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Schülerleben live

Soll ich oder soll ich nicht?

Kaum sind die schriftlichen Abiturprüfungen um, habe ich schon das nächste Problem: Was soll ich nur zur mündlichen Prüfung anziehen? Normalerweise gehe ich mit Jogginghose in die Schule, aber von allen Seiten wird mir gesagt, dass das nicht ginge. Zur mündlichen Abiturprüfung sollte man etwas schicker als sonst erscheinen. Habe ich etwas verpasst? Ich dachte, im schriftlichen und mündlichen Abitur ginge es darum, dass man den Unterrichtsstoff beherrscht und nicht darum, wie man aussieht. Soll ich meine normale Alltagskleidung wirklich gegen etwas eintauschen, in dem ich mich nicht wohl fühle? Mein Prüfer kennt mich doch, er hat mich schließlich jahrelang unterrichtet. Da kann ich mir doch dann das Theater sparen, mich anders anzuziehen, oder? Ich denke sowieso, dass es mir egal sein wird, wie ich in der mündlichen Abiturprüfung abschneide. Und außerdem macht die Note in der Prüfung eigentlich nicht so viel aus, wenn man nicht zwanghaft versucht, einen gewissen Abiturschnitt zu erreichen (da ich noch nicht weiß, ob ich überhaupt studieren will, mache ich mich wegen N.C. noch nicht verrückt. Damit befasse ich mich, wenn ich so weit bin). Trotzdem bin ich nervös. Wahrscheinlich mag ich das Gefühl einfach nicht, nicht zu wissen, was auf mich zukommt.

Autor: Nele  |  Rubrik: orientieren  |  31.01.2013
Autor: Nele
Rubrik: orientieren
31.01.2013

Schülerleben live

Leise rieselt der Schnee...

Und ich denke nach. Mal wieder. Meine schriftlichen Prüfungen sind inzwischen alle rum. Die letzte hatte ich gestern. An sich waren die Prüfungen nicht unbedingt schwer. Man weiß vorher halt nicht, was in der Prüfung dran kommt. Aber das ist, wenn man in dem Fach gut ist, nur halb so schlimm. Ich durfte sogar in Geschichte und Deutsch zwischen mehreren Themen, die ich bearbeiten konnte, wählen. Man muss beim Lernen einfach ein bisschen pokern und überlegen, was in der Prüfung dran kommen könnte. Englisch und Deutsch liefen super, Geschichte war allerdings eine klitzekleine Katastrophe. Natürlich hatte ich mich vorbereitet. Aber auf die falschen Themen.

Stellt euch vor, ihr sitzt in der schriftlichen Abiturprüfung und habt die Wahl zwischen Pest und Cholera (ganz so schlimm war es dann doch nicht, aber ihr wisst, was ich meine, oder?). Nicht unbedingt wünschenswert, ich weiß. In meinem Fall war es dann jedoch schon zu spät, um irgendwas an der Situation zu ändern. Ich habe mich einfach für das Thema entschieden, bei dem ich mir persönlich mehr zugetraut habe. Und jetzt hoffe ich mal auf das Beste…

Na gut, darauf wollte ich aber eigentlich gar nicht hinaus. Obwohl die Prüfungen nicht so schrecklich waren, wie die meisten befürchtet hatten, habe ich doch allmählich so meine Zweifel, ob ich mir in Form einer Universität das gleiche noch mal ein paar Jahre antun möchte. Versteht mich nicht falsch, es ist nicht so, dass es keine Studiengänge gibt, die mich interessieren würden. Da gäbe es beispielsweise Amerikanistik,  Afrikanistik, Germanistik, Anglistik und was weiß ich noch alles. Meine Zweifel kommen daher, dass ich mich nach jeder Prüfung hundeelend gefühlt habe. Ich war müde, gereizt, hatte Kopfschmerzen und einen Bärenhunger (während der Prüfungen kam ich wegen Zeitmangel nicht dazu, besonders viel zu essen). Kurzum, ich brauchte mindestens einen Tag, um mich wieder zu erholen. Eigentlich würde ich gerne studieren, aber sollte ich es auch tun, wenn es mir dann dabei körperlich nicht so gut geht? Ich bin, ehrlich gesagt, ein wenig ratlos. Und der Schnee rieselt trotzdem weiter wie bisher...

Autor: Nele  |  Rubrik: orientieren  |  24.01.2013
Autor: Nele
Rubrik: orientieren
24.01.2013

Schülerleben live

Von Träumern, Künstlern und der Zukunft

Nennt mich naiv, vielleicht bin ich es ja auch, aber mein Traumberuf ist Schriftstellerin. Da bin ich mir inzwischen sicher. Am liebsten würde ich die ganze Welt bereisen und inspiriert durch das, was ich sehe, meine Geschichten schreiben. Denn die besten Geschichten schreibt schließlich immer noch das Leben. Seit ich denken kann, ist da diese Sehnsucht. Die Sehnsucht nach der Ferne, dem Unbekannten, dem Abenteuer. Die Sehnsucht nach Büchern, nach Geschichten, nach Kreativität. Eine Zeit lang habe ich probiert sie zu bekämpfen. Ich meine, was hat denn eine Träumerin wie ich für eine Chance erfolgreich zu sein, in dieser Welt, in der sich jeder für einen Künstler hält?

Deshalb habe ich ein Zeit lang aufgehört zu schreiben, zu singen und zu tanzen. Aber irgendwie kann ich nicht aus meiner Haut. Ich bin keine Buchhalterin, Chemikerin, Bankangestellte oder ähnliches. Ich bin ich. Und so fühle ich mich nun mal am wohlsten. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, mein ganzes Leben lang einen Beruf auszuüben, in dem meine Persönlichkeit nicht voll und ganz aufgeht. Da würde ich kaputt gehen. Normalerweise bin ich durchaus bereit, Kompromisse einzugehen, aber in diesem Punkt geht das einfach nicht. Alles oder nichts. Bei der Berufswahl dulde ich persönlich keine halben Sachen. Hoffentlich bleibt meine Kreativität auch als Erwachsene erhalten. Denn wie sagte schon Picasso: „Als Kind ist jeder ein Künstler. Die Schwierigkeit liegt darin, als Erwachsener einer zu bleiben". Natürlich kann ich nicht blauäugig wie ein Kind in der Welt der Erwachsenen herumspazieren, das ist mir auch klar. Aber ich kann mir die Farben und die Phantasie meiner Kindheit bewahren. Und nie aufhören, ich selbst zu sein.

Eigentlich sollte ich für meine Geschichtsprüfung lernen, aber die Gedanken lassen mich einfach nicht los. Wahrscheinlich werde ich mich in ein paar Stunden dazu aufraffen, endlich mit dem Lernen anzufangen. Eines kann ich euch jetzt schon sagen, obwohl meine Prüfungen noch nicht vorüber sind: schlecht gelaufen sind sie nicht. Trotzdem überlege ich seit dem Beginn der Prüfungen, ob ich nach meiner Schulzeit jemals wieder freiwillig einen Fuß in eine Schule oder Universität setzten werde.

Autor: Nele  |  Rubrik: orientieren  |  17.01.2013
Autor: Nele
Rubrik: orientieren
17.01.2013