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Schülerleben live

Mein Monat in Brüssel

Die nächsten Wochen werde ich in der Hauptstadt Belgiens verbringen und daher live aus Brüssel berichten können. Möglich gemacht hat dies ein Stipendium der Krupp-Stiftung in Essen. Dieses Stipendium bekommen jährlich 50 Jugendliche und es beinhaltet ein einmonatiges Auslandspraktikum. Die Vielfältigkeit der Praktika zeigt sich schon allein an den Einsatzorten, welche von Vietnam bis Spanien reichen. Auch der Bereich des Praktikums bietet eine Vielzahl an Möglichkeiten und so können die Stipendiaten einen Einblick in Banken, Hotels oder – wie ich – in Außenhandelskammern bekommen. Bei der Erwählung der Stipendiaten waren nicht die schulischen Noten ausschlaggebend, sondern soziale Kompetenzen und die Bereitwilligkeit, sich für andere einzusetzen. Auch spielte die persönliche Motivation eine große Rolle Die genaue Bezeichnung meines Arbeits- und Lebensorts für die nächsten vier Wochen ist die Außenhandelskammer debelux, kurz AHK debelux. Ich lebe in einer Gastfamilie und werde dort betreut.

Da Brüssel auch kulturell viel zu bieten hat, werde ich eine turbulente Zeit erleben. Was ich mir persönlich von dem Praktikum erhoffe? Zum einen will ich selbstständiger werden und mich in dieser Metropole zurechtfinden. Auf der anderen Seite möchte ich einen differenzierteren Blick darauf bekommen, was ich mir später im Berufsleben vorstellen kann. Natürlich soll auch der Spaß nicht zu kurz kommen. Da Brüssel aber als Hochburg der Praktikanten gilt, mache ich mir darum keine Sorgen.

Autor: Bo  |  Rubrik: orientieren  |  17.04.2014
Autor: Bo
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17.04.2014

Schülerleben live

Warnstreik

Vergangene Woche streikte der öffentliche Dienst in fast ganz Nordrhein-Westfalen. Grund dafür waren Forderungen nach Tariferhöhungen. Das machte es für Schüler schwer, in die Schule zu kommen. Manche Schüler kommen aus anliegenden Städten und sind daher auf die öffentlichen Verkehrsmittel angewiesen. Andere, mich eingeschlossen, haben einen Schulweg, der selbst mit Bus und Bahn länger als 30 Minuten dauert und daher zu Fuß gar nicht zu bewältigen ist. In solch einer Situation führt ein Warnstreik natürlich zu Stresssituationen, da alle Eltern ihre Kinder zur Schule chauffieren müssen. Alle Taxis waren ausgebucht und selbst Mietfahrräder mussten im Voraus reserviert werden.

Ich schrieb an diesem Tag eine Klausur und wurde deshalb von meinen Eltern gefahren. Obwohl wir besonders früh losgefahren waren, standen wir im Stau. Anscheinend war auch der Rest der Stadt mit dem Auto unterwegs. Die Zeit verging und die Anspannung stieg mit jeder vergehenden Minute. Der Verkehr schien einfach nicht weniger zu werden. Nach gefühlten Stunden war die Schule in Sicht. In Eile war auch der Prüfungsraum erreicht und mit eingezogenem Kopf betrat ich den Raum. Ich sah, dass mindestens die Hälfte der Plätze noch unbesetzt war. Der Aufsicht führende Lehrer quittierte mein Kommen nur mit einem resignierten Nicken und murmelte, dass er auch streiken wolle. Letzten Endes kamen alle meine Mitschüler in fünfminütigen Intervallen an. Aber immerhin konnten alle ihre Prüfung schreiben.

Autor: Bo  |  Rubrik: orientieren  |  08.04.2014
Autor: Bo
Rubrik: orientieren
08.04.2014

Schülerleben live

Radio live in Osnabrück

Freitagnachmittag war es soweit: Ich stand mit meinem gepackten Koffer am Essener Hauptbahnhof und wartete auf den Zug, der mich nach Osnabrück bringen sollte. Ich war von der „Young Leaders GmbH“ eingeladen worden, bei einem Radio-live-Workshop als Junior Teamer mitzuarbeiten. Ich habe bereits an einem Jugendpressekongress und auch an einem solchen Workshop teilgenommen und beides als großartig empfunden.

Am Freitagabend fanden sich alle Teilnehmer und Betreuer in einer Jugendherberge zusammen. Dort wurden uns erste Informationen gegeben und man hatte Zeit, die anderen kennenzulernen.

Der nächste Tag begann mit einem Ethik- Vortrag eines Richters, in dem die Frage nach Gut und Böse gestellt wurde. Danach ging es zu einem Radio-Studio im Zentrum Osnabrücks, wo ein Journalist einen Vortrag über Medien und seinen Beruf hielt. Er teilte uns in sechs Gruppen ein: Moderation, Kommentar, Bericht, Interview mit Bundeswehrvertretern, Interview mit einem Soldaten im Auslandseinsatz und Nachrichten. Die Gruppen taten sich zusammen und besprachen sich kurz. Bevor die journalistische Arbeit jedoch beginnen konnte, hörten wir einen Vortrag über die Außeneinsätze der Bundeswehr. Im Anschluss folgte eine lebhafte Debatte über die Situation auf der Krim und wie eine friedliche Lösung möglich wäre. Dann machten sich alle an die Arbeit und gegen 22 Uhr war die Radiosendung fertig. Begeistert hörten sich die Jugendliche sprechen, aber auch verwundert nahmen sie sich auf eine ganz neue Art wahr.

Der Sonntag brach an und damit auch der letzte Tag des Workshops. Am Morgen fand ein Vortrag des Geschäftsführers der Ludwig-Erhard-Stiftung statt. Die Leitfrage war soziale Marktwirtschaft oder umsorgender Wohlfahrtsstaat. Einige Unteraspekte, wie Freiheit oder Gleichheit, wurden vorgestellt. Abschließend folgte eine Seminarkritik und nach dem Mittagessen verabschiedeten sich alle von einander. Das Wochenende war ein tolles Erlebnis und die perfekte Mischung aus Networking und Informationen.

Autor: Bo  |  Rubrik: orientieren  |  04.04.2014
Autor: Bo
Rubrik: orientieren
04.04.2014