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Schülerleben live

Flug nach New York

An einem Sonntag Ende Juni war es soweit: Acht Jungjournalisten kamen in Berlin Tegel zusammen, um einen Flug nach New York anzutreten. Wie es dazu kam? Eigentlich eine sehr ungewöhnliche Geschichte: Im Dezember vergangenen Jahres hatte ich an einem Jugendpressekongress der „Young Leaders“ teilgenommen. Nach dieser grandiosen Veranstaltung wurde ein Wettbewerb ausgeschrieben. Die Aufgabe war es, einen Bericht über das Wochenende zu verfassen und zu veröffentlichen. Als Auswahlkriterien wurden die Qualität des Berichtes und die Zahl der Veröffentlichungen genannt. Als ich von diesem Wettbewerb hörte, war ich mehr als angetan. Ich wollte unbedingt gewinnen und die Stadt meiner Träume sehen. So schrieb ich meinen Bericht und bemühte mich um viele Veröffentlichungen. Letzten Endes wurde er drei Mal im Internet und in meiner lokalen Zeitung veröffentlich. Schon Ende März war Einsendeschluss und ich hoffte jeden Tag auf Nachrichten – es dauerte allerdings bis Ende Juni, ehe man mir die frohe Botschaft überbrachte.

Schnell traf ich die ersten Vorbereitungen und füllte einen ESTA-Antrag aus, das ist ein elektronisches Reisegenehmigungssystem. Ohne diese Genehmigung darf man nicht in die Vereinigten Staaten einreisen. Einige Tage später kam auch schon das Programm. Die einwöchige Reise war als Recherchereise gedacht und deshalb sollten wir journalistisch als auch kulturell so viel wie möglich mitbekommen. Einige Programmpunkte waren zum Beispiel ein Besuch des ARD-Studios oder von Ground Zero. Begleitet wurden wir von der Assistentin des Geschäftsführers der „Young Leaders“ und einem Journalisten. Einige der anderen Teilnehmer hatte ich schon vorher über soziale Netzwerke kennengelernt. Ich freute mich, sie endlich im echten Leben zu treffen. Wir waren alle aufgeregt und konnten es gar nicht erwarten, endlich in New York anzukommen.

Autor: Bo  |  Rubrik: orientieren  |  07.07.2014
Autor: Bo
Rubrik: orientieren
07.07.2014

Schülerleben live

Orchestertage

Vergangene Woche war ich mit dem Schulorchester auf Orchesterfahrt im mittelalterlichen Wasserschloss Gemen. Dieses verschlafene Dörfchen gehört zur Gemeinde Borken und liegt etwa eineinhalb Autostunden von Essen entfernt. Wir üben dort traditionell für das Sommerkonzert der Schule – und das gefühlte 16 Stunden täglich. Vor der Fahrt freue ich mich jedes Mal tierisch auf drei schulfreie Tage, aber wenn ich dann in einer vierstündigen Probe sitze, merke ich, wie entspannt Schule sein kann. Unsere Proben gehen nämlich oft bis in die Nacht hinein. Diese späten Proben sind oftmals nicht sehr produktiv, da alle zu müde sind, um etwas Musikalisches auf die Beine zu stellen.

Ein paar freie Stunden bleiben aber doch. In dieser Zeit suche ich die Ländereien auf oder sitze am Steg des Burggrabens und genieße die musikfreie Zeit. Da es nun schon meine siebte Fahrt ist, habe ich meine Lieblingsstellen in der Burg und in der Umgebung und suche diese Orte jedes Jahr wieder auf. Da wäre zum Beispiel der gemütliche Lesesaal, in dem man die vergangenen glanzvollen Zeiten der Burg heute noch spüren kann, oder der beeindruckende Rittersaal, der mit antiken Wandteppichen ausgeschmückt ist. Abends ziehe ich mich in mein Zimmer zurück und habe dann endlich mal Zeit für stundenlange Gespräche oder Albereien mit meinen Freundinnen. In Gemen schafft man es, sich zusammenzusetzen und mal nur für die anderen da zu sein, statt immer von irgendetwas Wichtigem abgelenkt zu sein. In diesen drei Tagen fällt der ganze Stress der Klausurenphase von meinen Schultern.

Für viele meiner Freundinnen war diese Orchesterfahrt die letzte und das ist ein seltsames Gefühl. Das „Gemen-Gefühl“ hat sich bisher jedes Jahr eingestellt – wir waren hier immer gemeinsam. Nächstes Jahr werde ich zu den ältesten gehören und auch meine letzte Orchesterfahrt antreten.

Autor: Bo  |  Rubrik: orientieren  |  03.07.2014
Autor: Bo
Rubrik: orientieren
03.07.2014

Schülerleben live

Meine erste Fahrstunde

Vergangene Woche fiel am Montag der Unterricht aus, da an diesem Tag die mündlichen Abiturprüfungen stattfanden. Das verlängerte Wochenende hatte ich auch nötig, da ich am Dienstag Geschichtsklausur schreiben sollte. Außerdem stand eine Premiere in meinem Terminkalender: Meine erste Fahrstunde. Fast alle in meinem Umfeld sind gerade dabei, ihren Führerschein zu machen, manche haben ihn sogar schon. Und auch ich möchte pünktlich zu meinem 18. Geburtstag am Ende des Jahres die Fahrerlaubnis haben. Nachdem ich alle Theoriestunden überstanden hatte und die Prüfung erfolgreich meisterte, stand der Fahrstunde nichts mehr im Wege. Um mich nicht komplett hilflos im Straßenverkehr zurechtfinden zu müssen, habe ich mit meinem Vater seit Anfang des Jahres den Verkehrsübungsplatz unsicher gemacht. Dabei blieben weder Grasflächen, Reifen noch meine Nerven unbeschädigt. Mein Vater war jedoch ein immer geduldiger Lehrer, den ich nicht aus der Ruhe brachte, egal, welche Manöver ich gefahren bin. Auch die Angst um bleibende Schäden an seinem Auto hielt sich in Grenzen. Nachdem ich also diesen geschützten und idealen Verkehrsraum kennen und lieben gelernt hatte, war der normale Straßenverkehr ein Schock für mich. Neben der Reizüberflutung musste ich auch noch die Anweisungen meines Fahrlehrers in kürzester Zeit umsetzen. Die hupenden Autos um mich herum trugen nicht gerade zur Entschärfung der Situation bei.

Autor: Bo  |  Rubrik: orientieren  |  26.06.2014
Autor: Bo
Rubrik: orientieren
26.06.2014