für die Feuerwehrmänner, die starben, um andere Menschen aus den Gebäuden zu bringen. Besonders schockierend empfanden wir dabei, dass bis heute rund 15.000 Feuerwehrmänner an den Spätfolgen der giftigen Gase und Mikropartikel gestorben sind. Während der Evakuierung war keine Zeit mehr gewesen an schützende Gasmasken zu denken, und deshalb erkranken auch heute noch viele Feuerwehrmänner an Krebs und anderen Krankheiten.

Zwar kannte man die Grausamkeit des Attentats schon vorher – aber nur aus den Medien. Hier zu stehen und den Schilderungen zu folgen, machte mir krass bewusst, wie gnadenlos dieser Tag war.

Autor: Bo  |  Rubrik: orientieren  |  24.07.2014
Autor: Bo
Rubrik: orientieren
24.07.2014

Schülerleben live

UN Headquaters

Als wir vor dem UN-Gebäude standen, waren wir mehr als beeindruckt. Die Flaggen der verschiedenen Mitgliedsstaaten waren aufgereiht und wir selbst fühlten uns unheimlich klein vor diesem imposanten Gebäudekomplex. Doch bevor wir hinein konnten, hatten wir einen Termin für ein Briefing in der ständigen Vertretung Deutschlands bei den Vereinten Nationen.
Der deutsche Pressesprecher empfing uns und stellte uns in einem einstündigen Vortrag die UN und die Aufgaben der ständigen Vertretung Deutschlands vor. Danach konnten wir Fragen stellen. Wir informierten uns über momentane Krisengebiete, wie zum Beispiel Syrien, und über interne Schwierigkeiten der UN. So war der Sicherheitsrat ein sehr viel diskutiertes Thema und wir stellten Fragen nach Reformen. Im Aufzug nach unten begegneten wir dem obersten deutschen Vertreter. Dieser war auf dem Weg zu einem Treffen mit dem Generalsekretär Ban Ki Moon.
Nachdem wir durch die Sicherheitskontrollen durchgekommen waren, konnte die deutschsprachige Führung durch das Gebäude beginnen. Unser Guide war ein Mann aus Ghana, der viele Jahre in Wien gelebt hatte und daher deutsch sprach. Zuerst wurden wir an verschiedenen Monumenten und Kunstwerken vorbeigeführt, haben dabei zum Beispiel ein Stück der Berliner Mauer bewundert, zerstörte Gegenstände aus Nagasaki bewundert und über ein Maschinengewehr gestaunt, welches in eine Gitarre verwandelt wurde. Leider war der große Plenarsaal zu, da für die Generalversammlung im Herbst renoviert wurde. Stattdessen sahen wir den Verhandlungssaal für Wirtschaft und Soziales und den Verhandlungssaal des Sicherheitsrates. Wir waren sehr beeindruckt, denn in diesen Räumen werden weltbewegende Entscheidungen getroffen. Da das Gelände der UN internationales Gebiet ist, konnten wir uns rühmen, nicht nur in Nordamerika, sondern auf der ganzen Welt gewesen zu sein.

Autor: Bo  |  Rubrik: orientieren  |  21.07.2014
Autor: Bo
Rubrik: orientieren
21.07.2014

Schülerleben live

Wall Street Talk

Am Morgen des ersten Tages sollten wir mehr über die Wall Street erfahren. Deshalb trafen wir den n-tv Reporter Lars Halter, der schon seit über zehn Jahren in New York lebt und auch Kolumnen und Artikel für deutsche Zeitungen schreibt. Zwar konnten wir leider nicht die Börse von innen betrachten, aber dennoch erfuhren wir viel über die journalistische Arbeit dort und über den wirtschaftlichen Aspekt. Wir saßen auf den Treppen gegenüber dem neoklassizistischen Gebäude und hörten dem Korrespondenten gebannt zu. Er erzählte uns von seinem eher ungewöhnlichen Karriereweg. Ohne ein Journalismus-Studium war er in die Vereinigten Staaten gereist und hatte mit einem Freund eine Rundreise begonnen. Spontan entschied er sich, in den Staaten zu bleiben und sich als freier Journalist zu versuchen. Durch Kontakte kam er nach New York und wurde dort Wall Street Korrespondent für n- tv.
In der sengenden Mittagshitze hörten wir ihm außerdem zu, wie er von seinem Arbeitsalltag erzählte. Dabei sprach er auch von den negativen Aspekten, mit denen er arbeiten musste. Was muss ein Journalist tun, wenn sich wochenlang nichts an der Wall Street verändert? Wie kann man die Börsenschwankungen heute erklären, wenn so viel im Hintergrund passiert? Auch betonte er die Bedeutung des Netzwerkens, auf diese Weise würden sich viele Möglichkeiten im Leben ergeben.

Autor: Bo  |  Rubrik: orientieren  |  17.07.2014
Autor: Bo
Rubrik: orientieren
17.07.2014