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Schülerleben live

Warnstreik

Vergangene Woche streikte der öffentliche Dienst in fast ganz Nordrhein-Westfalen. Grund dafür waren Forderungen nach Tariferhöhungen. Das machte es für Schüler schwer, in die Schule zu kommen. Manche Schüler kommen aus anliegenden Städten und sind daher auf die öffentlichen Verkehrsmittel angewiesen. Andere, mich eingeschlossen, haben einen Schulweg, der selbst mit Bus und Bahn länger als 30 Minuten dauert und daher zu Fuß gar nicht zu bewältigen ist. In solch einer Situation führt ein Warnstreik natürlich zu Stresssituationen, da alle Eltern ihre Kinder zur Schule chauffieren müssen. Alle Taxis waren ausgebucht und selbst Mietfahrräder mussten im Voraus reserviert werden.

Ich schrieb an diesem Tag eine Klausur und wurde deshalb von meinen Eltern gefahren. Obwohl wir besonders früh losgefahren waren, standen wir im Stau. Anscheinend war auch der Rest der Stadt mit dem Auto unterwegs. Die Zeit verging und die Anspannung stieg mit jeder vergehenden Minute. Der Verkehr schien einfach nicht weniger zu werden. Nach gefühlten Stunden war die Schule in Sicht. In Eile war auch der Prüfungsraum erreicht und mit eingezogenem Kopf betrat ich den Raum. Ich sah, dass mindestens die Hälfte der Plätze noch unbesetzt war. Der Aufsicht führende Lehrer quittierte mein Kommen nur mit einem resignierten Nicken und murmelte, dass er auch streiken wolle. Letzten Endes kamen alle meine Mitschüler in fünfminütigen Intervallen an. Aber immerhin konnten alle ihre Prüfung schreiben.

Autor: Bo  |  Rubrik: orientieren  |  08.04.2014
Autor: Bo
Rubrik: orientieren
08.04.2014

Schülerleben live

Radio live in Osnabrück

Freitagnachmittag war es soweit: Ich stand mit meinem gepackten Koffer am Essener Hauptbahnhof und wartete auf den Zug, der mich nach Osnabrück bringen sollte. Ich war von der „Young Leaders GmbH“ eingeladen worden, bei einem Radio-live-Workshop als Junior Teamer mitzuarbeiten. Ich habe bereits an einem Jugendpressekongress und auch an einem solchen Workshop teilgenommen und beides als großartig empfunden.

Am Freitagabend fanden sich alle Teilnehmer und Betreuer in einer Jugendherberge zusammen. Dort wurden uns erste Informationen gegeben und man hatte Zeit, die anderen kennenzulernen.

Der nächste Tag begann mit einem Ethik- Vortrag eines Richters, in dem die Frage nach Gut und Böse gestellt wurde. Danach ging es zu einem Radio-Studio im Zentrum Osnabrücks, wo ein Journalist einen Vortrag über Medien und seinen Beruf hielt. Er teilte uns in sechs Gruppen ein: Moderation, Kommentar, Bericht, Interview mit Bundeswehrvertretern, Interview mit einem Soldaten im Auslandseinsatz und Nachrichten. Die Gruppen taten sich zusammen und besprachen sich kurz. Bevor die journalistische Arbeit jedoch beginnen konnte, hörten wir einen Vortrag über die Außeneinsätze der Bundeswehr. Im Anschluss folgte eine lebhafte Debatte über die Situation auf der Krim und wie eine friedliche Lösung möglich wäre. Dann machten sich alle an die Arbeit und gegen 22 Uhr war die Radiosendung fertig. Begeistert hörten sich die Jugendliche sprechen, aber auch verwundert nahmen sie sich auf eine ganz neue Art wahr.

Der Sonntag brach an und damit auch der letzte Tag des Workshops. Am Morgen fand ein Vortrag des Geschäftsführers der Ludwig-Erhard-Stiftung statt. Die Leitfrage war soziale Marktwirtschaft oder umsorgender Wohlfahrtsstaat. Einige Unteraspekte, wie Freiheit oder Gleichheit, wurden vorgestellt. Abschließend folgte eine Seminarkritik und nach dem Mittagessen verabschiedeten sich alle von einander. Das Wochenende war ein tolles Erlebnis und die perfekte Mischung aus Networking und Informationen.

Autor: Bo  |  Rubrik: orientieren  |  04.04.2014
Autor: Bo
Rubrik: orientieren
04.04.2014

Schülerleben live

Der Frühling ist am Start!

Hier in Essen fühlte man sich in den vergangenen Tagen beinahe wie in Kalifornien. Die Sonne strahlt einem förmlich ins Gesicht und statt der Winterjacken sieht man schon eine Menge Sommerkleider. In der Schule merkt man diesen rapiden Temperaturwechsel besonders deutlich, wenn die sehnsuchtsvollen Blicke aller Schüler Richtung Fenster gehen. Wir haben die großartige Regelung, dass Lehrer den Unterricht auf den Schulhof verlegen können. Natürlich wird von Seiten der Schüler unablässig um Unterricht im Freien gebeten. In circa zwei von zehn Fällen haben wir Erfolg und können das gute Wetter genießen.

Da die Klausurenphase vorbei ist, sieht man riesige Schülergruppen, die auf dem Schulhof liegen und sich sonnen. Manche verwandeln den Schulhof mit Badetuch und Sonnencreme zu einem Ersatzstrand. Wenn auch noch ein kleines Wasserbecken und etwas Sand verteilt wird, dann ist die Illusion perfekt, man kann durch atmen und die Seele baumeln lassen. Das ist Balsam für die geschundene Schülerseele und zusätzlich gibt es endlich eine sinnvolle Beschäftigung in Freistunden. Eine einzige Stunde draußen kann den ganzen Tag grundlegend verbessern und die restlichen Schulstunden viel erträglicher machen.

Das einzige, was den wirklich wunderschönen Tag etwas trübt, ist der Gedanke an die anstehende LK-Klausur. Ich werde Geschichte schreiben, muss mir bis zum Klausurtermin noch sehr viel an Wissen aneignen. Ob es dann so förderlich ist, mit den Gedanken schon halb im Sommer zu sein? Wahrscheinlich nicht, aber allein für das Gefühl nach der Klausur lohnt es sich, noch einmal alles zu geben.

Autor: Bo  |  Rubrik: orientieren  |  21.03.2014
Autor: Bo
Rubrik: orientieren
21.03.2014