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Schülerleben live

Leise rieselt der Schnee...

Und ich denke nach. Mal wieder. Meine schriftlichen Prüfungen sind inzwischen alle rum. Die letzte hatte ich gestern. An sich waren die Prüfungen nicht unbedingt schwer. Man weiß vorher halt nicht, was in der Prüfung dran kommt. Aber das ist, wenn man in dem Fach gut ist, nur halb so schlimm. Ich durfte sogar in Geschichte und Deutsch zwischen mehreren Themen, die ich bearbeiten konnte, wählen. Man muss beim Lernen einfach ein bisschen pokern und überlegen, was in der Prüfung dran kommen könnte. Englisch und Deutsch liefen super, Geschichte war allerdings eine klitzekleine Katastrophe. Natürlich hatte ich mich vorbereitet. Aber auf die falschen Themen.

Stellt euch vor, ihr sitzt in der schriftlichen Abiturprüfung und habt die Wahl zwischen Pest und Cholera (ganz so schlimm war es dann doch nicht, aber ihr wisst, was ich meine, oder?). Nicht unbedingt wünschenswert, ich weiß. In meinem Fall war es dann jedoch schon zu spät, um irgendwas an der Situation zu ändern. Ich habe mich einfach für das Thema entschieden, bei dem ich mir persönlich mehr zugetraut habe. Und jetzt hoffe ich mal auf das Beste…

Na gut, darauf wollte ich aber eigentlich gar nicht hinaus. Obwohl die Prüfungen nicht so schrecklich waren, wie die meisten befürchtet hatten, habe ich doch allmählich so meine Zweifel, ob ich mir in Form einer Universität das gleiche noch mal ein paar Jahre antun möchte. Versteht mich nicht falsch, es ist nicht so, dass es keine Studiengänge gibt, die mich interessieren würden. Da gäbe es beispielsweise Amerikanistik,  Afrikanistik, Germanistik, Anglistik und was weiß ich noch alles. Meine Zweifel kommen daher, dass ich mich nach jeder Prüfung hundeelend gefühlt habe. Ich war müde, gereizt, hatte Kopfschmerzen und einen Bärenhunger (während der Prüfungen kam ich wegen Zeitmangel nicht dazu, besonders viel zu essen). Kurzum, ich brauchte mindestens einen Tag, um mich wieder zu erholen. Eigentlich würde ich gerne studieren, aber sollte ich es auch tun, wenn es mir dann dabei körperlich nicht so gut geht? Ich bin, ehrlich gesagt, ein wenig ratlos. Und der Schnee rieselt trotzdem weiter wie bisher...

Autor: Nele  |  Rubrik: orientieren  |  24.01.2013
Autor: Nele
Rubrik: orientieren
24.01.2013

Schülerleben live

Von Träumern, Künstlern und der Zukunft

Nennt mich naiv, vielleicht bin ich es ja auch, aber mein Traumberuf ist Schriftstellerin. Da bin ich mir inzwischen sicher. Am liebsten würde ich die ganze Welt bereisen und inspiriert durch das, was ich sehe, meine Geschichten schreiben. Denn die besten Geschichten schreibt schließlich immer noch das Leben. Seit ich denken kann, ist da diese Sehnsucht. Die Sehnsucht nach der Ferne, dem Unbekannten, dem Abenteuer. Die Sehnsucht nach Büchern, nach Geschichten, nach Kreativität. Eine Zeit lang habe ich probiert sie zu bekämpfen. Ich meine, was hat denn eine Träumerin wie ich für eine Chance erfolgreich zu sein, in dieser Welt, in der sich jeder für einen Künstler hält?

Deshalb habe ich ein Zeit lang aufgehört zu schreiben, zu singen und zu tanzen. Aber irgendwie kann ich nicht aus meiner Haut. Ich bin keine Buchhalterin, Chemikerin, Bankangestellte oder ähnliches. Ich bin ich. Und so fühle ich mich nun mal am wohlsten. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, mein ganzes Leben lang einen Beruf auszuüben, in dem meine Persönlichkeit nicht voll und ganz aufgeht. Da würde ich kaputt gehen. Normalerweise bin ich durchaus bereit, Kompromisse einzugehen, aber in diesem Punkt geht das einfach nicht. Alles oder nichts. Bei der Berufswahl dulde ich persönlich keine halben Sachen. Hoffentlich bleibt meine Kreativität auch als Erwachsene erhalten. Denn wie sagte schon Picasso: „Als Kind ist jeder ein Künstler. Die Schwierigkeit liegt darin, als Erwachsener einer zu bleiben". Natürlich kann ich nicht blauäugig wie ein Kind in der Welt der Erwachsenen herumspazieren, das ist mir auch klar. Aber ich kann mir die Farben und die Phantasie meiner Kindheit bewahren. Und nie aufhören, ich selbst zu sein.

Eigentlich sollte ich für meine Geschichtsprüfung lernen, aber die Gedanken lassen mich einfach nicht los. Wahrscheinlich werde ich mich in ein paar Stunden dazu aufraffen, endlich mit dem Lernen anzufangen. Eines kann ich euch jetzt schon sagen, obwohl meine Prüfungen noch nicht vorüber sind: schlecht gelaufen sind sie nicht. Trotzdem überlege ich seit dem Beginn der Prüfungen, ob ich nach meiner Schulzeit jemals wieder freiwillig einen Fuß in eine Schule oder Universität setzten werde.

Autor: Nele  |  Rubrik: orientieren  |  17.01.2013
Autor: Nele
Rubrik: orientieren
17.01.2013

Schülerleben live

Panik + Blamage = Stress

Ich habe morgen meine erste schriftliche Abiturprüfung. Heute habe ich frei, aber die zwei Tage davor hatte ich noch Schule. Fast bei jedem meiner Mitschüler herrschte eine gewisse Grundpanik, die im Unterricht dann noch gesteigert wurde. Also, mal ehrlich, ich bin auch nervös, aber dann mache ich mich doch nicht noch verrückter als ich es ohnehin schon bin, oder? Richtiger Unterricht hat übrigens auch nicht mehr stattgefunden, deshalb hätte man sich die zwei Tage auch schenken können.

Im Matheunterricht ging es dann um die mündlichen Prüfungen (die sind bei mir irgendwann im März) und da ich genau in diesem Fach mündliche Prüfung machen will, sollte ich eine Aufgabe an der Tafel vorrechnen. Es lief nicht schlecht, trotzdem habe ich mich, glaube ich, ein wenig blamiert. Die Hälfte der (einfachen) Teilaufgaben konnte ich nicht ohne Hilfe lösen. Zum Glück hatte meine Lehrerin dafür Verständnis und hat mich sehr fair behandelt. Nach der einzigen richtigen Unterrichtsstunde dieses Tages ging es dann weiter mit der allgemeinen Panikmache. Ich war erstaunt, was die anderen alles lernen. Naja, ein paar Mal war ich kurz davor, ebenfalls in Panik zu verfallen. Ich konnte mich gerade noch so beruhigen. Wahrscheinlich können viele nicht nachvollziehen, dass mich übertriebenes Lernen nervöser macht als weniger zu lernen, es ist aber nun mal so. Sollte ich wirklich in der Prüfung sitzen und Pech haben (kann ja durchaus vorkommen), weil ich mich auf die Prüfungsthemen nicht genug vorbereitet habe, muss ich wohl oder übel auf meinen gesunden Menschenverstand und mein Gedächtnis zählen. Und so viel Selbstvertrauen habe ich.

Natürlich mache ich mir nichts vor: Ich werde aufgeregt sein, die Prüfung wird anstrengend und die Möglichkeit, dass ich durchfalle, besteht immer. Nichtsdestotrotz freue ich mich auch irgendwie auf das schriftliche Abitur. Erstens, weil ich meine Prüfungsfächer Englisch, Deutsch und Geschichte mag. Zweitens, weil danach (mit großer Wahrscheinlichkeit) der Stress vorbei ist und ich wieder aufatmen kann.

Autor: Nele  |  Rubrik: orientieren  |  11.01.2013
Autor: Nele
Rubrik: orientieren
11.01.2013